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Iran-Konflikt: US-Sanktionen gegen Kryptobörse, Drohnenangriffe und diplomatische Spannungen
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Handelsblatt03/06/2026Monde13 min de lectureGermany

Iran-Konflikt: US-Sanktionen gegen Kryptobörse, Drohnenangriffe und diplomatische Spannungen

L'essentiel

  • Die USA verhängen Sanktionen gegen die größte iranische Kryptobörse Nobitex.
  • Gleichzeitig wehrt das US-Militär Drohnenangriffe im Golf ab, während Kuwait und Bahrain nach Angriffen den Flugverkehr aussetzen bzw.
  • Sirenenalarm geben.

Résumé généré par IA

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Vivian Melchert

Trump berichtet von schroffem Gespräch mit Netanjahu

US-Präsident Donald Trump räumt ein schroffes Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein. Er sei unzufrieden mit den Kämpfen Israels im Libanon, sagt Trump in einem Interview des Podcasts „Pod Force One“. „Ich würde nicht sagen wütend. Ich war ein wenig irritiert über seine ständigen Kämpfe mit dem Libanon“, erklärt er. Trump fügt jedoch hinzu, dass er und Netanjahu sehr gut miteinander auskämen.

Anna Kipnis

Kuwait setzt Flüge nach Drohnenangriff auf Flughafen aus

Kuwait hat nach einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen des Landes den kommerziellen Flugverkehr vorübergehend ausgesetzt. Bei dem Angriff auf das Passagiergebäude des Kuwait International Airport sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, teilte das Außenministerium am Mittwoch mit.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Saud Abdulasis al-Otaibi, hatte zuvor von mehreren Verletzten gesprochen. „Eine Reihe feindlicher Drohnen“ habe das Passagiergebäude ins Visier genommen. Es sei schwer beschädigt worden. Der Flughafen war erst am Montag nach kriegsbedingter Schließung wieder geöffnet worden.

Kuwaitische Staatsmedien berichteten zunächst, die nationale Fluggesellschaft Kuwait Airways setze den Betrieb bis auf Weiteres aus. Kurz darauf teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit, dass der Flughafen teilweise wieder geöffnet worden sei. Flüge von Kuwait Airways seien von einem anderen Terminal aus wieder aufgenommen worden, weitere Flüge entfielen jedoch

Carlotta Moreno Lara

Trump: Iran stimmt Verzicht auf Atomwaffen zu

US-Präsident Donald Trump zufolge hat der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Zudem sei Irans Ajatollah an Verhandlungen mit den USA beteiligt, sagt Trump in einem Podcast-Interview. „Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffe besitzen werden“, erklärt er. Die Führung in Teheran hat allerdings stets betont, dass ihr umstrittenes Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen diene.

Carlotta Moreno Lara

Israel fängt „feindliches Flugobjekt“ aus dem Libanon ab

Das israelische Militär fängt nach eigenen Angaben ein „feindliches Flugobjekt“ ab, das aus dem Libanon in den Luftraum über dem Norden Israels eingedrungen ist. Die Armee bringt den Vorfall zunächst nicht mit der libanesischen Hisbollah-Miliz in Verbindung. Zudem übernimmt die vom Iran unterstützte Gruppe keine Verantwortung dafür. Der Libanon hatte eine Teilwaffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet. Demnach stellt Israel seine Angriffe auf die von der Hisbollah kontrollierten Vororte von Beirut ein, während die Miliz ihre Angriffe auf Israel stoppt.

Carlotta Moreno Lara

Kuwait: Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen

Bei einem iranischen Drohnen- und Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen verletzt worden. Getroffen worden sei Terminal T1 des Flughafens, meldet die staatliche kuwaitische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde des Landes. Mehrere Einrichtungen des Flughafens seien erheblich beschädigt worden. Flüge seien ausgesetzt und auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Eine Stellungnahme des Irans liegt zunächst nicht vor.

