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Dax verliert nach Rekordlauf an Schwung – Ölpreis steigt

L'essentiel

  • Nach drei Rekordtagen gibt der Dax nach.
  • Tech-Aktien, neue Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und steigende Ölpreise belasten die Märkte.
  • US-Indizes schließen ebenfalls im Minus.

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Nach drei Rekordtagen gibt der Dax nach. Tech-Aktien, neue Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und steigende Ölpreise belasten die Märkte. US-Indizes schließen ebenfalls im Minus.

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Nach drei Rekordtagen verliert der Dax an Schwung. Neben Tech-Verlusten belasten neue Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und steigende Ölpreise die Märkte. Andreas Neuhaus und Vivian Melchert 08.07.2026 - 06:13 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Nach dem jüngsten Rekordlauf hat ein Ausverkauf bei Technologie-Aktien die europäischen Aktienmärkte nach unten gezogen. Der Dax rutschte am Dienstag um 1,4 Prozent auf 25.465 Punkte ab, nachdem er an den drei vorangegangenen Handelstagen jeweils frische Rekordmarken erzielt hatte.

Am frühen Mittwochmorgen setzt sich der Trend nicht fort. Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax vorbörslich unverändert.

Nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Tage nahmen Anleger zunächst Gewinne mit. Gleichzeitig sorgten neue geopolitische Risiken rund um den Nato-Gipfel und die Spannungen im Iran-Krieg für Zurückhaltung. Zwar stützten überraschend starke deutsche Produktionsdaten die Stimmung, die schwache Industriekonjunktur blieb jedoch ein Belastungsfaktor. Zudem rückten steigende Ölpreise nach Berichten über Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus in den Fokus.

An den Börsen stehen am Mittwoch vor allem die neuen Weltwirtschaftsprognosen des IWF und der wöchentliche Ölbericht im Fokus. Unternehmensseitig blicken Anleger auf die Hauptversammlung von Meta, die Halbjahreszahlen der Würth-Gruppe und die Auslieferungsdaten von Airbus.

1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq

Die Sorge vor nachlassendem Interesse bei Künstlicher Intelligenz (KI) und vor einem Wiederaufkeimen der Angriffe im Nahen Osten belastet die US-Börsen. Nach anfänglichen Gewinnen schließen die großen US-Indizes im Minus.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones verzeichnete im Tagesverlauf einen Rekord bei 52.841 Punkten. Daraufhin drehte der Index allerdings ins Minus und schloss 0,25 Prozent tiefer bei 52.925 Zählern.

Der breiter gefasste S&P 500 schloss 0,45 Prozent im Minus bei 7503 Punkten.

Der technologielastige Nasdaq ging mit einem Minus von 1,16 Prozent und einem Zählerstand von 25.818 Zählern aus dem Handel.

2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat am Mittwoch den Ölpreis in die Höhe getrieben und für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. Nach US-Luftangriffen auf Ziele im Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten im Nahen Osten.

Der japanische Leitindex Nikkei ging mit einem moderaten Minus von 0,7 Prozent in die Mittagspause.

Der breiter gefasste Topix notierte etwa ein halbes Prozent im Minus.

Der südkoreanische Kospi geriet am Mittwochmorgen stärker unter Druck und notierte mehr als ein Prozent im Minus.

In China notierten sowohl der Shanghai Composite als auch der CSI300 mehr als ein halbes Prozent im Plus.

3 – Japanische Leistungsbilanz

Das japanische Finanzministerium veröffentlicht am frühen Morgen, wie sich die Leistungsbilanz des Landes entwickelt hat. Sie zeigt den Nettofluss von Transaktionen, einschließlich Waren, Dienstleistungen und Zinszahlungen an. Ein hoher Wert könnte die Landeswährung Yen stützen, die zuletzt unter Druck stand.

4 – Notenbanker-Reden

Im Laufe des Tages äußern sich verschiedene Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB). Zu ihnen gehören Bundesbank-Chef Joachim Nagel und José Luis Escrivá, Chef der Banco de España. Investoren erhoffen sich Hinweise auf die weitere Geldpolitik. Bei einer EZB-Konferenz über den Monatswechsel hatte es keine eindeutigen Signale gegeben.

5 – Rohöllagerbestände

Die US-Energiebehörde EIA berichtet um 16.30 Uhr deutscher Zeit, wie sich die Rohöllagerbestände in den USA entwickelt haben. Die Lagerbestände waren im Zuge des Irankriegs geschrumpft, als die Straße von Hormus im Nahen Osten blockiert worden war und wochenlang fast keine Öltanker die Meerenge passierten.

6 – Sitzungsprotokolle

Um 20 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht die US-Notenbank Fed das Protokoll ihrer Sitzung von Mitte Juni. Sie hatte den Leitzins damals unverändert gelassen, der neue Fed-Chef Kevin Warsh äußerte sich anschließend bewusst vage. Aus den Protokollen erhoffen sich Investoren nun konkretere Hinweise auf die weitere Geldpolitik.

Termine Unternehmen

09:30 Uhr, USA: Meta, Hauptversammlung

10:00 Uhr, Deutschland: WCM, Hauptversammlung

15:00 Uhr, Deutschland: Würth-Gruppe, Halbjahreszahlen

17:45 Uhr, Frankreich: Airbus, Auslieferungen/Aufträge 6/26

Termine Konjunktur

01:50 Uhr, Japan: Leistungsbilanz 5/26

04:00 Uhr, Neuseeland: Zentralbank, Zinsentscheid

08:45 Uhr, Frankreich: Leistungsbilanz 5/26

13:00 Uhr, USA: MBA Hypothekenanträge

15:00 Uhr, USA: Neue Weltprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF)

16:00 Uhr, USA: Großhandelsumsatz 5/26

16:30 Uhr, USA: EIA-Ölbericht (Woche)

20:00 Uhr, Deutschland: Fed-Sitzungsprotokoll 16./17.6.26

21:00 Uhr, USA: Konsumentenkredite

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Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.

Die Veröffentlichung der Daten zu den US-Rohöllagerbeständen hatten sich versehentlich schon in unserem Ausblick für den Handelstag am Dienstag befunden. Tatsächlich werden die Daten immer mittwochs veröffentlicht. Daher ist der Punkt ein zweites Mal in unserer Vorschau. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Mehr: Infineon wirbt für zweites TSMC-Werk in Dresden

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  • Wie entwickeln sich die Ölpreise weiter?
  • Welche Auswirkungen haben die IWF-Prognosen?
  • Wie reagieren die Notenbanken auf die Inflation?

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