Ebola-Ausbruch: DR Kongo und Uganda drohen sich auf zehn weitere Länder auszubreiten
L'essentiel
- Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo und Uganda breitet sich aus.
- Zehn weitere Länder Zentralafrikas gelten als gefährdet.
- Uganda meldet drei neue Fälle, die Gesamtzahl steigt auf fünf.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Ein Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda droht sich auf zehn weitere Länder Zentralafrikas auszubreiten. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) hat eine Liste gefährdeter Länder veröffentlicht. Uganda meldet neue Fälle, und im Kongo sind Rotkreuz-Freiwillige gestorben.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda droht sich offenbar auf zehn weitere Länder Zentralafrikas auszuweiten. Als gefährdet gelten nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) der Südsudan, Ruanda, Kenia, Tansania, Äthiopien, die Republik Kongo, Burundi, Angola, die Zentralafrikanische Republik und Sambia.
Unterdessen meldete Uganda drei weitere Fälle. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in dem Land auf fünf. Das Rote Kreuz teilte zudem mit, dass drei Freiwillige in der Demokratischen Republik Kongo gestorben seien. Sie hatten sich vermutlich Ende März in der Provinz Ituri infiziert, dem Epizentrum der Epidemie.
Ausbruch möglicherweise früher begonnen
Der Ausbruch hat möglicherweise früher begonnen als bisher angenommen. Drei freiwillige Helfer des Roten Kreuzes haben sich nach Angaben der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) wahrscheinlich bereits am 27. März infiziert, als sie in der Provinz Ituri mit Toten in Kontakt kamen. Zu diesem Zeitpunkt waren sie in einer anderen humanitären Mission im Einsatz, der Ebola-Ausbruch war noch nicht bekannt. Die drei starben am 5., 15. und 16. Mai.
Bislang galt ein am 24. April behandelter und drei Tage später verstorbener Mann aus dem Kongo als früheste bekannte Infektion. Im Labor bestätigt wurden die ersten Fälle erst am 15. Mai, zwei Tage später erklärte die WHO eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Fachleute gehen davon aus, dass der Ausbruch über Wochen unentdeckt blieb: Häufungen ungeklärter Todesfälle wurden zwar untersucht, herkömmliche Tests schlugen bei der seltenen Bundibugyo-Variante jedoch zunächst nicht an.
WHO hebt Gefahr im Kongo auf »sehr hoch« an
Die Weltgesundheitsorganisation hatte die Gesundheitsgefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner des Kongo am Freitag auf die Stufe »sehr hoch« angehoben. Die Zahl der Verdachtsfälle in dem Land ist nach Angaben der WHO auf rund 750 gestiegen, in 177 Todesfällen wird das Virus als Ursache vermutet. Bestätigt sind bislang 82 Infektionen und sieben Todesfälle.
Das Ebola-Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen. Verursacht wird die aktuelle Epidemie von der erstmals 2007 nachgewiesenen Bundibugyo-Variante. Gegen sie gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine gezielte Therapie.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Weitere Fälle und Todesfälle werden in den betroffenen und potenziell gefährdeten Ländern gemeldet.
Très probable · En quelques semaines
Internationale Hilfsmaßnahmen und Impfkampagnen werden intensiviert.
Probable · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Wie effektiv sind die Eindämmungsmaßnahmen in den betroffenen Ländern?
- Welche Ressourcen stehen für die Bekämpfung der Epidemie zur Verfügung?
- Wie wird die internationale Gemeinschaft die betroffenen Länder unterstützen?
- Gibt es Anzeichen für eine weitere Ausbreitung über die genannten zehn Länder hinaus?


