Güntzler bedauert Absage an Merz: "Großer Fehler"
L'essentiel
- Güntzler bedauert seine kurzfristige Absage des Verkehrsministeramtes an Kanzler Merz und entschuldigt sich.
- Der Vorfall führte zu Unruhe in der CDU und Kritik an Merz' Vorgehen, während Steffen Bilger das Amt übernahm.
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Pourquoi c'est important
CDU-Chef Friedrich Merz plante eine Kabinettsumbildung, bei der Patrick Schnieder als Verkehrsminister entlassen und Güntzler das Amt angeboten werden sollte. Güntzler zog seine Zusage jedoch kurz vor der Verkündung zurück.
»Ich hätte um Bedenkzeit bitten müssen. Das war ein großer Fehler«, sagte Güntzler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) . »Natürlich habe ich den Kanzler mit meinem Vorgehen in Schwierigkeiten gebracht, und das bedauere ich sehr.«
Der CDU-Chef sei nicht wütend geworden, das Gespräch sei »äußerst wertschätzend« gewesen, sagte Güntzler. Er habe dem Kanzler offen gesagt, dass er kein gutes Gefühl habe und der falsche Mann für das Amt sei. »Er hat sehr fair und sehr menschlich reagiert.«
Merz hatte im Zuge der Kabinettsumbildung vergangene Woche beschlossen, Verkehrsminister Patrick Schnieder zu entlassen und das Ministeramt dem Finanzfachmann Güntzler anzubieten. Der sagte zunächst zu, zog die Zusage aber wenige Stunden vor der geplanten Verkündung der Personalie zurück. Merz verzichtete deshalb zunächst darauf, die geplante Entlassung Schnieders öffentlich zu kommunizieren, obwohl der Plan bereits durchgesickert war. Am Sonntag bat der Minister selbst um Entlassung, um den »unwürdigen Zustand« zu beenden. Aus der CDU gibt es deutliche Kritik an Merz’ Vorgehen.
Güntzler berichtete, er habe am Rande der Unionsfraktionssitzung am Mittwoch kurz persönlich mit Merz gesprochen und sich noch einmal für seine Kehrtwende entschuldigt. »Er hat vorgeschlagen, dass wir uns mal auf ein Bier treffen«, so der Bundestagsabgeordnete. Nach dem persönlichen Austausch mit dem Kanzler sei er »unheimlich erleichtert« gewesen. Das Amt des Verkehrsministers hat inzwischen Steffen Bilger, der bisherige Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, übernommen.
Es geht nicht nur um das Verkehrsministerium: Der verunglückte Kabinettsumbau hat zu großer Unruhe in der Regierung geführt. In der Union glauben viele offenbar nicht mehr an eine Zukunft mit Friedrich Merz als Bundeskanzler. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory: Die Palastrevolte – wie die CDU an ihrem Kanzler verzweifelt
Questions ouvertes
- Wie wird sich die Kritik an Merz auf seine Position auswirken?
- Welche weiteren Auswirkungen hat der verunglückte Kabinettsumbau?
- Wird Merz weitere Umbesetzungen vornehmen?





