Dernière minute
DEDruck auf Pedro Sánchez: 60.000 unerwartete Ankünfte in CeutaSEDrönarbomb hittad vid flygplats i Tyskland - misstänkt attentatsförsökTRİngiltere ve Fransa Anlaşması Altında Kalan Göçmenlerin BelirsizliğiCRYPTO-ENBitMEX Co-Founder Predicts AI Boom Could Trigger 2008-Style Crisis, Send Bitcoin to $1 MillionFRDonald Trump multiplie les affirmations sur des négociations avec l’Iran malgré les démentis de TéhéranDEInfantino lädt Medienberichten zufolge zu Krisensitzung der FIFA nach MarokkoDEVersuchter Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle: Drohne mit Sprengsatz entdecktTRTelegram, App Store’dan kısa süreliğine kaldırıldıktan sonra geri döndüINTLSpain Identifies Suspected Jihadists Among Migrants Who Crossed to CeutaTRÇin, ABD'nin Yaptırımlarına Karşılık Verdi: 6 Amerikan Şirkete YaptırımDEDruck auf Pedro Sánchez: 60.000 unerwartete Ankünfte in CeutaSEDrönarbomb hittad vid flygplats i Tyskland - misstänkt attentatsförsökTRİngiltere ve Fransa Anlaşması Altında Kalan Göçmenlerin BelirsizliğiCRYPTO-ENBitMEX Co-Founder Predicts AI Boom Could Trigger 2008-Style Crisis, Send Bitcoin to $1 MillionFRDonald Trump multiplie les affirmations sur des négociations avec l’Iran malgré les démentis de TéhéranDEInfantino lädt Medienberichten zufolge zu Krisensitzung der FIFA nach MarokkoDEVersuchter Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle: Drohne mit Sprengsatz entdecktTRTelegram, App Store’dan kısa süreliğine kaldırıldıktan sonra geri döndüINTLSpain Identifies Suspected Jihadists Among Migrants Who Crossed to CeutaTRÇin, ABD'nin Yaptırımlarına Karşılık Verdi: 6 Amerikan Şirkete Yaptırım
Newsgather
RetourDana Schutz in der Pinakothek der Moderne: Der Triumph der Ausnahmekünstlerin
Dana Schutz in der Pinakothek der Moderne: Der Triumph der Ausnahmekünstlerin
Culture
Die Weltil y a 4 heuresCulture4 min de lectureGermany

Dana Schutz in der Pinakothek der Moderne: Der Triumph der Ausnahmekünstlerin

Die Ausstellung „Trouble and Appearance“ in der Münchner Pinakothek der Moderne feiert die US-amerikanische Künstlerin Dana Schutz als Meisterin aller klassischen Disziplinen.

L'essentiel

  • Die US-Künstlerin Dana Schutz begeistert mit ihrer Ausstellung „Trouble and Appearance“ in der Münchner Pinakothek der Moderne.
  • Die Schau zeigt Malerei, Skulpturen sowie beeindruckende Papier- und Kohlearbeiten der Ausnahmekünstlerin.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Dana Schutz gilt als eine der profiliertesten amerikanischen Künstlerinnen ihrer Generation und feierte in den letzten Jahren europaweit große Retrospektiven.

Taille de police

Irgendwann am Eröffnungsabend stand die eher zierliche Künstlerin vor einem großformatigen Gemälde mit dem Titel „The Health“ und nahm in der ihr eigenen Demut ungläubig die Komplimente der Besucher entgegen. Soweit sich ihre Regungen hinter ihrer großen Brille und unter ihrem unbändigen Lockenkopf überhaupt richtig lesen ließen, schien Dana Schutz jede Eloge nur noch verlegener zu machen. Und während sie in immer kürzerer Abfolge errötete, den Kopf schüttelte und abwehrend die Hände hochwarf, meinte man, sie für einen kurzen, surrealen Moment tatsächlich schrumpfen zu sehen, während der überlebensgroße Bodybuilder auf dem Bild hinter ihr seine Muskeln nun noch entschiedener flexte.

