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Kap Verde und Spanien ziehen ins Achtelfinale ein
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Süddeutsche Zeitung27.06.2026Sport4 dk okumaGermany

Kap Verde und Spanien ziehen ins Achtelfinale ein

L'essentiel

  • Kap Verde ist erstmals seit der WM 2006 als Neuling in die K.-o.-Runde eingezogen, ungeschlagen, aber ohne Sieg.
  • Spanien gewann knapp gegen Uruguay und sicherte sich den Gruppensieg.

Résumé généré par IA

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Kap Verde erreichte als Neuling erstmals seit der WM 2006 die K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Saudi-Arabien und Uruguay schieden aus.

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Erstmals seit der WM 2006 (damals Ukraine und Ghana) erreichte damit ein Neuling die K.-o.-Runde. Und das zwar ohne Sieg, aber eben auch ungeschlagen. Saudi-Arabien muss mit zwei Punkten als Tabellenletzter die Heimreise antreten.

Die Ausgangslage war klar: Nach den Sensationspunkten gegen die Ex-Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) reichte Kapverde ein Sieg sicher für das Weiterkommen, bei einem Remis waren die „Blauen Haie“ auf das Parallelspiel Spanien gegen Uruguay angewiesen. „Wir sind stolz, dass wir so weit gekommen sind. Es ist möglich“, sagte Trainer Pedro Leitao Brito vor dem „Spiel unseres Lebens“.

Aber auch Saudi-Arabien, umstrittener WM-Gastgeber 2034 und trainiert vom gebürtigen Frankfurter Georgios Donis, hatte nach dem Punktgewinn gegen Uruguay (1:1) zum Auftakt mit einem Dreier noch beste Chancen aufs Weiterkommen. Entsprechend nervös gingen es beide Teams an, die ersten Minuten waren geprägt von vielen Fouls, Ungenauigkeiten und wenig Torraumszenen. Ein erster Abschluss der Saudis von Kapitän Salem Al-Dawsari wurde geblockt (18.), auf der Gegenseite scheiterte Willy Semedo am Außennetz (22.). Hassan Al-Tambakti musste verletzt mit der Trage vom Feld (30.).

Auf den Tribünen herrschte ausgelassene Stimmung – besonders bei den kapverdischen Fans, als in der 43. Minute erst das 1:0 von Spanien und anschließend die Live-Tabelle über die Videoleinwände eingeblendet wurde. Torwartheld Vozinha musste erst in der Nachspielzeit bei einem Kopfball von Al-Dawsari erstmals zupacken (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel spielte vor allem der Inselstaat, der zu den deutlich besseren Chancen kam. Kevin Pina, der gegen Uruguay das erste WM-Tor des Underdogs erzielt hatte, setzte einen Schuss aus der Distanz nur knapp über das linke Kreuzeck (50.). Laros Duarte (75.) ließ freistehend dazu die beste Möglichkeit des Außenseiters auf die Führung liegen. So blieb es spannend.

Uruguay verliert nach einem erneuten Patzer von Muslera und ist raus

Viel Mühe, kein Zauber: Dank eines schlimmen Torwartpatzers ist Spanien bei der WM in die K.-o.-Phase eingezogen – beim tristen 1:0 (1:0) gegen Uruguay konnten Lamine Yamal und Co. aber kein weiteres Selbstvertrauen sammeln. Der Treffer für den Europameister durch Alex Baena (42.) war ein Geschenk von Uruguays Keeper Fernando Muslera, ansonsten geizte Spanien in Guadalajara zum Abschluss der Gruppenphase vor den Augen von König Felipe VI. aber mit packenden Offensivaktionen.

Durch das 1:0 sicherte sich Spanien mit sieben Punkten Platz eins in Gruppe H und trifft im Sechzehntelfinale nun auf den Zweiten der Gruppe J – Gegner könnte am Donnerstag damit womöglich Österreich mit Nationaltrainer Ralf Rangnick sein.

Für Uruguay endete die WM erneut in einem Debakel, die „Celeste“ um Kapitän Federico Valverde von Real Madrid fährt nach drei enttäuschenden Auftritten wie vor vier Jahren bereits nach der Vorrunde nach Hause, im Land des Ex-Weltmeisters rumort es gewaltig. Kurz vor Schluss sah Agustin Canobbio wegen eines brutalen Einsteigens die rote Karte (90.+4).

Vor den Augen des spanischen Monarchen tat sich der Favorit lange schwer, die Ballkünstler des Mitfavoriten leisteten sich überraschend viele kleine Fehler im Spielaufbau. Das lag vermutlich aber auch an den sehr bissigen, sehr aggressiven Uruguayern – für die Südamerikaner ging es schließlich um alles.

Trainer Bielsa wechselt zur Halbzeit den Torwart

Umso größer war der Schock, als Keeper Muslera kurz vor der Halbzeit erneut bei dieser WM böse patzte. Beim Schüsschen von Baena war der 40-Jährige zwar noch dran, doch der nicht besonders gefährliche Ball trudelte ins Tor. Uruguays Trainer Marcelo Bielsa wechselte Muslera zur Strafe aus, zur zweiten Halbzeit ersetzte Sergio Rochet den Oldie.

Uruguay wurde vor 45 065 mit der Zeit immer verzweifelter und wütender, sie stiegen teilweise überhart in die Zweikämpfe ein und versuchten, Spanien so zu knacken. Ihr Sturm und Drang führte zwangsläufig zu mehr Lücken in der Abwehr – doch Spaniens Offensivmaschine wollte nicht so recht in Gang kommen. Viele Konter wurden zu unsauber ausgespielt, einmal traf Ferran Torres (86.) allein vor dem Tor nur die Latte.

So blieb es bis zum Ende spannend. Doch dann war klar: Spanien spielt weiter um den Titel, Uruguay fliegt nach Hause.

Questions ouvertes

  • Wie wird sich die Leistung auf die Zukunft von Trainer Bielsa auswirken?
  • Welche Konsequenzen hat das Ausscheiden für den saudischen Fußball?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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