England triumphiert in Mexiko trotz Unterzahl
L'essentiel
- England besiegte Mexiko im Aztekenstadion mit 3:2 nach Toren von Bellingham und Kane.
- Trotz Platzverweis für Quansah rettete England den knappen Vorsprung über die elfminütige Nachspielzeit.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
England traf im Aztekenstadion auf Mexiko und gewann trotz Unterzahl mit 3:2. Das Spiel erinnerte an frühere WM-Dramen an diesem Ort.
Dank einer Doppel-Torshow von Jude Bellingham in weniger als zwei Minuten und Harry Kane hat England in einem Spiel für die Fußball-Geschichtsbücher die Fiesta Mexicana beendet. Die Three Lions rangen die Mexikaner in Unterzahl im legendären Aztekenstadion mit 3:2 (2:1) nieder.
Bellingham brachte die Three Lions mit seinen Toren in der 36. und 38. Minute in Führung. Mexikos Torjäger Julián Quiñones (42.) gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer.
Und dann wurde es ein Spiel, das sich in die vielen Dramen der Weltmeisterschaften 1970 und 1986 in Mexiko nahtlos einreihte. Im Aztekenstadion verlor England vor vierzig Jahren das WM-Viertelfinale gegen Argentinien – durch das Hand-Gottes-Tor von Diego Maradona und dessen anschließendem Jahrhunderttreffer.
Ein Stadion wie eine Festung in über 2200 Metern über dem Meeresspiegel. Seit 13 Jahren verlor Mexiko hier nicht mehr. Bei einer WM gab es noch nie eine Niederlage. Und das wusste Tuchel natürlich auch.
Er hatte seine Mannschaft auf einen Attacke-Beginn der Mexikaner wie gegen Ecuador eingestellt – und Kane & Co lösten die kniffligen Anfangsminuten mit all ihrer internationalen Routine. Ball kontrollieren, keine Risiko-Pässe, Tempo rausnehmen – und: Respekt verschaffen. Sie gingen mit Härte und Konsequenz in die Zweikämpfe.
Nur einmal wurde es zunächst brandgefährlich, als Mexikos Premier-League-Legionär Jiménez mit einem Flugkopfball sein Privatduell mit Jordan Pickford eröffnete – in der englischen Meisterschaft einer seiner Lieblingskeeper. Mit der linken Hand rettete der 32-Jährige aber spektakulär zur Ecke (15.). Englands erste Torszene kam nach der Trinkpause: Anthony Gordon setzte sich auf der linken Seite fein durch, seinen Flachschuss parierte Raúl Rangel im Tor der Mexikaner (26.).
Die ersten 15, 20 Minuten würden die härtesten, hatte Tuchel prophezeit. Die Wucht der Fans, die dünne Luft. England überstand sie – und sorgte mit Bellinghams Doppelschlag für Entsetzen bei den Mexikanern.
Rot, Kanes Tor, dann Elfmeter für Mexiko
Mexiko stand aber nur kurz unter Schock nach den ersten Gegentoren im Turnier. Nach einer Standardsituation konnte Ezri Konsa nicht richtig klären, Quiñones drosch den Ball ins Tor – bereits das vierte Tor des in Kolumbien geborenen Angreifers.
Und nur die Flug- und Reflexkünste von Pickford gleich zweimal gegen Jiménez bewahrten die Engländer vor dem Ausgleich. Was nach der Pause passierte, sprengte fast die Vorstellungskraft. Rot für Quansah nach einem heftigen Foul nach Videobeweis. Kanes Elfmeter-Tor. Dann erneuter Videobeweis. Diesmal für Mexiko – Verursacher Kane, erfolgreicher Schütze Premier-League-Profi Jiménez.
Und irgendwie gelang es Kane & Co. den knappen Vorsprung mit einem Spieler weniger unter dem Dauerdruck der Mexikaner über die Zeit zu retten. Selbst die elfminütige Nachspielzeit bestand man unbeschadet.
Questions ouvertes
- Wie wird sich dieser Sieg auf Englands weitere Turnierleistung auswirken?
- Welche taktischen Anpassungen wird Mexiko vornehmen?