Und doch konnte die hinreißende Unschuldsperformance der Künstlerin nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Münchner Kraftakt ganz der ihre war, dass es Dana Schutz selbst war, die hier und überall sonst, wo sie ausstellt, ihre Muskeln flext.

„Trouble and Appearance“ heißt die Schau, die noch bis zum 5. Oktober in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen ist. Und erst hier, in den Erdgeschoss-Räumen der Staatlichen Graphischen Sammlung, wird vollends klar, dass der 49-Jährigen in den letzten Jahren ein ebenso beispielloser wie generalstabsmäßig durchexerzierter Europa-Feldzug geglückt ist, der sie fernab ihrer Heimat New York als die amerikanische Ausnahmekünstlerin ihrer Generation etabliert.

Da waren 2023 und 2024 die gefeierten Retrospektiven im dänischen Louisiana Museum und im Pariser Musée d’Art Moderne. Hauptsächlich auf ihre Malerei fokussiert, ließen sie die Besucher die Entwicklung von frühreifen Meisterwerken wie „Presentation“ (2005 – heute in der Sammlung des MoMA) über ihre fast kubistisch konstruierten Personen-Tableaux hin zu der expressiven Pinselführung nachverfolgen, die seit ungefähr 2018 dominiert und mit jedem Jahr freier zu werden scheint.

Und da war, in diesem Frühjahr, die Premiere ihrer bislang größten Skulptur „Blind Boat“ im Park des norwegischen Kistefos-Museums – ein Schiff, auf dem zwei Einäugige und ein Blinder einem Sturm trotzen, während letzterer einen einzelnen Augapfel wie einen Nebelscheinwerfer in die Höhe reckt. Von Schutz neun mal sieben Meter groß in Ton geformt und dann in Bronze gegossen, ist „Blind Boat“ nicht nur ein Paradebeispiel ihrer psychedelisch-dystopischen Allegorien, es ist auch ein zwölf Tonnen schweres – und dabei unheimlich leicht wirkendes – Testament ihrer grenzenlosen Ambition.

Und nun „Trouble and Appearance“ in München: Auch hier zeigt Schutz Malerei. Leihgaben aus den letzten Jahren sowie speziell für diese Ausstellung entstandene Gemälde wie das virtuose Panoramaformat „The Ritual“, auf dem links unter einem blühenden Apfelbaum einem Trauerzug der Sarg entgleitet, während rechts der Leichenschmaus schon in vollem Gang ist. Auch hier zeigt Schutz noch einmal, dass sie als Bildhauerin ebenfalls in einer ganz eigenen Liga spielt: Ihre „Sea Group“, die monumentale Bronze einer sich im Kreis in den Armen haltenden Menschengruppe, scheint in der offensichtlich steif wehenden Meeresbrise kurz vor dem Abheben zu sein.

Und doch sind es die Papierarbeiten, die hier der Skulptur und den Gemälden die Schau stehlen – und ihren Ruf als Meisterin aller klassischen Disziplinen zementieren. Den Auftakt macht eine Gruppe von Skizzen, die dem Schutz-geschulten Betrachter ermöglichen, einen großen Teil ihres malerischen Oeuvres der letzten Dekade vor seinem inneren Auge zu rekonstruieren. Dicht an dicht in einer Art Wolkenform gehangen, lässt sich jede einzelne Skizze einem Gemälde zuordnen – was gleich zu Beginn die Beweisführung abschließt, dass ihre Malerei aus der Zeichnung geboren ist.

Es sind eben jene kleinformatigen Skizzen, die während der Arbeit im Studio neben den großen Leinwänden (und Skulpturen) hängen und, dank der besonderen Gabe der Künstlerin, auf kleinstem Raum nicht nur die Komposition vorgeben, sondern auch die Stimmung, den Schwung, die gesamte Dynamik und innere Logik des im Entstehen begriffenen Werkes.

