Easyjet gibt Übernahmeangebot von Castlelake grundsätzlich zu
L'essentiel
- Die Billigfluglinie Easyjet hat einem fünften Übernahmeangebot des US-Investors Castlelake zugestimmt.
- Castlelake bietet 6,90 Pfund pro Aktie, was rund 6,1 Milliarden Euro entspricht.
- Eine Übernahme ist jedoch noch nicht sicher.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Die Billigfluglinie Easyjet hat einem fünften Übernahmeangebot des US-Investors Castlelake zugestimmt, nachdem frühere Offerten abgelehnt wurden. Castlelake bietet 6,90 Pfund pro Aktie, was einem Gesamtwert von rund 6,1 Milliarden Euro entspricht.
Die Billigfluglinie Easyjet hat dem Werben des US-Investors Castlelake nun doch nachgegeben. So stimmte Easyjet einem fünften Übernahmeangebot »im Grundsatz« zu, wie die Unternehmen am Sonntag in London mitteilten. Dabei bietet Castlelake nun 6,90 britische Pfund je Aktie, in Summe umgerechnet knapp 6,1 Milliarden Euro. Das Management von Easyjet hatte die anderen Offerten zuvor alle abgelehnt, Castlelake aber zuletzt eine Hintertür für eine weitere Nachbesserung offen gelassen.
Castlelake hat nun bis zum 5. August Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen. Dabei kann eine Übernahme Easyjet zufolge immer noch scheitern. Castlelake habe »großen Respekt« vor der Fluggesellschaft und ihren Mitarbeitern und wolle das künftige Wachstum sowie das Flottenmodernisierungsprogramm des Unternehmens unterstützen.
Die Aktie sprang am Montag in London auf den höchsten Stand seit 2022. Zuletzt ging es um zehn Prozent auf 615 Pence nach oben. In den vergangenen drei Monaten hatte das Papier mehr als die Hälfte an Wert gewonnen. So war Castlelake erstmals Ende Mai an die Briten herangetreten. Jedoch blieb die Aktie noch am Freitag mit rund 558 Pence unter den bisher vorgelegten Angeboten, die von 560 Pence bis 650 Pence je Aktie reichten.
Analyst Harry Gowers von JPMorgan wies auf die noch offenen Fragen hin. Noch fehle ein verbindliches Angebot. Entscheidend sei, ob die vereinbarte Eigentümer- und Kontrollstruktur die Unternehmensgremien sowie die Wettbewerbsbehörden zufriedenstellten und ob ein Gegengebot auftauchen werde. So könnten etwa Air France-KLM und die Lufthansa Interesse an Teilen des Easyjet-Liniennetzes an wichtigen Flughäfen haben. Mit Blick auf die hohen wettbewerbsrechtlichen Hürden hätte die Lufthansa wohl die besten Karten. Sie sei aber ähnlich wie Air France-KLM gerade mit anderen, kleineren Übernahmen beschäftigt.
Bernstein-Experte Alex Irving hält es für wahrscheinlich, dass der US-Investor das Unternehmen in seine Flugzeugflotte, Start- und Landerechte sowie das Urlaubsgeschäft aufspalten könnte. In diesem Fall würden die Kapazitäten in Europa weiter schrumpfen, was den anderen Fluggesellschaften zugutekäme – insbesondere den Billigairlines sowie dem auf Urlaubsflüge spezialisierten Anbieter Jet2.
Zusammenarbeit mit Partnern nötig
Da Castlelake ein US-Unternehmen ist, kann es keine Mehrheitskontrolle über eine europäische Fluggesellschaft übernehmen und benötigt deshalb Partner. Deswegen wird Castlelake den Angaben zufolge mit den Luftfahrtmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammenarbeiten. Bellew war früher bei Easyjet, bevor er das Unternehmen 2022 abrupt verließ. Zur Bietergruppe gehört auch Brookfield Asset Management.
Zu den attraktivsten Vermögenswerten von Easyjet zählen eine Flotte moderner Flugzeuge des Typs Airbus A320 sowie Landerechte in London, Mailand und Genf. Größter Anteilseigner des Unternehmens ist die Familie des Gründers Stelios Haji-Ioannou mit einer Beteiligung von 15,3 Prozent.
Zuletzt geriet die Billigfluggesellschaft jedoch aufgrund der durch den Irankrieg stark gestiegenen Kerosinpreise unter Druck. Easyjet meldete für das erste Halbjahr einen Verlust sowie einen Rückgang der Sommerbuchungen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Castlelake legt bis 5. August ein verbindliches Angebot vor.
Probable · En quelques jours
Aufspaltung von Easyjet in Flotte, Landerechte und Urlaubsgeschäft.
Possible · Moyen terme
Questions ouvertes
- Wird Castlelake ein verbindliches Angebot vorlegen?
- Stimmen die Wettbewerbsbehörden zu?
- Wird es ein Gegenangebot geben?




