Dax nähert sich 25.000-Punkte-Marke – Anleger blicken auf Inflation und US-Daten
L'essentiel
- Der Dax klettert am Dienstag um 1,5 Prozent auf 24.996 Zähler und nähert sich der 25.000-Punkte-Marke.
- Anleger warten gespannt auf Inflationsdaten aus der Eurozone und wichtige US-Konjunkturindikatoren wie den ADP-Arbeitsmarktbericht und den ISM-Einkaufsmanagerindex.
- Geopolitische Spannungen im Nahen Osten bleiben ein Unsicherheitsfaktor.
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Pourquoi c'est important
Der Dax nähert sich der 25.000-Punkte-Marke, während Anleger auf wichtige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA warten. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgen für Unsicherheit.
Der Dax nähert sich Anfang der Woche wieder der 25.000-Punkte-Marke. Anleger richten den Blick auf Inflationsdaten aus der Eurozone und wichtige US-Konjunkturtermine. Markus Hinterberger und Vivian Melchert 01.07.2026 - 06:35 Uhr Artikel anhören
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt
Düsseldorf. Auf einen zähen Wochenbeginn am deutschen Aktienmarkt sind am Dienstag kräftige Kursgewinne gefolgt. Der Dax schloss am Dienstag im Plus mit 1,5 Prozent bei 24.996 Zählern und erreichte somit fast die Marke von 25.000 Punkten. Einmal mehr wagte sich der deutsche Leitindex nur zeitweise darüber. Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax vorbörslich am Mittwochmorgen unverändert.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt aber die Lage im Nahen Osten. Nach neuen militärischen Eskalationen in der Straße von Hormus gibt es vorerst keine neuen Gespräche mit dem Iran.
Am Mittwoch richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf die vorläufigen Inflationsdaten aus der Eurozone. In den USA stehen mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht und dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe zwei wichtige Konjunkturindikatoren auf der Agenda.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Die Erholung an den US-Börsen setzte sich am Dienstag fort. Ungeachtet der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten schlossen die US-Börsen ein starkes Quartal ab.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,3 Prozent auf 52.318 Punkte.
Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,8 Prozent auf 7.499,22 Stellen zu.
Der technologielastige Nasdaq notierte 1,5 Prozent im Plus bei 26.214 Punkten.
2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
Die Sorge über stockende Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie ein schwacher Yen prägten die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch.
Der japanische Nikkei-Index legt 0,3 Prozent auf 70.247 Punkte zu.
Die Börse in Shanghai gewinnt 0,7 Prozent.
Dagegen gibt der südkoreanische Kospi 1,4 Prozent nach.
Teheran erklärte, es werde sich nicht mit US-Gesandten treffen, die in die Region geflogen waren. Zudem hielten sich Anleger wegen möglicher Interventionen der japanischen Regierung zurück, da der Yen auf ein neues 40-Jahres-Tief fiel. Belastend wirkten auch gestiegene Renditen für US-Staatsanleihen, da die Erwartungen auf Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zunahmen.
3 – Einkaufsdaten China
Außerdem erschien in China der Caixin-Einkaufsmanagerindex Industrie für den Monat Juni. Der Index fiel im Juni leicht auf 51,7 Punkte, nach 51,8 im Mai. Analysten hatten mit einem etwas höheren Wert gerechnet. Der Index liegt zwar weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten – alles darüber bedeutet, dass die Industrie wächst –, das Tempo lässt aber nach. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator für die chinesische Wirtschaft aus privatwirtschaftlicher Perspektive.
Einkaufsmanagerindex
„Überraschung für die Märkte“: Exportboom treibt Chinas Wirtschaft im Juni an
Unterdessen zeigt der Caixin einen Kontrast zu den am gestrigen Dienstag veröffentlichten staatlichen Daten. Der vom nationalen Statistikamt veröffentlichte Index hatte für Juni einen leichten Anstieg angezeigt, getrieben vor allem von starken Exportzahlen.