In der tunnelartigen Passage, die zu den Sälen führt, die die Graphische Sammlung als Ausstellungsfläche nutzt, präsentiert Schutz in Wandvitrinen eine neue Gruppe von Monotypien. Schicht für Schicht trug sie hierfür spezielle Aquarellfarben auf eine Holzplatte auf – so lange, bis die Vertikalpresse der New Yorker Two-Palms-Werkstatt mit circa 680.000 Kilo Druck von oben die Farben aus dem Holz in ein angefeuchtetes Papier presst. Was technisch mehr als anspruchsvoll klingt, erfordert für Schutz vor allem eine fast schon hellseherische Antizipation. Die von ihr zuerst gemalte Schicht erscheint auf dem Papier zuoberst, die zuletzt gemalte zuunterst, während sich die Farbüberlagerungen noch schwerer kalkulieren lassen. Dass die Ergebnisse wie „The Rally“ (2026) nie ihre Mühen verraten oder zur bloßen Demonstration technischer Virtuosität werden, macht sie nur noch überzeugender.

Auch die Haupträume, in denen neue, großformatige Kohlezeichnungen in direkten Dialog mit Malerei und Skulptur treten, bekräftigen die im Grafikkreuzgang entwickelte Hypothese: Wer so arbeitet, als würden es ihm höhere Wesen befehlen, wird nie als Streber dastehen.

Und tatsächlich sind es gerade die Kohlearbeiten wie das sechs Meter breite Totenbild „Catcher“ oder die an Max Beckmann erinnernde „Table Scene“, die dann vollends wirken, als seien sie nicht mehr von dieser Welt. Mit schlafwandlerischer Sicherheit orchestriert Dana Schutz ihre Mittel, lässt ohne die Möglichkeit einer Korrektur ihren Strich Körperkonturen auf sechs Meter Breite spannen und setzt die unterschiedlichsten Zeichenmodi – von kalt bis heiß, von fast schon skulptural wirkender Schraffage bis zur nervös-abstrakten Geste – auf eine so noch nicht gesehene Art ein, die der Kurator der Ausstellung, Michael Hering, in seinem Eröffnungsvortrag als „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ umschrieb.

Überhaupt: Der Münchner Triumph der Dana Schutz ist auch ein Triumph des Direktors der Staatlichen Graphischen Sammlung, der nun schon seit zehn Jahren mit einem Programm auf höchstem internationalen Niveau im Alleingang die Ehrenrettung der Pinakothek der Moderne betreibt, während die eigentliche Direktion für Gegenwartskunst den Museumstanker in einer Art Wachkoma zuverlässig an jeder Relevanz vorbei steuert, (oder mit Peinlichkeiten wie einer Flatz-Retrospektive gleich öffentlichkeitswirksam Leck schlagen lässt).

Und so dankte auch Dana Schutz am Eröffnungsabend zuvorderst Michael Hering, der mit seiner Ausstellungsidee nicht nur ganz neue Werkgruppen inspiriert hatte, sondern ihr auch ermöglichte, „mit meinen Helden Baselitz, Beckmann, Kokoschka und Kirchner unter einem Dach auszustellen.“

Als man sie später dann vor ihrem Bodybuilder stehen sah, dessen Haare und zu groß geratenes Ohr tatsächlich eine direkte Hommage an Baselitz’ „Ralf-Kopf“ zu sein scheinen und der Berge rohen Fleisches verschlingt wie seine Schöpferin die Malereigeschichte, da konnte man nicht umhin, in Dana Schutz die personifizierte Rache an Benjamin Buchloh zu sehen – dem deutschen Kunsthistoriker, der in seinem wirkmächtigen „Ciphers of Regression“-Essay figurativen, auf Handwerk und Traditionen rekurrierenden europäischen Malern wie Baselitz autoritäre Tendenzen vorgeworfen hatte.

„Trouble and Appearance“ zeigt Schutz auf dem vorläufigen Höhepunkt ihres Schaffens. Und „The Health“ erinnert uns daran, dass man sehr trainierte Maler-Muskeln braucht, um sich am Erbe seiner Helden nicht zu verheben.

Bis zum 4. Oktober 2026 in der Münchner Pinakothek der Moderne

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Ausstellung läuft bis zum 4. Oktober 2026 in der Münchner Pinakothek der Moderne.

    Très probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wie wird die Ausstellung von den Besuchern bis zum Oktober angenommen?

Sujets liés

This article was originally published by Die Welt.

Articles liés

Plus sur ce sujetdana schutz