Newsgather
RetourDeutsche Wirtschaftsverbände warnen vor AfD-Politik
Deutsche Wirtschaftsverbände warnen vor AfD-Politik
En développement
n-tv Wirtschaftil y a 1 heurePolitique3 min de lectureGermany

Deutsche Wirtschaftsverbände warnen vor AfD-Politik

L'essentiel

  • Arbeitgeberpräsident Dulger und BDI-Hauptgeschäftsführerin Gönner kritisieren die AfD scharf, sprechen ihr Wirtschaftskompetenz ab und warnen vor negativen Folgen ihrer Politik für Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze in Deutschland.
  • Sie lehnen eine Zusammenarbeit ab.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die AfD hofft auf große Erfolge bei bevorstehenden Wahlen, was aus Sicht des BDI und der Arbeitgeber fatal wäre, wenn die Partei ihre Pläne umsetzen würde.

Taille de police

Bei den bevorstehenden Wahlen kann die AfD auf große Erfolge hoffen. Aus Sicht des BDI und der Arbeitgeber wäre es fatal, wenn die Partei ihre Pläne in die Tat umsetzen würde.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner haben sich gegen die AfD positioniert und der Partei Wirtschaftskompetenz abgesprochen. Die Partei hat aus Sicht Dulgers keine Lösungen für die Probleme Deutschlands. "Für mich ist klar, dass die Lösungen für die Probleme, die wir in unserem Land haben, nur über die Parteien der Mitte erfolgen kann. Die sind im Moment vielleicht etwas weniger populär, als sie sonst waren, aber für mich ist das der einzige Lösungsweg", sagte Dulger.

Dulger sagte, er orientiere sich daran, was im Parteiprogramm stehe. "Und ich habe zum Beispiel bei einer AfD im Parteiprogramm: Die sind Anti-Euro, die sind Anti-EU, die sind Pro-Russland." Er könne mit einer Partei wenig anfangen, die so etwas im Parteiprogramm stehen habe, sagt der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unter Verweis auf eine Industrie- und Wirtschaftsnation wie Deutschland.

"Deswegen sehe ich im Dialog mit den Herrschaften von der AfD keinen Sinn und befasse mich lieber mit den Parteien der Mitte, wie die ihre Beliebtheit wieder verbessern können und auch ihre Problemlösungsansätze so verbessern können, dass sie wieder größere Mehrheiten finden."

Gönner vom Bundesverband der Deutschen Industrie sagte: "Die AfD ist keine Wirtschaftspartei. Alles, was ich bisher von ihr lese, zahlt nicht auf Wirtschaftswachstum oder Investitionen ein. Im Gegenteil: Es wird eher neue Unsicherheiten für Investitionen geben."

"Rückkehr zum Alten"

Mit Blick auf das AfD-Regierungsprogramm in Sachsen-Anhalt sagte Gönner: "Eine Aufhebung der Schulpflicht führt nicht zu einheitlichen Bildungsstandards und besseren Bildungschancen unserer Kinder. Wichtig ist für die Wirtschaft, dass wir handlungsfähige Regierungen auf der Basis unserer demokratischen Grundordnung und dieses Rechtsstaats haben. Die Politik muss handlungsfähig bleiben und immer wieder mit denen zusammenarbeiten, die lösungsorientiert sind. Ich nehme die AfD nicht als eine lösungsorientierte Partei wahr."

Auch bei der Energiepolitik biete die AfD keine Lösungen. "Sie verkauft uns eine Rückkehr zum Alten. Aber das führt nicht zu sinkenden Preisen, sondern zu Planungsunsicherheit und riskiert Wertschöpfung und industrielle Arbeitsplätze. Unternehmen brauchen planbare, bezahlbare und klimaneutrale Energie, schnelle Netze, Genehmigungen und Investitionssicherheit. Aus Unternehmenssicht trägt die AfD nicht zu Lösungen bei."

Zur Debatte um eine "Brandmauer" zur AfD sagte Gönner. "Diese Diskussion ist eine Aufgabe für die Politik. Für uns ist entscheidend: Unternehmen unterstützen die Demokratie und profitieren von ihr. Und wir brauchen eine handlungsfähige Regierung, damit wir wirklich erfolgreich sein können." Auch Dulger wollte sich zum Begriff der "Brandmauer" nicht näher äußern und nannte das Konzept einen politischen Begirff, an dem er sich nicht orientieren wolle.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse im Osten Deutschlands eine Bereitschaft zu Gesprächen mit allen anderen Parteien gefordert. Er sagte dem "Handelsblatt": "Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will." Der Begriff der Brandmauer steht für die Positionierung der Parteien, nicht mit der AfD zu kooperieren. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor einer Woche bei seiner Sommerpressekonferenz bekräftigt, die CDU werde nicht mit AfD und Linke zusammenarbeiten.

Questions ouvertes

  • Wie werden die Parteien der Mitte ihre Beliebtheit verbessern?
  • Wie wird die AfD auf die Kritik der Wirtschaftsverbände reagieren?
  • Welche konkreten Auswirkungen hätte eine AfD-Regierungsbeteiligung?

Sujets liés

This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

Articles liés

Polens PiS zerbricht nach Machtkampf zwischen Morawiecki und Kaczyński
En développement·il y a 13 minutes

Polens PiS zerbricht nach Machtkampf zwischen Morawiecki und Kaczyński

Die rechtskonservative polnische Oppositionspartei PiS ist nach einem Richtungsstreit zerbrochen. Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki verlässt die Partei mit 40 Abgeordneten nach einem Machtkampf mit Parteichef Jarosław Kaczyński, der eine rechtsradikale Ausrichtung bevorzugte. Die Spaltung schwächt die PiS und könnte die politische Landschaft Polens fragmentieren.

Die Welt
3 min de lecture
Hubig skeptisch zu Merz' angekündigtem Verbot von Enteignungen
En développement·il y a 1 heure

Hubig skeptisch zu Merz' angekündigtem Verbot von Enteignungen

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) äußert Skepsis gegenüber dem von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigten Verbot von Enteignungen von Immobilienunternehmen. Sie betont die verfassungsrechtlichen Schwierigkeiten eines solchen Verbots und eines Gesetzes zur Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen, während in Berlin ein Volksentscheid zur Enteignung umgesetzt werden könnte.

Die Welt
1 min de lecture
Plus sur ce sujetAfD