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Deutschlands Unternehmen: Umsatzriesen, aber fehlt das gewisse Etwas?
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FAZ07/07/2026Business2 min de lectureGermany

Deutschlands Unternehmen: Umsatzriesen, aber fehlt das gewisse Etwas?

L'essentiel

  • Die F.A.Z.-Liste zeigt Deutschlands Umsatzriesen, doch deren Geschäftsmodelle werden von Investoren oft geringer bewertet als die von globalen Tech-Unternehmen wie SpaceX.
  • Skalierbare Plattformen und ein "gewisses Etwas" fehlen oft.

Résumé généré par IA

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Die jährliche Liste des F.A.Z.-Archivs mit den größten Unternehmen zeigt, dass auch die kriselnde deutsche Wirtschaft Umsatzriesen hervorbringt, von denen es einige sogar unter die größten der Welt schaffen. Entscheidender jedoch ist, welchen Wert ihre Geschäftsmodelle in den Augen von Investoren entwickeln.

Auch Unternehmen brauchen das gewisse Etwas

Nur wer wertvoll ist, bekommt genug Kapital, um den technologischen, demographischen und politischen Wandel bewältigen zu können. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat sich aus dem Stand auf einen der vordersten Plätze nach Börsenwert katapultiert, obwohl seine Umsätze bei Weitem nicht für ein internationales Ranking reichen. Jedenfalls noch nicht.

Mit respektablem Umsatzwachstum allein kann man solche Sprünge nicht einholen. Es braucht noch ein gewisses Etwas, von dem SpaceX möglicherweise zu viel hat, die meisten großen deutschen Unternehmen aber zweifellos zu wenig. Was könnte das sein? Die internationale Konkurrenz, die den einstigen Exportchampion Deutschland mehr und mehr in den Schatten stellt, verfügt über schlagkräftige Markt- und Machtpositionen. Ihre Geschäftsmodelle beruhen vielfach auf skalierbaren Plattformen.

Was das bedeutet, haben die amerikanischen Internetkonzerne demonstriert. Suchmaschinen oder soziale Netzwerke gewinnen mit jedem weiteren Nutzer an Wert, ohne dass ihre Betriebskosten wesentlich steigen. Wer in solchen Märkten die Nummer eins ist, braucht keine Nummer zwei mehr zu fürchten. Die Ökonomie der Macht greift mittlerweile auch in klassischen Branchen um sich, etwa in der Autoindustrie. Beispiel sind Softwareplattformen für autonomes Fahren oder Produktionsnetzwerke für Antriebsbatterien.

Es klingt ironisch, dass Deutschlands momentan so gebeutelter Autochampion Volkswagen einst mit einer sogenannten Plattformstrategie der Konkurrenz davonfuhr. Gemeint war etwas Ähnliches, nämlich dass die gleichen Zulieferteile für viele Marken und Modelle zum Einsatz kamen, was die Kosten für Material, Produktion und Logistik nach unten prügelte. Für die Plattformökonomie der Zukunft reicht das aber nicht mehr.

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This article was originally published by FAZ.

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