EU plant mehr KI-Sicherheit nach US-Exportstopp für KI-Modelle
L'essentiel
- Nach einem vorübergehenden US-Exportstopp für KI-Modelle zur Schwachstellenanalyse plant die EU-Kommission Notfallmaßnahmen für mehr KI-Sicherheit.
- Ziel ist der Aufbau eigener europäischer Cyberfähigkeiten, um nicht von außereuropäischen Lösungen abhängig zu sein.
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Pourquoi c'est important
Die US-Regierung ordnete einen vorübergehenden Exportstopp für zwei KI-Modelle an, die zur Aufdeckung von Software-Schwachstellen dienen. Daraufhin plant die EU-Kommission Maßnahmen zur Stärkung der eigenen KI-Sicherheit.
Die US-Regierung ordnete zwischenzeitlich an, den Zugang zu zwei fortgeschrittenen KI-Modellen für Ausländer zu blockieren. Die reagiert EU-Kommission mit einem Plan für mehr KI-Sicherheit. 08.07.2026 - 07:24 Uhr Artikel anhören
EU-Digitalkommissarin Virkkunen: „Wir können uns bei Fähigkeiten, die entscheidend für unsere Sicherheit sind, nicht allein auf außereuropäische Lösungen verlassen.“ Foto: Bloomberg
Brüssel. Nach von der US-Regierung zwischenzeitlich verhängten Sperren für KI-Modelle zur Aufdeckung von Software-Schwachstellen soll Europa besser vor wirkmächtiger Künstlicher Intelligenz geschützt werden. Bis zum Ende des Jahres will die EU-Kommission einem Aktionsplan zufolge konkrete Notfallmaßnahmen für den Fall entwickeln, dass der Zugang zu KI mit potenziell bedrohlichen Cyberfähigkeiten von einem Drittstaat eingeschränkt wird.
In der EU obliegt die Regulation von Künstlicher Intelligenz primär der Europäischen Kommission, alle Anbieter müssen sich etwa an das europäische KI-Gesetz halten.
Nach einer Anordnung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump Mitte Juni hatte das Unternehmen Anthropic mit Sitz in Kalifornien den Zugang zu seiner kürzlich veröffentlichten Top-Software blockiert. Regierungsbehörden hätten Anthropic unter Verweis auf die nationale Sicherheit angewiesen, den Zugang aller Ausländer zu den KI-Modellen Fable 5 und Mythos 5 zu unterbinden, teilte das Unternehmen mit.
Das KI-Modell gilt als besonders geeignet, Schwachstellen und Sicherheitslücken in Software aufzuspüren. Anfang Juli hob die US-Regierung die Exportsperren für beide KI-Modelle dann nach mehr als zwei Wochen wieder auf.
EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen setzt auf den Aufbau eigener KI-gestützter Cyberfähigkeiten in Europa. „Wir können uns bei Fähigkeiten, die entscheidend für unsere Sicherheit sind, nicht allein auf außereuropäische Lösungen verlassen“, sagte Virkkunen. Das sei kostspielig, aber die Kosten, führende KI-Modelle nicht aufzubauen, seien noch höher.
EU-Kommission plant Leitfaden und sichere Test-Plattform
Die Europäische Kommission wolle mit der EU-Cybersicherheitsagentur Enisa einen Leitfaden erarbeiten, der große öffentliche und private Institutionen unterstützen solle, Zugänge zu fortgeschrittenen KI-Modellen zu erhalten, heißt es in dem Papier weiter.
Geplant ist der Mitteilung zufolge auch eine sichere Plattform zum Testen von KI etwa mit simulierten Umgebungen, über die auch Betreiber in der kritischen Infrastruktur wie im Finanz-, Energie-, Gesundheits- oder Transportbereich oder der öffentlichen Verwaltung Erkenntnisse gewinnen können. Bereits jetzt sollten Organisationen beginnen, IT-Schwachstellen mit Hilfe von frei zugänglichen KI-Modellen zu finden und zu beheben, mahnte die EU-Kommission an.
Mehr: Ziel digitale Souveränität: In Évian zeigt sich die neue Ära der Tech-Diplomatie
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Questions ouvertes
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- Welche spezifischen KI-Modelle werden als kritisch eingestuft?
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