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Dax startet verhalten in die Woche – Sorgen um Inflation und Naher Osten belasten
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Handelsblatt18/05/2026Business2 min de lectureGermany

Dax startet verhalten in die Woche – Sorgen um Inflation und Naher Osten belasten

L'essentiel

  • Der deutsche Leitindex Dax eröffnet die Woche mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 23.833 Punkten.
  • Inflations- und Konjunktursorgen sowie fehlende Fortschritte im Nahen Osten belasten die Märkte.
  • Analysten warnen vor weiteren Kursverlusten.

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Düsseldorf. Der deutsche Leitindex startet verhalten in die neue Woche und öffnet den Handel am Montagmorgen bei 23.833 Punkten rund 0,5 Prozent im Minus. Inflations- und Konjunktursorgen sowie fehlende Verhandlungsfortschritte im Nahen Osten hatten den Dax am Freitag bereits deutlich unter Druck gesetzt. Zum Handelsende büßte der deutsche Leitindex zwei Prozent auf 23.951 Zähler ein.

„Der Dax befindet sich damit an einer spannenden und zugleich gefährlichen Stelle“, so Thomas Altmann von QC Partners mit Verweis auf die Unterschreitung der 24.000-Punkte-Marke und der 200-Tage-Linie in der Vorwoche. Altmann befürchtet eine negative Signalwirkung, sollte sich die Entwicklung fortsetzen: „Ein weiteres Absacken könnte von vielen als negatives Zeichen gesehen werden und entsprechende Anschluss-Verkäufe nach sich ziehen“.

Schon seit Wochen verläuft das langfristige Trendbarometer seitwärts und signalisiert damit die Richtungssuche im Dax – bei starken Ausschlägen in beide Richtungen.

„Die Investoren sehen sich nach der Berichtssaison nur mit wenig positiven Impulsen, aber dafür umso mehr Risiken konfrontiert“, erklärt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, in einer Einordnung. Lipkow befürchtet, dass sich in den kommenden Wochen das Mai-Phänomen durchsetzen könnte – mit weiteren Kursverlusten und einem ausgedehnteren Sommerloch.

Auch am Ölmarkt spiegelte sich die politische Situation wider. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet rund 108 US-Dollar, WTI kostet rund 101 Dollar je Barrel. Der Ölpreisanstieg sowie das enorm hohe Niveau von Anleiherenditen bremsten am Freitag auch an der Wall Street die Kauflaune – und bestimmten am Morgen auch in Asien das Geschehen.

Die USA und Israel bereiten sich laut Berichten auf eine Wiederaufnahme ihrer Angriffe im Iran vor. Auf seiner Social-Media Plattform Truth Social drohte US-Präsident Donald Trump Teheran am Sonntag erneut mit Zerstörung: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“

Seit Anfang April gilt eine von Trump zuletzt einseitig verlängerte Waffenruhe. Spannungen in der Region hatten die Waffenruhe jedoch mehrfach ins Wanken gebracht.

Der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen sorgt in Washington zunehmend für Frust. Die „New York Times“ hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Krieges vor. Hintergrund sei, dass die Ziele – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht worden seien.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel stehen auch im Fokus der G7-Finanzminister, die ab Montag bei einem Treffen der führenden westlichen Industriestaaten in Paris zusammenkommen.

Bei dem Treffen bis Dienstag soll es außerdem um Welthandel, kritische Rohstoffe, Entwicklungsländer sowie den Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und organisierte Kriminalität gehen. Auch die weitere Unterstützung der Ukraine steht auf der Tagesordnung.

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This article was originally published by Handelsblatt.

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