Koch und Kellner: Putin, Xi, Merkel und der Führerschein
L'essentiel
- Russlands Präsident Putin besucht China, während Deutschland über die Rolle Chinas im Ukraine-Krieg und die Reform des Führerscheins diskutiert.
- Ex-Kanzlerin Merkel erhält einen EU-Orden und äußert sich zu sozialen Medien.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
The article discusses Vladimir Putin's visit to Beijing for talks with Xi Jinping, framing Russia as China's junior partner. It touches upon Germany's political landscape, with former Chancellor Angela Merkel receiving an award and commenting on current affairs, contrasted with the performance of current leaders Olaf Scholz and Friedrich Merz. Additionally, it covers proposed reforms to the German driving license system.
Koch und Kellner
Wladimir Putin ist in Peking eingetroffen, heute steht die Autokratenaudienz bei Xi Jinping auf dem Plan. Oder, wie der Kreml das nennt: Gespräche zum Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder (lesen Sie hier Hintergründe zum Besuch). Ein Austausch unter Gleichen? Haha. Bei Xi und Putin ist klar, wer Koch ist und wer Kellner. Längst gibt Russland den Juniorpartner Chinas, oder wie Ex-Sicherheitskonferenz-Chef Christoph Heusgen das mal mit Blick auf Putins Öllieferungen ausgedrückt hat: »Russland ist jetzt eine Discounttankstelle für China.«
Die Abhängigkeit bedeutet auch: Ohne das Einverständnis von Xi könnte Putin seinen Krieg in der Ukraine nicht fortsetzen. China könnte Russland den Stecker ziehen. Das will Xi aber offensichtlich nicht, seit vier Jahren steht er unverbrüchlich an der Seite des Aggressors.
Der Kanzler derweil hat von der »Hoffnung« gesprochen, »dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden«. Aber Friedrich Merz ist Realpolitiker. Deshalb hat er seiner Hoffnungsbekundung folgenden Satz vorgeschaltet: »Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China.«
Am Montag bereits ließ sich Merkel vor jungem Publikum auf der Digitalkonferenz »re:publica« interviewen, »von D wie Döner über S wie Sperrmüll bis hin zu T wie Timmy«, wie mein Kollege Konstantin von Hammerstein hier berichtet. Außerdem äußerte sie sich zu Putin und der Ukraine, ihren Nicht-Ambitionen auf das Amt der Bundespräsidentin sowie zur Fußballnationalmannschaft. Und, fast hätte ich es vergessen: zu Tokio Hotel. Sehr launig, sehr kurzweilig. Am Dienstag dann wurde Merkel vom EU-Parlament der neu geschaffene Europäische Verdienstorden verliehen (hier mehr dazu). Im Gegenzug rief sie die EU zu mehr Regulierung von sozialen Medien und künstlicher Intelligenz auf.
Damit hat Merkel innerhalb von 72 Stunden innenpolitisch und außenpolitisch bis zur bunten Lage alles abgedeckt. Und sie hat noch etwas getan, ganz nebenbei: sich in Erinnerung gerufen. Diese Erinnerung an ihre Kanzlerschaft schärft den Kontrast zur Arbeit ihrer Nachfolger Olaf Scholz und Friedrich Merz. Die beiden so selbstgewissen Männer sehen da nicht gut aus. Es ist eben nicht so leicht. Dabei rückt das in den Hintergrund, was doch auch zum Erbe Merkels gehört: ausgebliebene Reformen, mangelnde Abschreckung Russlands, Zunahme der Ungleichheit, verpasste Chancen beim Klimaschutz.
Nur: Solange es keiner besser macht, ist die Kritik an ihr allzu billig.
Mehr Hintergründe hier: Nur an einer Stelle widerspricht der Kanzler vor der SPD-Fraktion
In den Jahren danach wandelte sich das. In vielen Teams beeindruckten mich die Torhüter weiterhin am meisten, aber nicht mehr wegen ihrer Jugend – sondern jetzt, weil sie ja meist älter waren. Älter als die Feldspieler. Und: älter als ich. Irgendwann waren die Ersten leider sogar jünger als ich. Seitdem der Italiener Gianluigi Buffon 2023 mit 45 Jahren in Rente gegangen ist, ruht meine Hoffnung auf Manuel Neuer. Der 40-Jährige soll laut Medienberichten in diesem Sommer noch mal zur WM fahren, als Nummer eins im deutschen Tor (lesen Sie hier mehr dazu). Schön für ihn, schön für uns, wenn es so kommt.
Mein Kollege Alexander Kühn ist vergangenes Jahr 50 Jahre alt geworden, er hat ein zugleich unterhaltsames und ernstes Buch darüber geschrieben: »Älterwerden für Anfänger«. Ja, sagt Alex, es mangele nicht an Ratschlägen für ein langes, gesundes Leben: wenig rotes Fleisch, nicht rauchen, moderates Joggen, so was. Aber wie geht es nach der 50 weiter? Wie bleibt man heiter und gelassen? Alex hat sich auf die Suche begeben, und ich drücke Manuel Neuer die Daumen.
Die ganze Geschichte hier: Warum es so schwer ist, 50 zu werden
…ist (vielleicht) der Führerschein. Denn die Bundesregierung will etwas tun für die Attraktivität des alten Lappens, der längst eine Karte und bald auch digital ist. Heute soll das Bundeskabinett die Pläne von Verkehrsminister Patrick Schnieder absegnen (nein, der neue Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz heißt Gordon Schnieder, das ist der Bruder): Die Fahrschulausbildung soll reformiert werden, damit man den Führerschein einfacher und günstiger machen kann. Heißt: weniger Sonderfahrten, Theorieunterricht auch online, weniger Prüfungsfragen, private Übungsfahrten mit Elternteil – mehr dazu hier .
Ob’s hilft? Seit Jahren fremdeln ja die jungen Leute mit der sogenannten Fahrerlaubnis der Klasse B, also der klassischen Lizenz fürs Autofahren. Der Anteil der 17- bis 20-Jährigen, die über einen Führerschein verfügen, ist in Deutschland laut einer »Statista«-Berechnung auf 41 Prozent gefallen (Stand Januar 2025). Zehn Jahre zuvor waren es noch zehn Prozentpunkte mehr.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
The German Federal Cabinet will approve plans to reform driving license training.
Très probable · En quelques jours
Questions ouvertes
- Will China's support for Russia continue indefinitely?
- What specific reforms will be implemented for the German driving license?
- How will the proposed driving license reforms affect the declining rate of young people obtaining licenses?
- What are the long-term implications of Merkel's legacy on Germany's current foreign and domestic policy?