Carlotta Moreno Lara

USA sanktionieren größte iranische Kryptobörse nach Reuters-Bericht

Die USA haben Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex sowie deren Führungsebene verhängt. Das US-Finanzministerium warf dem Unternehmen am Dienstag vor, der Regierung in Teheran sowie sanktionierten staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Strafmaßnahmen geholfen zu haben. Neben der Börse selbst wurden die beiden Gründer - zwei Brüder aus der einflussreichen Charrasi-Familie - sowie Firmenchef Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt. Während sich die iranische Wirtschaft im freien Fall befinde, nutze das Regime digitale Vermögenswerte für seine eigenen korrupten Zwecke, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent. Dazu gehöre die Umgehung von Sanktionen und der Transfer von Vermögen ins Ausland.

Die Maßnahmen folgen auf eine im Mai veröffentlichte Recherche der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte aufgedeckt, dass Nobitex zu einem wichtigen Knotenpunkt in einem parallelen Finanzsystem geworden war. Über die Plattform seien Hunderte Millionen Dollar für die iranische Zentralbank und die Islamischen Revolutionsgarden abgewickelt worden, selbst während staatlich verordneter Internetabschaltungen. Das US-Finanzministerium erklärte nun, Nobitex habe dazu beigetragen, Vermögenswerte des Regimes zu schützen und außer Landes zu schaffen. Nobitex hatte im April gegenüber Reuters direkte Verbindungen zur Regierung zurückgewiesen. Das Unternehmen bestritt, dem Staat wissentlich geholfen zu haben.

Carlotta Moreno Lara

Libanons Airline-Piloten wegen israelischer Luftangriffe besorgt

Libanons Luftfahrtbehörde leitet eine Sicherheitsprüfung der nationalen Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) ein. Pilotenverbände äußern Bedenken, dass Besatzungen in der Nähe von israelischen Luftangriffen fliegen müssen und für das Melden sicherheitsrelevanter Vorfälle bestraft werden. Dies geht aus Briefen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Die Fluggesellschaft weist die Vorwürfe zurück und teilt mit, sie verfüge über eine nachweislich gute Sicherheitsbilanz. Der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde (LCAA), Mohammed Aziz, bestätigt die laufende Prüfung und kündigt Gespräche mit der Airline an.

Sabrina Frangos

US-Militär: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen größeren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Sabrina Frangos

Iranische Medien: Revolutionsgarden greifen 5. US-Flotte an

Die iranischen Revolutionsgarden greifen Medienberichten aus dem Iran zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. „Die Gefährdung der Sicherheit in der Straße von Hormus wird das US-Militär teuer zu stehen kommen“, zitieren iranische Medien die Revolutionsgarden. Zudem feuere die Marine der Revolutionsgarden Raketen auf ein Schiff namens „Panaya“ ab. Die Angriffe seien eine Reaktion auf US-Angriffe gegen einen Kommunikationsturm südlich der Insel Qeschm sowie gegen einen iranischen Tanker nahe der Meerenge.

Sabrina Frangos

Bahrain gibt Sirenenalarm – Bevölkerung soll Schutz suchen

Das Innenministerium von Bahrain gibt Sirenenalarm. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren und Schutz am nächstgelegenen sicheren Ort suchen.

Sabrina Frangos

Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen

Der Golfstaat Kuwait wird erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben.

Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch immer wieder solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der eigentlich seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es zuletzt vereinzelt erneut zu solchen iranischen Angriffen. Teheran sprach dabei von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs.

Sabrina Frangos

US-Militär feuert Rakete auf Tanker vor iranischer Insel Kharg

Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.

Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für „Höllenfeuer“) in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.

Angelika Ahrens

Rubio: Netanjahus Gaza-Vorstoß ist nicht Teil von Trumps Plan

US-Außenminister Marco Rubio hat sich von Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu distanziert, wonach Israel 70 Prozent des Gazastreifens erobern will. In einer Anhörung im Repräsentantenhaus sagte Rubio am Dienstag, Netanjahus Darstellung sei nicht Bestandteil des 20-Punkte-Plans von Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas.

