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European consortium forms for next-gen fighter jet project
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Die Zeit11/06/2026Defense3 min de lectureGermany

European consortium forms for next-gen fighter jet project

L'essentiel

  • A European consortium, led by Airbus, has signed an agreement to develop a new fighter jet, potentially replacing the defunct Franco-German FCAS project.
  • Several companies from Germany and Spain are involved, pushing for a swift government decision and funding commitment.

Résumé généré par IA

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Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS formiert sich eine mögliche europäische Nachfolgelösung. Mehrere Unternehmen teilten mit, sich an einem Konsortium beteiligen zu wollen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Donnerstag bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichnet. Auch in Frankreich war wenige Stunden zuvor ein neues Projekt angekündigt worden.

Die Federführung für die Entwicklung des weiteren Kampfjets soll bei der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus liegen. Darüber hinaus sind sieben Unternehmen beteiligt: der europäische Rüstungskonzern MBDA sowie die deutschen Firmen Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MTU Aero Engines sowie Rohde & Schwarz.

Ob sich die Bundesregierung tatsächlich für das Bündnis entscheidet, ist noch offen. Die Regierungen von Deutschland und Frankreich hatten am Montag das Ende der Entwicklung eines gemeinsamen, modernen Kampfjets bekannt gegeben. Das Projekt war neun Jahre zuvor angekündigt worden.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) machte jedoch klar, dass er mit Frankreich andere Teile des FCAS-Vorhabens weiterführen will. Dazu gehört das Kommunikationssystem, mit dem nach den ursprünglichen Plänen die verschiedenen Waffensysteme miteinander vernetzt werden sollten.

Das »System of Systems« wird weiterentwickelt

Laut den beteiligten Unternehmen schreitet die Entwicklung dieses »System of Systems« wie bislang voran. Ein darin integriertes Kampfflugzeug der sechsten Generation zu entwickeln, erfordere jedoch »ein neues, handlungsfähiges industrielles Set-up«. Die Integration solch eines Flugzeugs »sowie weiterer bestehender und künftiger, bemannter und unbemannter Plattformen in das System of Systems« werde »Europas Luftkampfsystem der Zukunft darstellen«.

Auch die spanische Industrie soll sich, eng verzahnt mit den deutschen Partnern, an dem Projekt beteiligen. Es geht dabei um die Unternehmen Indra, Airbus Defence and Space, Grupo Oesia, GMV, ITP und Sener. Indra war schon beim gescheiterten FCAS-Projekt von spanischer Seite aus federführend beteiligt gewesen. Man könne keine weitere Zeit verlieren, teilten die spanischen Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Der Chef von Airbus Defence and Space, Michael Schöllhorn, sagte, dass andere europäische Länder und Partner sich gerne an dem Projekt beteiligen können. Das müsse aber auf effiziente Art und Weise passieren, weil durch das Aus für das FCAS-Projekt bereits viel Zeit verloren wäre.

Die Partner wollen eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung

Die Partner drängten mit einem Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf einen schnellen Beschluss der Regierung. »Wir benötigen hierfür jetzt eine Entscheidung und Finanzierungszusage«, heißt es. Es bräuchte Vergabeentscheidungen in diesem Jahr, auch damit das im Zusammenhang mit FCAS »aufgebaute Know-how und die industriellen Ressourcen« erhalten blieben.

Pistorius hatte nach dem FCAS-Aus vier Alternativen ins Gespräch gebracht: die Beschaffung weiterer US-Kampfjets vom Typ F35, den Einstieg in ein bereits laufendes internationales Projekt oder eine Neuentwicklung unter deutscher Führung. Die vierte Option beschrieb er nicht genauer.

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This article was originally published by Die Zeit.

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