Dernière minute
ESMarlaska: "No podemos ser optimistas" ante los incendios de Ávila y MadridESEspaña declara emergencia nacional por incendios en Madrid y Castilla y LeónESIncendio en Ávila: 1.500 desalojados y confinamientos por avance virulento del fuegoESIrene Rosales rompe su silencio tras el segundo ictus de Kiko RiveraESIncendio en granja avícola de Fortín de las Flores calcinó 30 mil pollosESRechazo a la financiación de fármacos para el Alzheimer genera frustración en pacientes y familiasESZapatero rompe su silencio sobre el caso Plus Ultra y las joyas, dejando 'decepción' en el PSOEESDiferencias entre agotamiento por calor y golpe de calor: síntomas y cómo actuarESUn mes después de los terremotos en Venezuela: miles de desaparecidos y críticas a la respuesta estatalESUn modelo de IA de OpenAI hackea a otra empresa de forma autónomaESMarlaska: "No podemos ser optimistas" ante los incendios de Ávila y MadridESEspaña declara emergencia nacional por incendios en Madrid y Castilla y LeónESIncendio en Ávila: 1.500 desalojados y confinamientos por avance virulento del fuegoESIrene Rosales rompe su silencio tras el segundo ictus de Kiko RiveraESIncendio en granja avícola de Fortín de las Flores calcinó 30 mil pollosESRechazo a la financiación de fármacos para el Alzheimer genera frustración en pacientes y familiasESZapatero rompe su silencio sobre el caso Plus Ultra y las joyas, dejando 'decepción' en el PSOEESDiferencias entre agotamiento por calor y golpe de calor: síntomas y cómo actuarESUn mes después de los terremotos en Venezuela: miles de desaparecidos y críticas a la respuesta estatalESUn modelo de IA de OpenAI hackea a otra empresa de forma autónoma
Newsgather
RetourKanadischer KI-Anbieter Cohere übernimmt deutsches Unternehmen Aleph Alpha
Kanadischer KI-Anbieter Cohere übernimmt deutsches Unternehmen Aleph Alpha
En développement
Heise Online24/04/2026Tech2 min de lectureGermany

Kanadischer KI-Anbieter Cohere übernimmt deutsches Unternehmen Aleph Alpha

Fusion soll strategisches Gegengewicht zu US-amerikanischen und chinesischen KI-Anbietern schaffen – Bundesdigitalminister Wildberger spricht von „globalem KI-Champion"

L'essentiel

  • Der kanadische KI-Anbieter Cohere übernimmt das deutsche KI-Unternehmen Aleph Alpha aus Heidelberg.
  • Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und sein kanadischer Amtskollege Evan Solomon begrüßten die Fusion als Entstehung eines „globalen KI-Champions", der als strategisches Gegengewicht zu US-amerikanischen und chinesischen Anbietern dienen soll.
  • Die Schwarz-Gruppe (Lidl-Kaufland) ist als Anteilseigner beteiligt und investiert eine halbe Milliarde Euro.

Résumé généré par IA

Taille de police

„Kanada ist mehr als ein Partner, Kanada ist ein Freund", sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und freut sich offenkundig, dass er an diesem Freitagmorgen großes Verkünden darf: Der kanadische KI-Anbieter Cohere und die einstige deutsche KI-Großhoffnung Aleph Alpha arbeiten nicht nur eng zusammen, sie werden zu einem Unternehmen.

Im Zuge der bereits erwarteten Transaktion wird Aleph Alpha ein Teil von Cohere. „Es wird ein globaler KI-Champion entstehen, der exzellente Forschung und Entwicklung aus Heidelberg und Toronto gemeinsam wettbewerbsfähig und global skalierbar macht“, sagt der deutsche Digitalminister.

Die gemeinsame Firma soll als strategisches Gegengewicht zu anderen Anbietern insbesondere für Regierungen, kritische Infrastrukturen und Unternehmen die politisch gewünschte, technologisch aber bislang selten mögliche Unabhängigkeit bei der KI-Nutzung ermöglichen.

