Israel setzt Einsätze im Libanon trotz Waffenruhe fort
L'essentiel
- Trotz einer vereinbarten Waffenruhe setzt die israelische Armee ihre Einsätze im Südlibanon fort und zieht ihre Truppen nicht ab.
- Verteidigungsminister Katz kündigte an, dass Israel sich das Recht vorbehalte, bei neuen Angriffen auf sein Staatsgebiet auch in Beirut einzugreifen.
- Die Hisbollah hat sich zu der Einigung noch nicht geäußert.
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Pourquoi c'est important
Die israelische Armee setzt ihre Einsätze im Libanon fort, obwohl eine Waffenruhe vereinbart wurde. Israel sieht dies als Schutzmaßnahme gegen die Hisbollah. Die Hisbollah hat sich zu der Einigung noch nicht geäußert, und es gibt Kritik an dem Abkommen vonseiten rechtsextremer israelischer Politiker.
Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon trotz der vereinbarten Waffenruhe vorerst fortsetzen und ihre Truppen nicht abziehen. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Demnach wird das Militär in den besetzten Gebieten im Süden des Libanon bleiben, die aus Sicht Israels als sogenannte Pufferzone zum Schutz nordisraelischer Gemeinden vor Angriffen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz dienen soll.
Zudem warnte das israelische Militär die Bewohner des Südlibanons vor einer Rückkehr in ihre Heimatdörfer. »Die Kämpfe im Südlibanon gehen weiter«, teilte ein Armeesprecher in arabischer Sprache auf X mit. Es würden Ziele der Hisbollah angegriffen – wer in den Süden reise, riskiere sein Leben. Katz sagte, Israel behalte sich mit Unterstützung der USA das Recht vor, bei neuen Angriffen auf sein Staatsgebiet auch in der libanesischen Hauptstadt Beirut einzugreifen.
Die von den USA vermittelte erneute Feuerpause war in der Nacht zum Donnerstag beschlossen worden. Sie sieht vor, dass die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Angriffe einstellt und ihre Kämpfer aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses nahe der libanesischen Grenze zu Israel zurückzieht. Die Kontrolle in der Region soll laut der Vereinbarung dem libanesischen Militär übertragen werden.
Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht zu der Einigung. In der Vergangenheit hatte sie Verhandlungen mit Israel abgelehnt, vor wenigen Tagen jedoch angekündigt, eine Waffenruhe akzeptieren zu wollen.
Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir kritisierte das Abkommen als »schweren Fehler« und forderte eine Abstimmung im Kabinett. Die Hisbollah werde sich nicht zurückziehen, und die libanesische Armee sei nicht in der Lage, die Abmachung durchzusetzen. Kritiker werfen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zudem vor, sich den Weisungen von US-Präsident Donald Trump unterzuordnen, der ein Ende der israelischen Angriffe auf Beirut angekündigt hatte.
In ihrem Kampf gegen die Hisbollah war Israels Armee im März erneut in den Libanon einmarschiert. Bei den Kämpfen wurden seitdem Tausende Menschen getötet, Hunderttausende mussten fliehen. Schon vor der nun getroffenen Vereinbarung galt formell eine Waffenruhe. Sie war Mitte April vereinbart worden, blieb jedoch praktisch unwirksam, da die gegenseitigen Angriffe fast unvermindert fortgesetzt wurden.
Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah gilt als zentrales Hindernis bei den Verhandlungen über ein Ende des umfassenderen Krieges mit dem Iran, da das iranische Regime ein Friedensabkommen mit den USA von einer Waffenruhe im Libanon abhängig macht.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Fortsetzung der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Hisbollah.
Très probable · En quelques semaines
Eskalation des Konflikts, möglicherweise mit Angriffen auf Beirut.
Possible · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Wie wird die Hisbollah auf die fortgesetzten Einsätze Israels reagieren?
- Wird die libanesische Armee die Kontrolle in der Region übernehmen können?
- Wie wird sich die Situation auf die Verhandlungen über ein Ende des umfassenderen Krieges mit dem Iran auswirken?
- Welche konkreten Schritte wird Israel unternehmen, wenn es neue Angriffe auf sein Staatsgebiet gibt?



