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Commerzbank-Übernahme: Risiko für Beschäftigte und Mittelstand
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Handelsblatt16.06.2026Business2 dk okumaGermany

Commerzbank-Übernahme: Risiko für Beschäftigte und Mittelstand

L'essentiel

  • Ein Commerzbank-Aufsichtsrat warnt vor einer feindlichen Übernahme durch Unicredit.
  • Er sieht darin kein Zeichen europäischer Integration, sondern ein Risiko für Beschäftigte und den Finanzstandort Deutschland.

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Pourquoi c'est important

Die Debatte um die Commerzbank wird als Frage europäischer Integration dargestellt, doch ein Aufsichtsrat warnt vor Risiken einer feindlichen Übernahme durch Unicredit.

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Eine Übernahme durch die Italiener klingt nach europäischer Integration. Doch sie ist vor allem ein Risiko für Beschäftigte und Mittelstand, mahnt Commerzbank-Aufsichtsrat Frederik Werning. 16.06.2026 - 14:16 Uhr Artikel anhören

Frederik Werning ist Gewerkschaftssekretär bei Verdi und Mitglied im Aufsichtsrat der Commerzbank. Foto: Andreas Arnold/dpa, Commerzbank

Die Debatte um die Commerzbank wird zunehmend als Frage europäischer Integration dargestellt. Das greift zu kurz.

Niemand stellt infrage, dass Europa starke Banken braucht. Niemand stellt die Idee einer europäischen Bankenunion grundsätzlich infrage, und doch existiert sie bisher nicht.

Die entscheidende Frage lautet jedoch: Entsteht durch eine feindliche Übernahme der Commerzbank durch Unicredit tatsächlich ein stärkeres europäisches Institut? Oder entsteht lediglich ein größerer Konzern mit erheblichen Risiken für Beschäftigte, Kunden und den Finanzstandort Deutschland?

Die Bundesregierung ist gut beraten, an ihrem bisherigen Kurs festzuhalten und die Unabhängigkeit der Commerzbank zu verteidigen.

Was gegen die Übernahme spricht

Erstens ist die europäische Bankenunion bis heute unvollendet. Es gibt weder ein gemeinsames Einlagensicherungssystem noch einen vollständig integrierten europäischen Bankenmarkt. Solange diese Grundlagen fehlen, führt eine grenzüberschreitende Übernahme nicht zu einem vermeintlichen europäischen Champion.

Die Behauptung, ausgerechnet diese feindliche Übernahme, die auf Misstrauen aufbaut, sei ein Meilenstein europäischer Integration, bleibt daher unbelegt.

Zweitens sollten sich Beschäftigte und Politik auch weiterhin nicht von kurzfristigen Garantien blenden lassen. Die wirtschaftliche Logik dieser versuchten feindlichen Übernahme basiert ausschließlich auf Kostensenkungen, also massivem Stellenabbau.

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Questions ouvertes

  • Wie wirkt sich der Stellenabbau aus?
  • Bleibt der Finanzstandort Deutschland stark?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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