Iran: USA wollen Öl-Sanktionen aussetzen – Nigeria meldet IS-Tote
L'essentiel
- Die USA erwägen die Aussetzung von Sanktionen gegen iranische Öl-Exporte als Teil von Verhandlungsvorschlägen.
- In Nigeria tötete das Militär mit US-Unterstützung über 20 IS-Kämpfer.
Résumé généré par IA
Timm Seckel
Iran: USA wollen Öl-Sanktionen gegen Teheran aussetzen
Die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, dass die USA die Sanktionen gegen iranische Öl-Exporte vorübergehend aussetzen wollen. Dieses Angebot sei Teil des aktuellen Verhandlungsvorschlags der USA. Der Iran bestehe zwar, so berichtet Tasnim weiter, auf einem vollständigen Ende aller Sanktionen. Der Schritt Washingtons dürfte dennoch ein Signal der Entspannung gegenüber Teheran sein.
Vivian Melchert
Nigeria meldet Tötung von IS-Kämpfern mit US-Unterstützung
Das nigerianische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem gemeinsamen Einsatz mit US-Soldaten mehr als 20 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Die Operation habe in Metele im nordöstlichen Bundesstaat Borno stattgefunden, teilte das Militär am Montag mit. Laut dem US-Militär wurden bei den gemeinsamen Angriffen in der Nähe der Grenze Nigerias mit Niger und Tschad keine Soldaten verletzt.
Der nigerianische Militärsprecher Samaila Uba sagte, die Bemühungen in enger Abstimmung mit dem US-Militär liefen weiter. Ziel sei es, terroristische Netzwerke zu zerschlagen und ihnen sichere Rückzugsräume innerhalb Nigerias zu verwehren. Am Wochenende war bei einem gemeinsamen Einsatz der USA und Nigerias der ranghohe IS-Kommandeur Abu Bakr al-Mainuki getötet worden.
Die USA und Nigeria hatten im vergangenen Jahr eine militärische Zusammenarbeit vereinbart. Vorausgegangen war ein diplomatischer Streit, nachdem US-Vertreter der nigerianischen Regierung vorgeworfen hatten, nichts gegen die Verfolgung von Christen zu unternehmen.
Carlotta Moreno Lara
Merz verurteilt iranische Angriffe auf Emirate
Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder der Region scharf. „Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region“, schreibt Merz auf X. „Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.“
Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten Behördenangaben zufolge am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz mahnt zudem beim Iran Schritte zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion an. „Iran muss in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen öffnen“, schreibt er.
Carlotta Moreno Lara
Iran: Weitere Verhandlungsvorschläge mit USA ausgetauscht
Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA hat Teheran nach eigenen Angaben wieder neue Vorschläge nach Washington geschickt. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte vor Reportern, der Iran habe am Sonntag über den Vermittler Pakistan seine Standpunkte übermittelt. Über deren Inhalte ist noch nichts bekannt.
Zuvor hätten die USA Antworten auf Irans vorangegangenen Vorschlag übermittelt, sagte Baghai weiter. US-Präsident Donald Trump hatte diesen öffentlich als „dämlichen Vorschlag“ abgetan.
Am Sonntag hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars über den jüngsten US-Vorschlag berichtet. Daran wurde deutlich, dass beide Kriegsparteien bislang nicht wesentlich von ihren Forderungen abrücken. So sollen die USA zuletzt wieder klargemacht haben, die Kampfhandlungen nur langfristig einzustellen, wenn es bestimmte Verhandlungsergebnisse gibt. Für den Iran ist die Einstellung der Kampfhandlungen - insbesondere auch Israels Offensive im Libanon - eine Vorbedingung für weitere Verhandlungen.
Carlotta Moreno Lara
Insider: Pakistan übermittelt USA neuen iranischen Vorschlag
Pakistan hat den USA einem Insider zufolge einen überarbeiteten Vorschlag des Iran zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dies teilt eine mit dem Vorgang vertraute Person aus pakistanischen Vermittlerkreisen der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche mit. „Wir haben nicht viel Zeit“, sagt der Insider auf die Frage zu den Möglichkeiten, die bestehenden Differenzen zu überwinden. Beide Seiten würden ihre Bedingungen zudem immer wieder ändern.
Dasdin Duman
Israel geht erneut gegen Gaza-Hilfsflotte vor
Die israelische Marine ist erneut gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte vorgegangen. Auf einer Live-Videoübertragung der „Global Sumud Flotilla“ war zu sehen, wie Soldaten der israelischen Marine ein Boot mit Aktivisten enterten. Laut ihres eigenen Trackers war die Flotte westlich von Zypern unterwegs.
Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit des Stopps in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht. Israel betonte, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht. Der jüdische Staat wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor.
Sarah Sendner
Schiffahrtsdaten: Supertanker mit irakischem Öl auf dem Weg nach Vietnam
Der Supertanker „Agios Fanourios I“ setzt nach einem fünftägigen Stopp durch die US-Marine im Golf von Oman seine Fahrt nach Vietnam fort. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff hat irakisches Rohöl an Bord und wird voraussichtlich am 30. Mai an der vietnamesischen Raffinerie Nghi Son eintreffen, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG hervorgeht. Der Tanker hatte die Straße von Hormus am 10. Mai verlassen, bevor er am 11. Mai im Golf von Oman wendete und am 16. Mai seine Reise wieder aufnahm. Das US-Zentralkommando hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Schiff sei im Rahmen der Durchsetzung der Blockade gegen den Iran umgeleitet worden.
Sarah Sendner
Saudi-Arabien: Haben drei Drohnen abgefangen
Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge drei Drohnen abgefangen, die aus dem irakischen Luftraum in sein Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das Verteidigungsministerium des Königreichs erklärt, es werde die notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen, um auf jeden Versuch zu reagieren, seine Souveränität und Sicherheit zu verletzen. Zwar haben sich die Feindseligkeiten im Iran-Konflikt seit Inkrafttreten der Waffenruhe im April weitgehend abgeschwächt, doch wurden vom Irak aus Drohnen in Richtung der Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien und Kuwait, gestartet.
Anna Lena Stahl
Nahost: Mindestens acht Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden mindestens acht Palästinenser getötet worden. Ein Mensch kam demnach in der Nähe eines Polizeipostens in Chan Junis im Süden des Küstengebiets ums Leben, ein weiterer in einem Zeltlager in Chan Junis. Mindestens drei Menschen seien zudem bei einem israelischen Luftangriff auf eine Gemeinschaftsküche nahe dem Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens getötet worden.
Zudem sei ein Palästinenser bei einer Schießerei in Chan Junis und zwei weitere bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe einer Bäckerei in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen ums Leben gekommen. Das israelische Militär teilt mit, es habe in Chan Junis einen Extremisten getötet, der eine unmittelbare Bedrohung dargestellt habe. Zu den anderen Vorfällen äußert sich die Armee zunächst nicht.
Anna Lena Stahl
Bericht: Trump berät Dienstag mit US-Sicherheitsberatern über den Iran
US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Dienstag das Lagezentrum zum Iran einberufen. Er wolle mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberatern die Optionen für militärische Maßnahmen gegen den Iran erörtern, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen.
Anna Lena Stahl
Trump telefonierte mit Netanjahu
US-Präsident Donald Trump hat vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit dem Iran mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu telefoniert. Das Telefonat habe am Sonntag stattgefunden, teilte Netanjahus Büro mit. Nach Angaben von zwei mit der Situation vertrauten Quellen stimmt sich Israel mit den USA über eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe gegen den Iran ab.
Zuvor hatte Trump angedeutet, dass die Feindseligkeiten wieder aufgenommen werden könnten. Netanjahu sagte in einer Kabinettssitzung: „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“ Israel halte die Augen offen.
Anna Lena Stahl
Trump: Die Uhr tickt für den Iran
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte die Führung nicht rasch handeln. „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird nichts von ihnen übrigbleiben. JEDE MINUTE ZÄHLT!“, schreibt er in einem Beitrag auf Truth Social.
Stephan Scheuer
Netanjahu bestätigt Ausweitung von Kontrolle Israels in Gaza
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung des von Israel kontrollierten Gebiets im Gazastreifen bestätigt. „In Gaza halten wir jetzt nicht mehr 50 Prozent, sondern bereits 60 Prozent (des Gebiets)“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem.
Die Zeitung „Israel Hajom“ hatte zuletzt unter Berufung auf einen ranghohen westlichen Diplomaten berichtet, dass Israel in den vergangenen Wochen das von der Armee kontrollierte Gebiet im Gazastreifen erheblich ausgeweitet habe. Das israelische Militär kontrolliere nun 64 Prozent des im Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens.
