EUDI-Wallet: Welche Rolle PID und PID-Provider im EUDI-Wallet-Ökosystem spielen
Die eIDAS-Verordnung von 2024 schafft einen europaweit nutzbaren Raum für digitale Identitäten. In Deutschland dient das bestehende eID-System als Basis für die digitale Brieftasche EUDI-Wallet.
L'essentiel
- Die eIDAS-Verordnung von 2024 etabliert einen europaweiten Raum für digitale Identitäten.
- Das deutsche eID-System dient als Grundlage für die EUDI-Wallet, eine digitale Brieftasche, die interoperable digitale Nachweise ermöglicht.
- Die PID (Person Identification Data) bildet darin die Kernidentität und wird über das AusweisApp-SDK per NFC aus dem physischen Ausweischip übertragen.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Die EUDI-Wallet soll die Nutzung digitaler Identitäten im öffentlichen wie privaten Raum erweitern. Das europäische Architecture and Reference Framework (ARF) bildet die Basis für gemeinsame Standards. Die PID ist die Kernidentität in der Wallet und ermöglicht gezielte Einzelnachweise wie Alter oder Staatsangehörigkeit ohne Offenlegung des vollständigen Datensatzes.
Die eIDAS-Verordnung von 2024 schafft einen europaweit nutzbaren Raum für digitale Identitäten und in Deutschland dient das bereits bestehende eID-System nun als Basis für die digitale Brieftasche, die EUDI-Wallet. Sie soll die Nutzung der digitalen Identitäten im öffentlichen wie im privaten Raum erweitern. Damit entsteht ein interoperables Ökosystem für digitale Nachweise, beschrieben vom europäischen Architecture and Reference Framework (ARF), das die Basis für die Entwicklung gemeinsamer Standards und Verfahren bildet.
Innerhalb des entstehenden EUDI-Wallet-Ökosystems übernimmt die PID (Person Identification Data) eine zentrale Rolle: Als Kernidentität in der EUDI-Wallet bildet sie die Grundlage dafür, weitere digitale Nachweise eindeutig einer Identität zuzuordnen. Dafür werden Identitätsdaten aus einem staatlich abgesicherten Identifizierungsverfahren in einen digitalen Nachweis für die Wallet überführt.
Die deutsche PID-Ausstellung nutzt die bestehende eID-Infrastruktur über das AusweisApp-SDK: Per NFC baut die Wallet über den eID-Server einen gesicherten Kanal zum Chip des Ausweisdokuments auf. Vor der eigentlichen Identitätsprüfung validiert der PID-Provider eine Wallet Attestation sowie einen Proof of Possession: Erst wenn Signaturkette, Wallet Provider Trusted List und Schlüsselkontrolle erfolgreich geprüft sind, startet der eID-Vorgang. Auf der PID bauen weitere digitale Nachweise wie QEAA und Pub-EAA auf. Pilotprojekte wie POTENTIAL und APTITUDE erprobten bereits realistische Nutzungsszenarien.
Timo Linke ist Produktmanager bei der Bundesdruckerei GmbH, spezialisiert sich dort auf die Digitalisierung physischer Dokumente und betreut das Thema PID in der EUDI-Wallet von Anfang an. Dort dient die PID als Grundlage dafür, gezielt einzelne Identitätsangaben gegenüber Onlinediensten nachzuweisen, beispielsweise das Alter oder die Staatsangehörigkeit – ohne dabei den vollständigen Datensatz offenzulegen. Für digitale Prozesse ist das zentral: Identitätsangaben lassen sich damit standardisiert in Anwendungen einbinden, und an die Stelle wiederholter Einzelprüfungen tritt ein digitaler Nachweis, der sich in unterschiedlichen Nutzungsszenarien verwenden lässt.
Questions ouvertes
- Wann genau wird die EUDI-Wallet für alle Bürger verfügbar sein?
- Welche konkreten Anwendungsfälle werden zunächst unterstützt?







