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Karl-May-Spiele: "Im Tal des Todes" feiert Premiere in Bad Segeberg
Culture
Die Welt19.06.2026Culture3 dk okumaGermany

Karl-May-Spiele: "Im Tal des Todes" feiert Premiere in Bad Segeberg

L'essentiel

  • Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg präsentieren "Im Tal des Todes", eine Dramatisierung des 62.
  • Karl-May-Bandes.
  • Alexander Klaws kehrt als Winnetou zurück und reitet an der Seite von Bastian Semm als Old Shatterhand.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg inszenieren in ihrer 73. Saison das Abenteuer "Im Tal des Todes". Die Geschichte spielt in Mexiko und handelt von Winnetou und Old Shatterhand, die gegen einen skrupellosen Minenbetreiber kämpfen.

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Winnetou und Old Shatterhand haben in Mexiko einige Prüfungen und Kämpfe zu bestehen, bevor sie „Im Tal des Todes“ segensreich und lebensrettend einschreiten können. Denn sie sind in Mexiko unterwegs, wohin es einen Teil der deutschen Auswandererfamilie von Adlerhorst verschlagen hat, hier genauer: Martin von Adlerhorst. Dessen Besitz liegt unglücklicherweise ganz in der Nähe einer Quecksilbermine, die vom Schurken Roulin ausgebeutet wird, mit Hilfe schanghaiter Arbeiter, deren Gesundheit und Leben unter diesen Umständen keinen Pfifferling wert ist. Beide Seiten haben Verbündete, Unterstützer und Sympathisanten, darunter je ein Indianerstamm. Und dann gibt es auch noch Touristen, die den Wilden Westen unsicherer machen, als er ohnehin schon ist.

Alexander Klaws reitet an der Seite von Bastian Semm

Die Dramatisierung des 62. Bandes der Gesammelten Werke von Karl May durch Autor Michael Stamp ist ganz für die große Freilichtbühne gemacht. Obwohl Old Firehand und andere Personen der Romanhandlung entfallen, bleiben zwölf namentlich genannte Charaktere, die ihre Sache heute bei der Vorstellung erster Szenen der rund sieben Millionen Euro teuren Produktion am Kalkberg in Bad Segeberg ausgezeichnet vertraten.

Winnetou, zum sechsten Mal gespielt von Alexander Klaws, schlägt sich vor einem neu gebauten mexikanischen Dorf links und der Felsenwildnis auf der rechten Seite des Freilichtrunds (Bühne: Erik Rüffler) an der Seite von Old Shatterhand (Bastian Semm) erfolgreich mit dem neunköpfigen Stuntteam von Dr. Steve Szigeti herum, das in unterschiedlicher Verkleidung manche Überraschung parat hat. Dirc Simpson schreitet mitunter als Sam Hawkins mit seiner altertümlichen Flinte Lilly hilfreich auf Seite der Helden ein, Hitzkopf Martin von Adlerhorst (Fabian Monasterios) muss mehrfach gerettet werden.

Isabell Varell betreibt in San Miguel eine Cantina

Der altgediente Karl-May-Recke Joshy Peters spielt diesmal den bösen Häuptling Tokvi-Kava, der dem Feuerwasser verfallen ist und daher durch Roulin (Florian Fitz) leicht zu manipulieren ist. Denn letzterer sitzt an der Quelle, steckt er doch mit Senorita Miranda unter einer Decke. Die Senorita, stark gespielt von Isabel Varell, die auch mal ein mexikanisches Lied zum Besten gibt, übertölpelt nichts ahnende Gäste ihrer „Cantina“ im Ort San Miguel mit K.-o.-Tropfen im Tequila.

Sasha Hödl hilft als böser Cowboy Alfarez gern bei Miranda und Roulin aus. In weiteren Rollen: Inés Cihal als weiße Schamanin Paloma Nakana, Alexis Kara als überforderter Anwalt und Reisebegleiter von Sir John Raffley (Heinrich Schafmeister), der im Auftrag des Londoner Traveller’s Club auf Tour durch Amerika ist. Komplettiert wird die muntere Truppe zu Fuß und zu Pferde durch Felix Adams, der mal als Blutiger Jack, mal als Pablo Hernandez unterwegs ist.

Mix aus Stunts, Überraschungen, und technischen Effekten

Regisseur Nicolas König zaubert in Bad Segeberg routiniert neue Überraschungen aus dem Cowboyhut und setzt wie in den vergangenen drei Jahren auf einen Mix aus den überraschenden Wendungen im Stück, starken Stunts und Kampfszenen sowie neuen und bekannten technischen sowie pyrotechnischen Effekten. Im Tal des Todes herrscht keineswegs Totenstille. Vielmehr kommt es beim Abbau der ohnehin giftigen Quecksilbervorkommen zu Arbeitsunfällen, Explosionen und mancher Schießerei.

Trotz der großen Handlungsbögen und der Action, die eine Open-Air-Bühne verlangt, kommt es immer wieder auch zu berührenden Momenten, und für Komik ist durch den Sir im falschen Film ebenfalls gesorgt. Ein großes Ensemble aus engagiert tanzenden, reitenden und spielenden Laiendarstellern, eine Herde Pferde und ein Schreiseeadler machen aus dem Abenteuer eine Wildwest-Show, die Buffalo Bill nach den ersten Eindrücken zwar authentischer, aber nicht unbedingt besser hinbekommen hätte.

Ausstattung des riesigen Amphitheaters verbessert

Bei den diesjährigen Karl-May-Spielen in Bad Segeberg feiert in deren 73. Saison „Im Tal des Todes“ am 27. Juni Premiere und läuft anschließend bis zum 6. September jeweils von Donnerstag bis Sonntag. Geschäftsführerin Ute Thienel wies bei der Vorstellung der ersten Szenen auf einige Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur auf dem Gelände hin.

Zwischen dem oberen und unteren Zuschauerbereich gibt es ein neues Geländer, die Tontechnik wurde optimiert, Halogenleuten wurden durch umweltfreundlichere LED-Leuchten ersetzt und auf dem Vorplatz entstand eine erweiterte Toilettenanlage. Das ist bei bis zu 7.700 Besuchern pro Vorstellung keine Kleinigkeit. Zur Freude der Darsteller ist zudem hinter der Bühne als Spiegel der Cantina auf der Bühne eine neue Kantine mit neuer Küche entstanden.

Weitere Informationen und Tickets unter: www.karl-may-spiele.de

Questions ouvertes

  • Wie werden die technischen und pyrotechnischen Effekte im Detail umgesetzt?
  • Welche Rolle spielen die Indianerstämme und Touristen für die Handlung?

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This article was originally published by Die Welt.

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