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Elon Musk's SpaceX IPO: Banks Under Pressure to Lower Fees
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Handelsblatt·3 sa önce·🇩🇪Germany·Business

Elon Musk's SpaceX IPO: Banks Under Pressure to Lower Fees

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Handelsblatt
Yayıncı
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Es ist ein alter Spruch, der an der Wall Street immer wieder gern zitiert wird: Wer das Gold hat, der bestimmt die Regeln. Elon Musk lebt gerade vor, dass sich daran nichts geändert hat, auch wenn Gold längst nicht mehr das gängigste Zahlungsmittel ist.

Der Chef des Weltraumunternehmens SpaceX testet gerade, wie weit er die Grenzen verschieben kann. Schließlich plant der Ausnahmeunternehmer am 12. Juni den größten Börsengang (IPO) aller Zeiten. Die großen Indexanbieter haben ihre Regeln bereits angepasst. Jetzt sind die Finanzhäuser dran.

Die Banken haben den Rekord-IPO längst zur Chefsache gemacht. David Solomon, Vorstandschef der US-Investmentbank Goldman Sachs, soll höchstpersönlich Musk über dessen Kurznachrichtendienst X angeschrieben haben, um die führende Rolle als Konsortialbank zu ergattern.

Nun drängt auch Jamie Dimon, CEO der US-Großbank JP Morgan Chase, in den Vordergrund. Er hielt am Donnerstag ein Event für Tausende wohlhabende Kunden seiner Bank ab, um mit ihnen über den Börsengang zu sprechen. Es ist an der Wall Street ungewöhnlich, dass sich Bankenchefs so stark in Börsengänge einmischen. Doch ungewöhnliche IPOs erfordern offenbar ungewöhnliche Schritte.

Musk wird mit dem Börsengang vermutlich der erste Billionär der Welt werden. Wenn die Aktie vom am Mittwoch festgelegten Ausgabepreis nur gut zwei Prozent steigt, wäre ihm auch dieser Rekord geglückt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg ausgerechnet hat.

Dennoch legt Musk offenbar großen Wert darauf, die Gebühren der Banken deutlich zu senken. So verhandelt SpaceX mit den Finanzinstituten nach einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg über eine Gebühr von 0,75 Prozent für die 75 Milliarden Dollar, die das Raumfahrtunternehmen einsammeln will.

Prozentual gesehen liegt das deutlich unter den vier bis sieben Prozent an Gebühren für Börsengänge, die in der Regel weniger als eine Milliarde Dollar von Investoren einsammeln. Für große Börsengänge betragen die Gebühren immerhin noch gut ein Prozent. Absolut betrachtet dürften den Banken damit immer noch Gebühren von rund 500 Millionen Dollar zustehen.

Anthropic und OpenAI, die großen Anbieter von Künstlicher Intelligenz (KI), werden Musks Strategien rund um den IPO genau verfolgen und vermutlich sehr begrüßen. Anthropic plant seinen Börsengang wohl für Oktober.

Auch für die Mitarbeiter von SpaceX wird das Vorgehen des Chefs zum Vorbild. So würden die Mitarbeiter, die besonders stark von dem Gang aufs Parkett profitieren, Banken ebenfalls zu besseren Konditionen drängen, heißt es bei Bloomberg weiter. Demnach schließen sie sich zusammen, um sich günstigere Konditionen bei Vermögensverwaltern und Privatbanken zu sichern, auch um anspruchsvolle Strategien zur Steuerplanung umsetzen zu können.

Durch SpaceX wird eine Vielzahl neuer Millionäre und Milliardäre geschaffen, die es gewohnt sind, alte Grenzen zu sprengen, innovative Lösungen zu suchen und neue Wege zu gehen. Der Mega-IPO ist damit nicht nur ein Test für die Risikobereitschaft der Investoren. Er ist auch ein Test für die Innovations- und Anpassungsfähigkeit der Banken. Dimon, Solomon und Co. wissen: Wer hier nicht mitspielt, verliert.

This article was originally published by Handelsblatt.

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