Klimakatastrophe, Krieg in der Ukraine und die Flüchtlingskrise: Europas multiple Krisen
Von Hitzewellen in den Alpen über Niedrigwasser im Rhein bis zur angespannten Migrationslage – die Probleme häufen sich und erfordern dringendes Handeln.
L'essentiel
Europa sieht sich mit einer multiplen Krise konfrontiert: Klimawandel mit extremer Hitze und Wasserknappheit, anhaltender Krieg in der Ukraine und eine sich verschärfende Migrationssituation, die die EU vor große Herausforderungen stellt.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Der Artikel beschreibt die sich verschärfende Klimakrise in Europa, den anhaltenden Stellungskrieg in der Ukraine und die Spannungen im Zusammenhang mit der Migration nach Europa, insbesondere nach Ceuta.
Tatsächlich aber hat sich Wallace-Wells’ Befund seit Erscheinen des Artikels nur immer weiter bestätigt. Es sind nicht mehr nur Landstriche in Asien oder Afrika, die zu Wüsten werden. Auch in Europa, auf dem Kontinent, der sich so schnell erhitzt wie kein anderer, stellen sich Menschen zunehmend Existenzfragen. Es reicht, auf die Meldungen der vergangenen Tage zu schauen, um das Ausmaß der Krise zu begreifen. Eine Auswahl:
In den Alpen liefern Hubschrauber Trinkwasser, weil auf den Hütten das Bergwasser knapp wird.
Auf dem Rhein ist der Pegel zwischenzeitlich auf 24 Zentimeter gesunken, Schifffahrt ist dort kaum mehr möglich.
Ungarn schaltete wegen der Hitze das Atomkraftwerk Paks ab, dem Land fehlt gerade die Hälfte des Stroms.
Die Klimakatastrophe ist keine ferne Dystopie mehr. Sie ist längst Alltag, das neue Normal, auch in Europa. Das Problem ist, dass weder Politik noch Gesellschaft der Herausforderung gerade auch nur ansatzweise gerecht werden. Statt alles daranzusetzen, die Krise zumindest einzudämmen, werden Maßnahmen zum Klimaschutz eher noch zurückgefahren. Die Klimakatastrophe lässt sich allerdings nur so lange verdrängen, bis sie sich – durch Dürren, Brände, Fluten – nicht mehr verdrängen lässt.
An der Front im Osten und im Süden der Ukraine ist der Krieg seit vielen Monaten ein Stellungskrieg, beide Armeen reiben sich auf, ohne entscheidende Geländegewinne zu erzielen. Parallel dazu führen die beiden Staaten einen zweiten Krieg. So hat es die »New York Times« gerade beschrieben. Es ist ein Luftkrieg, der insbesondere mit Drohnen und Raketen ausgetragen wird.
Was wird aus den Gestrandeten von Ceuta?
Wenn die Europäer in einem gut sind, dann darin, nach Krisen schnell zum Alltagsgeschäft überzugehen. Am Wochenende hatten sich Politikerinnen und Politiker noch mit Attacken gegen Spanien überboten, weil wohl mehr als 70.000 Migrantinnen und Migranten aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta gelangt waren. Am Dienstag waren die EU-Innenminister bei ihrem Gipfel bereits wieder um Geschlossenheit bemüht. Die europäische Migrationspolitik habe sich bewährt, sagte sinngemäß EU-Innenkommissar Magnus Brunner.
Das aber ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Zwar sind inzwischen die meisten der Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt, was die Situation schlagartig entspannt hat. In der Krise wurde jedoch deutlich, wie schnell unter den Europäern Panik ausbricht, wenn auch nur der Eindruck herrscht, es könnten wieder in größerer Zahl Migrantinnen und Migranten kommen. Und wie reflexhaft rechte Kräfte das Thema instrumentalisieren.
Unklar ist, wie es mit jenen Menschen weitergeht, die in Ceuta geblieben sind, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Die Organisation Save the Children hatte bereits zu Wochenbeginn darauf hingewiesen, dass die Aufnahmeeinrichtungen für Minderjährige heillos überfüllt sind: Auf einen Platz kommen gerade etwa hundert Menschen. Nun hat auch der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Viva, Alarm geschlagen. Er bezeichnete die Situation für die angekommenen Minderjährigen in der Exklave als »absolut unhaltbar«. Es ist unwahrscheinlich, dass man sich im Rest Europas darum groß kümmert. Hier hat man längst wieder einen Haken hinter das Thema Ceuta gemacht.
Es war ein Spiel und wir sind einfache Leute – wir sind drauf reingefallen
…ist Stürmerstar Mohamed Salah. Der Ägypter hat wie kaum ein anderer die Erfolgsepoche beim FC Liverpool geprägt. Nun wechselt er aller Wahrscheinlichkeit nach zum türkischen Erstligisten Trabzonspor. An der sportlichen Perspektive kann das eher nicht liegen, die türkische Liga fällt deutlich hinter der englischen ab. An dieser Stelle muss ich mich kurz outen: Ich habe lange in Istanbul gelebt und bin Fan des Clubs Beşiktaş Istanbul, ein sympathischer Arbeiterverein im gleichnamigen Stadtteil. Die Fans von Trabzonspor sind hingegen wiederholt durch Gewalt aufgefallen.
Das Trikot trägt er schon – Superstar Salah zu Verhandlungen in der Türkei gelandet
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Die Auswirkungen der Klimakrise werden sich in Europa weiter verschärfen, was zu weiteren Hitzewellen, Dürren und Wasserknappheit führt.
Très probable · En quelques mois
Die Spannungen um die Migration nach Europa werden zunehmen, insbesondere wenn die Aufnahmekapazitäten überlastet sind und rechte Parteien das Thema weiter instrumentalisieren.
Probable · En quelques semaines
Die EU wird weiterhin Schwierigkeiten haben, eine kohärente und effektive Strategie zur Bewältigung der Klimakrise und der Migrationsherausforderungen zu entwickeln.
Probable · En quelques mois
Questions ouvertes
- Welche konkreten Maßnahmen plant die EU zur Eindämmung der Klimakrise?
- Wie wird sich der Krieg in der Ukraine auf die europäische Energieversorgung auswirken?
- Welche langfristigen Lösungen gibt es für die Migrationsproblematik, insbesondere für unbegleitete Minderjährige?
- Wird Mohamed Salah tatsächlich zu Trabzonspor wechseln, und welche Auswirkungen hätte dies auf die türkische Liga?