Der Unterschied erklärt sich durch die verschiedenen Stichproben: Während der Staatsindex vor allem große Staatskonzerne erfasst, spiegelt der Caixin-Index die Lage bei kleineren, privaten und exportorientierten Betrieben wider – und gilt daher als zuverlässigerer Frühindikator für die tatsächliche Stimmung in der chinesischen Wirtschaft.
4 – Inflation Euro-Zone
Um 11 Uhr legt Eurostat die Schnellschätzung zur Inflation im Monat Juni vor. Zuletzt lag die Gesamtinflation nahe am Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) bei 2,0 Prozent. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel verharrte jedoch hartnäckig über 2,5 Prozent. Überraschend niedrige Inflationszahlen würden die Erwartungen an eine weitere Zinssenkung der EZB befeuern und damit Anleihen sowie zinssensitive Aktien bewegen.
Im Mai war die Inflation in der Euro-Zone infolge des Irankriegs erneut gestiegen. Waren und Dienstleistungen waren im Schnitt 3,2 Prozent teurer als vor einem Jahr.
5 – Arbeitsmarkt USA
Um 14.15 Uhr wird der ADP-Bericht bekannt. Er gilt als erster wichtiger Vorindikator für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag erscheint. Starke Zahlen würden den Dollar stützen, gleichzeitig aber Zinssenkungserwartungen der Federal Reserve dämpfen.
6 – Einkaufsdaten USA
Um 16 Uhr veröffentlicht das Institute for Supply Management den ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie. Der Frühindikator bewegt Märkte weltweit und ist zuletzt zwischen Expansion und Kontraktion gependelt. Ein überraschend schwacher Wert könnte Zinssenkungsfantasien befeuern und US-Aktien kurzfristig stützen.
Termine Unternehmen
08:00 Uhr, Großbritannien: Associated British Foods, Q3-Umsatz
10:00 Uhr, Deutschland: Telefonica Deutschland, Hauptversammlung
10:00 Uhr, Deutschland: Norma, Hauptversammlung
10:00 Uhr, Österreich: Voestalpine, Hauptversammlung
11:00 Uhr, Deutschland: Hermle, Hauptversammlung
14:00 Uhr, Deutschland: Rational, Pre-Close-Call 1. Halbjahr 2026
17:45 Uhr, Deutschland: Continental, Pre-Close-Call 1. Halbjahr 2026
USA: General Mills, Q4-Zahlen
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Termine Konjunktur
01:50 Uhr, Japan: Tankan Q2/26
02:30 Uhr, Japan: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26 (2. Veröffentlichung)
03:45 Uhr, China: RatingDog PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26
06:30 Uhr, Niederlande: Verbraucherpreise 6/26 (vorläufig)
08:30 Uhr, Schweiz: Einzelhandelsumsatz 5/26
09:00 Uhr, Australien: Verbraucherpreise 6/26 (vorläufig)
09:15 Uhr, Spanien: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26
09:45 Uhr, Italien: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26
09:55 Uhr, Deutschland: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26 (2. Veröffentlichung)
10:00 Uhr, Europa: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26
09:30 Uhr, Schweiz: PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26
11:00 Uhr, Europa: Verbraucherpreise 6/26 (vorläufig)
12:00 Uhr, Portugal: Industrieproduktion 5/26
14:15 Uhr, USA: ADP-Beschäftigungsänderung 6/26
15:45 Uhr, USA: S&P Global PMI Verarbeitendes Gewerbe 6/26 (2. Veröffentlichung)
16:00 Uhr, USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 6/26
16:00 Uhr, USA: Bauinvestitionen 5/26
16:30 Uhr, USA: EIA-Ölbericht (Woche)
18:00 Uhr, Russland: Einzelhandelsumsatz 5/26
18:00 Uhr, Russland: Arbeitslosenquote 5/26
Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.
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Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
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Starke US-Arbeitsmarktdaten würden den Dollar stützen und Zinssenkungserwartungen dämpfen.
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Questions ouvertes
- Wie werden die Inflationsdaten die EZB-Politik beeinflussen?
- Welche Auswirkungen haben die US-Arbeitsmarktdaten auf die Fed-Zinspolitik?
- Entschärfen sich die Spannungen im Nahen Osten?