Anna Kipnis
Emirate melden nach Drohnenangriff Feuer an Atomkraftwerk
Ein Drohnenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate hat ein Feuer vor einem Atomkraftwerk in Abu Dhabi ausgelöst. Der Brand sei in einem externen Stromgenerator des Baraka-Kernkraftwerks in al-Dhafra ausgebrochen, teilte das Medienbüro von Abu Dhabi am Sonntag mit. Berichte über Verletzte lägen nicht vor. Es gebe keinen Anstieg der Radioaktivität über die Sicherheitsrichtwerte.
Die Atomaufsichtsbehörde der Emirate erklärte, das Feuer habe die Sicherheit des Kraftwerks nicht beeinträchtigt. „Alle Anlagen arbeiten normal“, schrieb die Organisation im Kurznachrichtendienst X. Die Internationale Atomenergiebehörde mit Sitz in Wien äußerte sich zunächst nicht.
Wer hinter dem Angriff steht, blieb vorerst offen. Der Iran hat jedoch nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. Seit dem 8. April gilt zwar eine Waffenruhe. Diese wird jedoch immer wieder verletzt. Außerdem sind die Gespräche zwischen Teheran und Washington zum Stillstand gekommen.
Anna Kipnis
London bringt kostengünstigere Drohnenabwehr in Nahen Osten
Vom Iran angegriffene Golfstaaten und deren Verbündete schießen mit teils sündhaft teuren Abfangraketen vergleichsweise spottbillige Drohnen ab – dieses Problem geht Großbritannien nun an.
Das Verteidigungsministerium in London erklärte, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich – und das „zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden“.
Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, hieß es weiter. Es werde der Luftwaffe helfen, „bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen“, erklärte Verteidigungsminister Luke Pollard.
Die Typhoon-Kampfflugzeuge verteidigten im Nahen Osten britische Staatsbürger und Interessen sowie Verbündete. Die Jets dienten als Rückgrat der Luftabwehr Großbritanniens und der Nato. Die Kampfflugzeuge schützen demnach auch die Nato-Ostflanke vor dem möglichen Eindringen russischer Drohnen.
Anna Kipnis
Emirate und Saudi-Arabien griffen den Iran an – die wichtigsten Fragen und Antworten
Zwei Golfstaaten haben den Iran in den vergangenen Monaten angegriffen. Warum das eine Wende in dem Krieg markiert, lesen Sie hier.
Sarah Sendner
Iranische Börse öffnet am Dienstag wieder
An der iranischen Börse soll ab Dienstag wieder gehandelt werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Der Handel war während des Krieges mit den USA und Israel ausgesetzt worden. „Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen“, sagt Hamid Jari, stellvertretender Leiter der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde. „Mit der Wiedereröffnung der Börse werden nun alle Bereiche des Kapitalmarktes ihre volle Tätigkeit wieder aufnehmen“, fügte er hinzu.
Sarah Sendner
Palästina-Gedenktag-Demo: Aggressive Stimmung und Festnahmen in Berlin
Bei einer Demonstration zum palästinensischen Gedenktag Nakba in Berlin hat die Polizei rund 2.000 Teilnehmer gezählt - und über eine teils aggressive Stimmung berichtet. Wegen Straftaten aus dem Aufzug heraus habe es 15 vorläufige Festnahmen gegeben, teilte die Polizei am Abend auf X mit. Es seien Einsatzkräfte und Journalisten angegriffen und verbotene Parolen skandiert worden. Eine Polizistin sei leicht verletzt worden.
Von den Veranstaltern hieß es, die Polizei habe Teilnehmer mit Pfefferspray besprüht, es gebe 30 Verletzte.
Vivian Melchert
Parlamentarier: Iran plant Mechanismus für Hormus-Durchfahrt
Der Iran wird nach Angaben eines ranghohen Parlamentariers in Kürze einen Mechanismus zur Durchquerung der Straße von Hormus vorstellen. Es sei vorgesehen, den Schiffsverkehr entlang einer festgelegten Route durch die Meerenge zu steuern, sagt der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi.
Von der Regelung sollen nur Handelsschiffe und diejenigen profitieren, die mit dem Iran kooperieren. Im Rahmen des Mechanismus würden für spezielle Dienstleistungen Gebühren erhoben. Die für den Öltransport enorm wichtige Straße von Hormus ist seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran faktisch blockiert, was weltweit zu steigenden Energiepreisen geführt hat.
Vivian Melchert
Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen
Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Did al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff am Vortag bestätigt. Al-Haddad wurde in einer Mitteilung als einer der Architekten des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Bei dem Angriff töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen.
Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Militärangaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.
Vivian Melchert
Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an
Die israelische





