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Europa hat sein Wirtschaftspotenzial noch nicht ausgeschöpft
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Handelsblatt03.06.2026Business2 dk okumaGermany

Europa hat sein Wirtschaftspotenzial noch nicht ausgeschöpft

L'essentiel

  • Ein Jahr nach der Verhängung von US-Zöllen durch Donald Trump hat Europa sein Wirtschaftspotenzial laut Frau Fraser noch nicht ausgeschöpft.
  • Nationale Interessen und eine bewahrende Haltung behindern Fortschritte, obwohl Europa als Anker der Stabilität gebraucht wird.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Ein Jahr nach der Verhängung von Zöllen durch die USA durch Präsident Donald Trump wird die wirtschaftliche und geopolitische Rolle Europas in einem Gespräch mit Frau Fraser beleuchtet. Die USA und China werden als einzelne Staaten genannt, die leichter Einigkeit erzielen können als das europäische Bündnis.

Taille de police

Frau Fraser, seit unserem vorigen Gespräch ist ungefähr ein Jahr vergangen. Damals hatte US-Präsident Donald Trump am sogenannten Liberation Day zum ersten Mal Zölle gegen viele Handelspartner verhängt. Sie sagten, dies könnte der Beginn einer neuen Phase in der Weltwirtschaft sein – und es wäre schade, wenn Europa seine Chance nicht ergreifen würde. Wie blicken Sie heute darauf? Hat Europa die Chance genutzt?

Ich glaube, noch nicht. Aber die Grundlagen sind weiterhin vorhanden. Europa verfügt über Werte, Talente und eine starke Ingenieurskunst – ebenso über technisches Design und andere wichtige Fähigkeiten. Umso entscheidender ist es, dass Europa sein Potenzial ausschöpft und seine Größenvorteile als Verbund nutzt. Die Welt braucht Europa als Anker der Stabilität, auf verschiedenen wirtschaftlichen wie geopolitischen Ebenen. Die Dringlichkeit ist damit noch größer als bei unserem vorigen Gespräch. Daher ist es traurig, dass wir weniger Fortschritte gesehen haben, als wir gehofft hatten.

Sie waren gerade mit Präsident Trump in China. Was hält Europa aus Ihrer Sicht im Vergleich zu China und den USA zurück?

Ein Teil davon liegt in der Struktur. China und die Vereinigten Staaten sind jeweils ein einzelner Staat – dadurch ist es leichter, Einigkeit herzustellen und Vorhaben entschlossen voranzutreiben. In Europa stehen nationale Interessen zu oft dem übergeordneten Ziel im Weg. Hinzu kommt bisweilen eine Haltung, die eher bewahren will, statt Bestehendes aufzubrechen und neu zu gestalten.

Questions ouvertes

  • Welche konkreten Schritte kann Europa unternehmen, um sein Potenzial besser auszuschöpfen?
  • Wie werden sich die nationalen Interessen in Europa weiterhin auf die übergeordneten Ziele auswirken?
  • Welche spezifischen Fähigkeiten und Werte Europas werden als besonders wichtig für die globale Stabilität angesehen?
  • Was sind die genauen Gründe für die bewahrende Haltung in Europa, die Reformen behindert?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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