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Fußball im Wandel: Eine Analyse der Spielstile von 2006 bis 2026 und Messis zeitlose Größe
Sport
FAZ26.06.2026Sport2 dk okumaGermany

Fußball im Wandel: Eine Analyse der Spielstile von 2006 bis 2026 und Messis zeitlose Größe

L'essentiel

  • Der Artikel analysiert die Entwicklung des Fußballs von der Ära der Spielmacher (2006-2014) bis zu einer hypothetischen WM 2026, die von schnellem Konterspiel geprägt ist.
  • Er vergleicht die individuelle Klasse der Spieler und betont Lionel Messis einzigartige Fähigkeit, über Epochen hinweg der beste Spieler zu bleiben.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Artikel vergleicht die Spielstile und die individuelle Klasse der Fußballstars der Ära 2006-2014 mit der heutigen und einer hypothetischen WM 2026, um die Entwicklung des Sports zu beleuchten.

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Wir schreiben das Jahr 2026, etwa die Hälfte der Spiele der größten WM der Geschichte ist gespielt. Die Stars des Turniers sind dieselben wie vor 20 Jahren. Messi dribbelt durch die Abwehrreihen, Ronaldo schießt die Tore für Portugal. Als sie das vor zwei Jahrzehnten taten, waren sie noch Nebendarsteller.

Die Bühne gehörte damals den großen Spielmachern. Zidane für Frankreich, Ronaldinho für Brasilien, Xavi und Iniesta für Spanien, Figo für Portugal, Beckham für England, Pirlo für Italien. Und weil vorne Drogba, Klose, Eto'o, Henry oder Ronaldo (#9) um die Wette schossen, gibt es heute noch Menschen, die sagen: Der Fußball war nie besser als in dieser Zeit, sagen wir zwischen 2006 und 2014.

Das hat popkulturelle Gründe (die Retro-Musik, die Trikots), nostalgische ebenso (ach, das Sommermärchen), und auch verklärende (man denke an das deutsche Mittelfeld zu dieser Zeit). Aber es hat auch einen wahren Kern: Eine individuelle Klasse wie die der Spieler zur damaligen Zeit ist bei dieser WM noch nicht erreicht.

Was nun besser und was schlechter ist, kann nicht beantwortet werden. Das hat einen recht simplen Grund: Die Referenz, das Spiel an sich, ist ein anderes geworden. Ob Mbappé so halsbrecherisch auf eine Abwehr zusprinten könnte, wenn seine Mannschaft davor 30 Pässe gespielt hätte? Ob Kaká noch so elegant das Spiel ordnen könnte, wenn ihn ständig jemand presst? Wer sich die Highlights des EM-Finales 2012 anschaut, in dem Xavi, Iniesta und Busquets relativ unbedrängt durchs italienische Mittelfeld schwirrten, der versteht: Gut/schlecht ist die falsche Kategorie.

Auch heute noch gibt es Mannschaften, die aus dem Ballbesitz versuchen, den Gegner müde zu passen. Fast alle aber versuchen, schnell an den Ball zu kommen, ihn dann noch schneller und schnörkellos nach vorne zu spielen. Das hat das Spiel rasanter gemacht, und auf eine Art auch uneleganter. Zidane hat in seinem Jahrhundertspiel, dem 1:0 gegen Brasilien 2006, mehr Finten und Pirouetten geschlagen, als bei der WM 2026 in mehr als 54 Spielen zu sehen waren.

Es hat das Spiel so rasend gemacht, dass es (im besten Sinne) verfremdet ist. Nichts, was ein Amateur je getan hat, hat etwas damit zu tun, was Mbappé, Haaland, Vini Jr. und Yamal tun. Sie sind die besten Offensivspieler in der Epoche des rasenden Konterspiels. Wobei, ein Name fehlt noch: Lionel Messi.

Der Argentinier war schon dabei, als noch anders gespielt wurde. Er war damals schon, in der Epoche des Passspiels 2010/2014, der beste Spieler. Und er ist heute, während alle um ihn herum rennen, immer noch derjenige, auf den sich das Spiel konzentriert. Seine kleinen, feinen Bewegungen überleben Epochen. Sie transzendieren sie. Egal, wie gespielt wird, egal, wer auf dem Platz steht, einmal trifft die Kategorie gut/schlecht doch zu: Der beste Spieler im Zeitstrahl des Fußballs, er hieß immer gleich.

Questions ouvertes

  • Wie wird sich der Fußballstil in Zukunft weiterentwickeln?
  • Welche neuen Spielertypen werden in den kommenden Jahrzehnten dominieren?

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This article was originally published by FAZ.

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