DAX schließt fester – Tech-Rally stützt deutsche Börse
L'essentiel
- Der deutsche Aktienmarkt profitiert von der Technologie-Rally in den USA.
- Der DAX schloss 1,5 Prozent höher bei 24.995 Punkten.
- Die Inflation in Deutschland sinkt, während die EZB weitere Zinserhöhungen signalisiert.
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Pourquoi c'est important
Der deutsche Aktienmarkt bleibt von der Rally an den Technologiebörsen abhängig. Die Inflation in Deutschland ist im Juni weiter gesunken.
Der deutsche Aktienmarkt bleibt von der laufenden Rally an den Technologiebörsen abhängig. Heute mit gutem Ende: Der DAX schloss 1,5 Prozent höher bei 24.995 Punkten. Gestern war der wichtigste deutsche Aktienindex mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel gegangen.
"Die Erholung an den Börsen bleibt intakt", schrieb Marktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Vor allem in den USA seien bei den Tech-Werten wieder Schnäppchenjäger unterwegs und trieben den Nasdaq 100 weiter nach oben. Auch die Börsenstatistik spreche klar für den Juli, der historisch zu den stärkeren Börsenmonaten zähle.
Die New Yorker Börsen legten bis zum späten Nachmittag weiter zu. Besonders die Technologiebörse Nasdaq baute ihre starken Gewinne von gestern aus. Der Nasdaq 100 hatte gestern um 2,25 Prozent zugelegt.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt indes die Lage im Iran-Konflikt. Nach der jüngsten militärischen Eskalation gibt es trotz einer Reise von US-Vertretern nach Katar vorerst keine neuen direkten Gespräche der Kriegsparteien.
Zum Ende des ersten Börsenhalbjahres ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Während der DAX in den vergangenen sechs Monaten kaum von der Stelle kam und nur leicht zulegte, sieht es in Asien anders aus. Beim südkoreanischen Kospi betrage das Plus 65 Prozent, beim japanischen Nikkei 225 rund 37 Prozent, betonten die Marktstrategen der Deutschen Bank.
Die beiden asiatischen Indizes sind technologielastig, viele Technologiewerte und Chiphersteller sind in ihnen vertreten. Auch die US-Technologiebörse Nasdaq hat deshalb deutlich zugelegt. Der deutsche Leitindex DAX ist dagegen eher von Industrie, Maschinenbau, Pharma oder der Autobranche geprägt.
Der wichtigste Konjunkturtermin des Tages waren die deutschen Inflationsdaten um 14 Uhr. Auch hierzulande hat die Teuerung an Tempo verloren. Im Juni lagen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach 2,6 Prozent im Mai. Die Verbraucherpreise in der Eurozone spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
Die EZB hatte am 11. Juni erstmals seit fast drei Jahren den Leitzins angehoben. Aktuell liegt er bei 2,25 Prozent. Aus Sicht der deutschen EZB-Direktorin Isabel Schnabel dürfte die Notenbank die Zinszügel noch weiter anziehen. "Um die Inflation mittelfristig wieder auf unseren Zielwert von zwei Prozent zurückzubringen, werden wir aus heutiger Sicht die Zinsen weiter anheben müssen", sagte sie jüngst in einem Interview mit der Zeit.
Mit Adidas hat auch der DAX einen direkten Verlierer des frühen WM-Ausscheidens der deutschen Kicker. Die Aktie des Sportartikelherstellers gab in Reaktion darauf zunächst um mehr als zwei Prozent nach, konnte sich dann aber etwas erholen. Am Montag war das Papier zeitweise noch auf den höchsten Stand seit acht Monaten geklettert.
Die Verkäufe der deutschen Nationaltrikots, die in dieser WM letztmalig von Adidas kamen, dürften ab sofort deutlich leiden. Immerhin sind aber noch acht der insgesamt 14 WM-Teams, die von Adidas ausgestattet werden, im Turnier.
Stärkster DAX-Wert war Siemens Energy mit einem Plus von mehr als fünf Prozent. Am Montagabend hatte sich der Energietechnikkonzern, der auch als KI-Profiteur gilt, gegenüber Analysten positiv zum Geschäftsverlauf geäußert. Analyst Nikolas Demeter von der Privatbank Metzler geht davon aus, dass die Geschäfte mit Gas- und Dampfturbinen sowie im Bereich der Stromübertragung und Energiespeicherung im dritten Geschäftsquartal positiv überraschen.
Auffallend schwach präsentierte sich die Telekom-Aktie, die auf einen weiteren Tiefststand seit 2024 absackte. Experte Polo Tang von der UBS nannte zwei Gründe für die jüngste Kursschwäche: Die Sorge vor Satelliten-Konkurrenz für den US-Markt sowie Skepsis der Anleger hinsichtlich eines Zusammenschlusses mit T-Mobile US. Dabei laufe das operative Geschäft eigentlich robust.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
EZB wird Zinsen weiter anheben müssen, um Inflation auf 2% zu senken.
Probable · Moyen terme
Questions ouvertes
- Wie wird sich der Iran-Konflikt weiterentwickeln?
- Wird die EZB die Zinsen weiter anheben müssen?
- Wie werden sich die Aktien von Adidas und Telekom weiter entwickeln?





