Kenyas Langstreckenläufer Kandie wegen Dopingbetrugs für sieben Jahre gesperrt
L'essentiel
- Kenyas Langstreckenläufer Kandie wurde wegen Dopingbetrugs für sieben Jahre gesperrt.
- Er verweigerte eine Dopingprobe und legte gefälschte Dokumente vor.
- Der Fall reiht sich in eine Serie von Dopingvergehen kenianischer Athleten ein.
Résumé généré par IA
Demnach seien am 1. März 2025 Dopingkontrolleure an Kandies Wohnadresse in Kenia erschienen, um eine Probe zu nehmen. Der Sportler habe die Kontrolle aber verzögert und in dieser Zeit mehrere Telefonate geführt, ehe er schließlich die Abgabe einer Probe verweigerte.
Eine Auswertung von Kandies Handy ergab, dass er mit einer Pflegekraft in Eldoret telefoniert habe. Diese hatte zuvor regelmäßig Überweisungen von Kandie erhalten. Die Pflegekraft habe laut Kandie regelmäßig seinen Hämoglobinwert analysiert. An diesem Tag habe er sich mit der Person treffen wollen, um Haushaltsgeräte zu erwerben, sagte der Läufer.
Immer wieder fallen kenianische Läufer auf
Um die verweigerte Probe zu begründen, legte Kandie später Dokumente vor, die seine dringend erforderliche Anwesenheit bei der Inspektion einer Baustelle in Eldoret am selben Tag belegen sollten. Diese stellten sich aber als gefälscht heraus. Weil Kandie letztlich geständig war, kam er mit sieben statt acht Jahren Sperre davon. Die Sperre läuft schon seit 2025.
Kandie hatte beim Valencia-Halbmarathon 2020 den Weltrekord um 29 Sekunden auf 57:32 gedrückt und diesen rund ein Jahr lang behalten. Zudem gewann Kandie auch 2022 und 2023 den Halbmarathon in Valencia. Beim Berlin-Marathon landete er 2024 auf dem 13. Platz. Kandie ist immer noch der drittschnellste Halbmarathonläufer der Geschichte.
Der Fall des 30-Jährigen ist der nächste Skandal in einer schier endlosen Reihe unter Kenias Langstrecken-Assen. Anfang März hatte die nationale Anti-Doping-Agentur des afrikanischen Landes mitgeteilt, dass 27 Athletinnen und Athleten wegen entsprechender Verstöße vorläufig suspendiert wurden. Zu den Suspendierten gehörte Rita Jeptoo, die frühere Boston- und Chicago-Siegerin. Im Oktober wurde zudem Marathon-Weltrekordlerin Ruth Chepngetich für drei Jahre gesperrt.






