DAX fällt zum Handelsstart um 0,2 Prozent auf 24.044 Punkte
Anleger warten auf Zinsentscheidungen der großen Zentralbanken und Tech-Quartalszahlen
L'essentiel
- Der DAX startet mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 24.044 Punkten.
- Die Anleger blicken gespannt auf die Zinsentscheidungen von Fed, EZB und BoE sowie die Quartalszahlen der US-Tech-Giganten.
- Die Iran-US-Friedensverhandlungen und die Straße von Hormus bleiben zentrale geopolitische Unsicherheitsfaktoren.
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Der DAX fällt zum Handelsstart um 0,2 Prozent auf 24.044 Punkte zurück. Gestern hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent leichter geschlossen bei 24.083 Punkten. Damit knüpfte er zum Wochenstart an die Verluste der Vorwoche an, in der er 2,3 Prozent eingebüßt hatte. "Was der Markt jetzt braucht, ist ein klares Signal, dass sich die iranische und die US‑amerikanische Seite in den Friedensverhandlungen annähern und dass es eine klare Perspektive für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus gibt", schreibt Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Es sind aber weitere Themen, die derzeit Aufmerksamkeit der Anleger in Anspruch nehmen. Neben den stockenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran konzentrieren sich die Investoren auf zwei Dinge: zum einen die Geldpolitik. Vor den Zinsentscheidungen der wichtigsten Zentralbanken herrsche ein gespanntes Abwarten, heißt es von der Helaba. In dieser Woche verkünden die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of England und die EZB ihren Zinsentscheide. Die Bank of Japan war heute an der Reihe: Die japanischen Währungshüter ließen den Leitzins diesmal noch unverändert. Aber die Zeichen stehen auf Erhöhung. So ähnlich dürften Experten zufolge auch die Entscheidungen der anderen Zentralbanken ausfallen: erst Abwarten, dann den Zins im Jahresverlauf erhöhen, falls es erforderlich sein sollte. Denn viele Volkswirtschaften haben wegen des Iran-Kriegs und gestiegener Energiepreise wieder mit einer steigenden Inflation zu kämpfen. Mit höheren Leitzinsen wollen die Notenbanken den Preisdruck senken. Aber es gibt Nebenwirkungen: Kredite und Investitionen werden für Verbraucher und Unternehmen teurer, die ohnehin schwache Konjunktur wird gedämpft. "Die Fed und andere wichtige Zentralbanken müssen zwischen Wachstum und Inflation abwägen. Angesichts dieser schwierigen Entscheidung dürften sie die Leitzinsen in dieser Woche unverändert lassen", kommentieren die Marktexperte von Blackrock. Außerdem steht die Bilanzsaison im Fokus. In dieser Woche legen unter anderem fünf der sieben größten US-Tech-Konzerne ihre Zahlen vor: Amazon, Meta, Alphabet, und Microsoft lassen sich am Mittwoch in die Bücher sehen, Apple ist am Donnerstag an der Reihe. Zahlt sich die KI-Wette aus? Die Investoren erhoffen sich eine Antwort auf diese Frage. Denn vor allem die Nachfrage nach Aktien der Technologiekonzerne ist der Grund für die jüngste Rekordserie an der Wall Street. "Die Berichtssaison wirkt aktuell wie ein Gegengewicht zur Geopolitik", meint Timo Emden von Emden Research. "Insbesondere die Zahlen der großen US Technologiekonzerne haben das Potenzial, die Marktstimmung spürbar zu beeinflussen." Bislang haben 139 Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht. 81 Prozent davon haben die Erwartungen der Experten zwar übertroffen. Analysten rechnen nach Daten der LSEG mit einem Gewinnwachstum von 16,1 Prozent im Jahresvergleich.







