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Bundesbank: Deutliches Wachstum erst ab 2028 erwartet
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Spiegel Wirtschaft12.06.2026Politique3 dk okumaGermany

Bundesbank: Deutliches Wachstum erst ab 2028 erwartet

L'essentiel

  • Die Bundesbank erwartet für die deutsche Wirtschaft erst ab 2028 wieder spürbares Wachstum, bedingt durch die Folgen des Irankriegs.
  • Staatliche Mehrausgaben sollen eine Rezession 2024 verhindern.
  • Inflation bleibt hoch, aber sinkt bis 2028 auf 1,9%.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Bundesbank hat ihre halbjährliche Konjunkturprognose veröffentlicht. Die deutsche Wirtschaft wird durch die Folgen des Irankriegs belastet, was zu gedämpfter Kaufkraft und Investitionszurückhaltung führt.

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Die Bundesbank traut der ​deutschen Wirtschaft wegen der Folgen des Irankriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu. Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende ​Rezession erspart, heißt es in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. »Im Sommerhalbjahr wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung durch die expansive Fiskalpolitik verhindert: Sie gleicht die Folgen des Krieges im Nahen Osten in etwa aus.«

Die Bundesbank geht davon aus, dass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um 0,7 Prozent steigt, im nächsten Jahr um 0,9 Prozent anzieht und 2028 um weitere 1,2 Prozent zulegt. Bereinigt um die Zahl der Arbeitstage sei ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent zu erwarten, das im nächsten Jahr um 0,8 ⁠Prozent anzieht.

»In unserem Prognosezeitraum bis 2028 gewinnt die Konjunktur wieder an Fahrt«, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. »Gestützt wird die Erholung ​durch wieder sinkende Energiepreise, eine anziehende Weltwirtschaft und vor allem durch kräftige Impulse von der Fiskalpolitik.« Vorerst spüren Firmen und Verbraucher allerdings noch die Belastungen durch ​den Irankrieg. »Die stark gestiegenen Energiepreise ​dämpfen die Kaufkraft der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben«, betonte Nagel.

Neben teurer Energie bremsten zunehmende Lieferengpässe und eine schwächere Nachfrage die Unternehmen. Die hohe Unsicherheit und gestiegene Zinsen dämpften zudem private Investitionen. Die Auswirkungen des Irankriegs nehmen demnach bis 2028 allerdings ab. Denn die Bundesbank-Ökonomen unterstellen, dass ​die Ölpreise wieder deutlich sinken.

Die Inflation in Deutschland dürfte in diesem Jahr – berechnet nach einheitlichen europäischen ​Standards (HVPI) – auf 2,9 Prozent steigen. ​Im nächsten Jahr sollte die Jahresteuerung laut Bundesbank leicht auf 2,7 Prozent sinken und erst 2028 wieder spürbar auf 1,9 Prozent fallen. »Es dauert, bis sich die höheren Energiepreise vollständig in den Lebenshaltungskosten niederschlagen – direkt über höhere Energiekosten und indirekt etwa über steigende Transportkosten«, erklärte Nagel.

Höhere Inflation möglich

Sollten die Energiepreise wegen der Entwicklung im Nahen Osten noch stärker steigen ​als in der Prognose unterstellt, könnte dies den allgemeinen Preisschub zusätzlich verstärken und zugleich die Konjunktur erheblich dämpfen. Im Risikoszenario der Bundesbank könnten sich die Wachstumsverluste beim BIP bis 2028 demnach auf etwa zwei Prozentpunkte summieren. »Damit würde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr ​kaum mehr wachsen und im nächsten Jahr sogar wieder schrumpfen.« ​Dann könnte auch die Inflation 2027 auf über fünf Prozent steigen.

Die ​staatliche Defizit- und Schuldenquote klettert laut Bundesbank deutlich. »Ursache sind nicht nur zusätzliche Ausgaben für Verteidigung ​und nicht militärische Investitionen.« Hinzu kämen Steuerentlastungen ​und Transfers. Insgesamt erreiche die staatliche Defizitquote 2028 rund 4,9 Prozent und die Maastricht-Schuldenquote steige auf fast 70 Prozent.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • German economy to see noticeable growth from 2028 onwards.

    Probable · En quelques années

  • Inflation to fall to 1.9% by 2028.

    Probable · En quelques années

Questions ouvertes

  • How will geopolitical tensions in the Middle East evolve?
  • What specific fiscal policy measures will be implemented?
  • Will energy prices stabilize or continue to fluctuate?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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