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DAX fällt unter 25.000 Punkte – Ölpreise steigen
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Tagesschau Wirtschaft03.06.2026Business3 dk okumaGermany

DAX fällt unter 25.000 Punkte – Ölpreise steigen

L'essentiel

  • Der deutsche Aktienmarkt belastet durch Spannungen im Iran, steigende Ölpreise und US-Zolldrohungen.
  • Der DAX fiel unter die Marke von 25.000 Punkten.
  • Die EU wehrt sich gegen US-Vorwürfe bezüglich Zwangsarbeit.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

The German stock market (DAX) is experiencing pressure due to rising oil prices and geopolitical tensions in the Middle East, particularly involving Iran. Additionally, new tariff threats from the US against numerous economies, including the EU, are creating uncertainty.

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Die Lage im Iran bleibt angespannt, die Ölpreise ziehen weiter an und es gibt neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump: All das belastete den deutschen Aktienmarkt. Der DAX fiel zur Wochenmitte unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Zum Handelsschluss steht ein Minus von 1,3 Prozent, bei 24.795 Zählern.

Der erneute Aufstieg auf Rekordhöhen werde für den DAX zunehmend beschwerlicher, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Statt neuer Friedenssignale im Iran-Konflikt drückten Meldungen über militärische Eskalationen und frische US-Zolldrohungen die Stimmung. "Auf dem Weg zum Gipfel gleicht jede neue Belastung einem weiteren Stein im Rucksack der Anleger, während die Luft in der Nähe der Rekordstände immer dünner wird", resümierte der Experte.

Die USA drohten 60 Volkswirtschaften neue Zölle an, weil sie Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen unter anderen die Europäische Union (EU), Großbritannien, Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen. "Dies führt dazu, dass US-amerikanische Arbeitnehmer gezwungen sind, weltweit unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren", sagte der Handelsbeauftragte Jamieson Greer laut der Mitteilung.

Die EU und zahlreiche Regierungen wehren sich gegen die Anschuldigungen. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, bezeichnete den Vorwurf als völlig absurd.

Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten fragil: Ungeachtet der von US-Präsident Donald Trump befeuerten Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges sind die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran in der vergangenen Nacht eskaliert, beide Länder haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Die Preise für Rohöl der Nordsee-Sorte Brent und US-Leichtöl WTI stiegen um 2,5 bis drei Prozent, auf 98,05 und 96,08 Dollar je Barrel (159 Liter).

Steigende Ölpreise infolge neuer Spannungen im Nahen Osten haben die Rekordjagd an der Wall Street vorerst gestoppt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Mittwoch 0,3 Prozent tiefer bei 51.155 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq lagen jeweils 0,2 Prozent im Minus bei 7595 und 27.018 Zählern.

In den USA rückten heute zudem Konjunkturdaten in den Blick: Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Mai stärker als erwartet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 0,9 Punkte auf 54,5 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,8 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index bleibt damit weiter klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität. Nachdem der Dienstleister ADP außerdem mitteilte, dass die US-Privatwirtschaft im Mai ein wenig mehr neue Stellen geschaffen hat als prognostiziert, rückt allmählich der offizielle Jobbericht am Freitag ins Blickfeld.

Mit Spannung werden heute Abend die Ergebnisse der turnusmäßigen DAX-Überprüfung erwartet. Sowohl Lufthansa als auch Hochtief haben gute Chancen, wieder in die erste Börsenliga aufzusteigen. Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Wackelig könnte es für den Online-Modehändler Zalando und die Automobil-Holding Porsche SE werden. Die Deutsche Börse überprüft alle drei Monate die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex. In Kraft treten etwaige Änderungen dann am Montag, dem 22. Juni.

Auf dem Weg zum reinen Rüstungskonzern ist Rheinmetall einen großen Schritt weitergekommen. Das Unternehmen gab heute bekannt, dass es einen Vertrag zum Verkauf des größten Teils seiner Kfz-Zuliefersparte an die Münchner Industrieholding Aequita unterschrieben hat. Die Transaktion soll im vierten Quartal vollzogen sein. Der Verkaufspreis liegt bei 350 Millionen Euro. In dem verkauften Unternehmensteil sind rund 6.200 Beschäftigte tätig, bei Rheinmetall verbleiben 34.000.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Potential changes to DAX composition will be implemented.

    Très probable · En quelques jours

  • Rheinmetall will complete the sale of its automotive supplier division.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • What specific products are targeted by the new US tariffs?
  • Will the EU retaliate against the US tariff threats?
  • How will the DAX composition review affect the market?
  • What is the likelihood of further military escalation between the US and Iran?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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