Junge Union fordert Rückzug von Kai Wegner als Spitzenkandidat
L'essentiel
- Der Chef der Jungen Union Berlin, Harald Burkart, fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf, auf die Spitzenkandidatur zu verzichten.
- Burkart begründet dies mit Wegners Glaubwürdigkeitsproblem nach dem Stromausfall und sieht die Linke in Umfragen vorn.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Der Chef der Jungen Union Berlin, Harald Burkart, fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner auf, auf die Spitzenkandidatur zu verzichten. Dies begründet er mit einem Glaubwürdigkeitsproblem Wegners nach dem Stromausfall.
Der Chef der Jungen Union in Berlin, Harald Burkart, hat den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) aufgefordert, bei der Abgeordnetenhauswahl auf die Spitzenkandidatur der CDU zu verzichten.
»Kai Wegner sollte heute unmissverständlich erklären, dass er nicht mehr als Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters antritt«, sagte Burkart dem Nachrichtenportal The Pioneer.
Dies wäre »im Interesse der Stadt und der Partei«, sagte der Vorsitzende der CDU-Jugend. Stattdessen solle jemand kandidieren, »der in seiner persönlichen Integrität unangreifbar« sei.
Zuvor hatte der Tagesspiegel unter Berufung auf Angaben auf der Senatskanzlei berichtet, dass Wegner während des Stromausfalls in Berlin am 3. Januar vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert habe. Die Senatskanzlei teilte demnach mit: »Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt.«
JU-Chef sieht Glaubwürdigkeit beschädigt
JU-Chef Burkart sagte The Pioneer, »dieser dokumentierte Widerspruch betrifft die Grundlage politischer Führung, nämlich Glaubwürdigkeit«. Ein Grund für den Negativtrend der CDU in Umfragen sei auch ein »Glaubwürdigkeitsproblem an der Spitze«. Ein Rückzug Wegners könne »eine starke inhaltliche Agenda ermöglichen – beim Wohnungsbau, bei der Wirtschaft und bei der inneren Sicherheit«.
Wegner war bereits während des tagelangen Blackouts in die Kritik geraten, unter anderem, weil er ein etwa einstündiges Tennismatch am ersten Tag zunächst verschwiegen hatte. Bis heute ist nicht lückenlos klar, mit welchen Stellen er wann und auf welche Weise Kontakt hatte.
Umfrage sieht Linke in Berlin vorn
Auf X schrieb Wegner am Mittwoch, dass er seine Aussagen von Anfang Januar »bis heute sehr bedauere«. In dem Posting sprach er – entgegen der Darstellung der Senatskanzlei im Tagesspiegel – dass er am 3. Januar vor 13 Uhr zwei Telefonate geführt und per Textnachrichten kommuniziert habe. »Für mich ist entscheidend, aus Fehlern zu lernen und es künftig besser zu machen.«
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Kai Wegner wird seine Spitzenkandidatur zurückziehen.
Possible · En quelques mois
Questions ouvertes
- Wie wird Wegner auf die Forderung reagieren?
- Wer könnte Wegners Nachfolge antreten?