Die Demokratin Rose DeLauro aus Connecticut, ranghöchste Abgeordnete im Haushaltsausschuss, hatte Rubio gefragt, wie die US-Regierung zu dem israelischen Ziel einer weitreichenden Einnahme des Gazastreifens stehe. Rubio entgegnete, der US-Plan ziele darauf ab, die Herrschaft der Hamas zu beenden und das Gebiet wieder aufzubauen. „Wir haben einen Plan – der sieht das nicht vor“, sagte Rubio.

Ziel sei ein Gazastreifen, der von einer Instanz regiert werde, die nicht zur Hamas gehöre, erklärte der Außenminister. Dies liege letztlich auch im Interesse Israels.

Jeanne Vesper

Trump: Die Gespräche mit dem Iran laufen ununterbrochen weiter

US-Präsident Donald Trump bekräftigt ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“

„Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und spielte auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde.

Jeanne Vesper

Irak sucht neue Öl-Exportwege – Pipeline-Lieferungen sollen steigen

Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus will der Irak seine Rohölexporte per Pipeline und Lastwagen massiv ausweiten. Die Ausfuhren durch Pipelines sollen in den kommenden zweieinhalb Monaten von 220.000 auf 770.000 Barrel pro Tag steigen, teilt die Regierung mit. Zudem seien Lieferungen per Lkw in Nachbarländer im Umfang von 420.000 Barrel pro Tag geplant. Das Kabinett billigt dafür ein Abkommen mit Syrien, um Rohöl über die Mittelmeerhäfen Banijas und Tartus zu verschiffen.

Jeanne Vesper

Netanjahu: Irans Führung solle „aus der Welt verschwinden“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden“, sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. „Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen“. Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen.

Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmaßten, Israel sei der Sturz der Führung in Teheran wichtiger als den USA. Seit einiger Zeit, vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April, erwähnte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran dann auch nicht mehr.

Patricia Hoffhaus

USA: Iran zu Verhandlungen über weitere Aspekte des Atomprogramms bereit

Der Iran ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio bereit, über Aspekte seines Atomprogramms zu verhandeln, die das Land zuvor in Gesprächen ausgeklammert habe. Dies sei jedoch keine Garantie für eine Übereinkunft zur Beendigung des Krieges, sagt Rubio vor Abgeordneten in Washington. Erste Voraussetzung für die laufenden Gespräche sei, dass die Regierung in Teheran die gesperrte Straße von Hormus wieder öffne und dies auch unmissverständlich bekanntgebe.

Zudem müsse sich der Iran zu konkreten Verhandlungen über den Verbleib seines hochangereicherten Urans verpflichten. Eine Lockerung der Sanktionen sei an Bedingungen geknüpft und werde nicht allein für die Öffnung der Meerenge gewährt. Die konventionelle Verteidigung des Irans sei erheblich geschwächt worden, das Land verfüge aber noch über viele Drohnen, erklärt der Minister weiter.

Vivian Melchert

Iran: Keine Gespräche mehr mit USA

Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Das Ende der indirekten Verhandlungen mit den USA komme im Zuge des andauernden Kriegs Israels im Libanon, hatte am Montag die iranische Agentur Tasnim berichtet. Solange der Krieg dort weitergehe, gebe es keine Gespräche, hieß es weiter. Israel führt im Libanon Krieg gegen die Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird.

Noch am Montagabend hatte der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X geschrieben, sollte „die israelische Aggression gegen den Libanon“ andauern, werde man „nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten“. US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social betont, die Gespräche mit Teheran würden in „schnellem Tempo“ fortgeführt. Zudem hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt. Am Mittwoch sollen politische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in der US-Hauptstadt Washington fortgesetzt werden.

Vivian Melchert

Libanon meldet acht Tote nach i

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This article was originally published by Handelsblatt.

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