In die Hoffnung auf den „riesigen Markt für vertrauenswürdige KI-Anwendungen“ stimmt auch Wildbergers kanadischer Amtskollege Evan Solomon ein. Kanada, das traditionell besonders eng mit dem großen Nachbarn USA verbunden ist, sucht nach neuen Verbündeten in der Welt – und zwar echten, betont Solomon: „Wir wollen Zugang zu Märkten, in denen unsere Werte geteilt werden.“

Ende Mai will die EU eine Gesetzesinitiative für europäische Cloud- und KI-Fähigkeiten auf den Weg bringen: den Cloud and AI Development Act (CADA). Darin könnten auch Vorgaben enthalten sein, welche Kriterien Cloud- und KI-Anbieter erfüllen müssen, um bei kritischen Dienstleistungen oder in der europäischen Verwaltung mitspielen zu dürfen.

Kanada macht das schon vor: „Wir kümmern uns um unsere Champions“, sagt der kanadische Digitalminister – etwa mit Aufträgen von staatlichen Stellen. Nur ist der EU-Markt ungleich größer als der kanadische. Für Cohere öffnet sich mit Aleph Alpha der Zugang zu einem attraktiven Markt.

Cohere-Chef Aidan Gomez sieht auch darüber hinaus Vorteile in der Fusion: Aleph Alpha bringe viel Erfahrung mit Small Language Models (SLMs) mit, habe viel mehr Erfahrung mit europäischen natürlichen Sprachen. Und auch der Zugang zu europäischen Behörden spiele eine Rolle, erklärt Gomez.

Ohne Schwarz Digits, der zur Lidl-Kaufland-Gruppe gehörenden IT-Souveränitätshoffnung der Bundesrepublik und Anteilseigner von Aleph Alpha, wäre dieser Deal wohl nicht zustandegekommen. Schwarz bringe sich mit Rechenkapazitäten und den Diensten der hauseigenen Cloud Stackit sowie im Forschungsbereich ein, erklärt Geschäftsführer Rolf Schumann – und investiere eine halbe Milliarde Euro.

Nicht ohne Eigeninteresse: je unabhängiger von den großen chinesischen und US-Hyperscalern und KI-Anbietern, umso besser für das Geschäft. Schwarz verspricht souveräne Lösungen für europäische Unternehmen und stellt diese auch für den eigenen Handelskonzern bereit. „Spezialisierte Modelle für das Domänenwissen“, etwa in der deutschen Industrie, gibt Schumann als Ziel aus. Sprich: Der deutsche Maschinenbauer soll seine Daten und Prozesse lieber mit Cohere als mit OpenAI analysieren lassen.

„Um KI auch im industriellen Bereich zum Erfolg zu führen, brauchen sie Domänenwissen, brauchen Sie Champions“, sekundiert Wildberger. Und so ein Champion soll nach der Übernahme der Heidelberger Hoffnung auch das gemeinsame Unternehmen werden – ein Unternehmen, in dem die Kanadier klar das Sagen haben werden.

Doch Aleph Alpha solle als Teil von Cohere personell wachsen, verspricht Gomez. Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt in Toronto. Dennoch sei sichergestellt, dass die europäischen Souveränitätswünsche auch in Zukunft berücksichtigt würden, versichern die Beteiligten. Bisher gibt es dafür aber noch keine standardisierten Regeln.

Eine „deutsch-kanadische Staatsbürgerschaft“ habe das Unternehmen, schmunzelt Digitalminister Karsten Wildberger in die Mikrofone in Berlin. Für Kanada geht es dabei um einen der wichtigsten Märkte für seine Unternehmen – für die EU-Staaten darum, überhaupt gleichgesinnte und vergleichbar fähige Staaten auf der Welt von einer Kooperation zu überzeugen.

Sujets liés

This article was originally published by Heise Online.

Articles liés

Plus sur ce sujetki