Dernière minute
INTLMaine Senate Candidate Graham Platner Faces Calls to Withdraw After Sexual Assault AllegationsBRItamaraty vê 'risco' de EUA usarem 'força militar' contra o Brasil após PCC e CV serem declarados terroristasBRMulher é assassinada a facadas pelo companheiro no Recife; filha de 13 anos também é esfaqueadaCNNorway Urges China to Use Influence on Russia for Ukraine PeaceRUПленный ВСУ: Командование полка «Скала» заставляло пожилых солдат ходить в броне по шесть часовKR이재명 대통령, 캐나다 잠수함 사업 좌절에 "멈추지 않고 나아가는 것이 중요"KR캐나다, TKMS를 초계 잠수함 사업 우선협상 대상자로 선정…나토 상호운용성·대규모 투자 유치 배경KR사회보험 취지 환기한 탈모 건보 적용 논란RUPoland to Investigate Leak of Secret Patriot Missile Deliveries to UkraineCN国际足联上诉委员会驳回比利时足协就巴洛贡禁赛申诉INTLMaine Senate Candidate Graham Platner Faces Calls to Withdraw After Sexual Assault AllegationsBRItamaraty vê 'risco' de EUA usarem 'força militar' contra o Brasil após PCC e CV serem declarados terroristasBRMulher é assassinada a facadas pelo companheiro no Recife; filha de 13 anos também é esfaqueadaCNNorway Urges China to Use Influence on Russia for Ukraine PeaceRUПленный ВСУ: Командование полка «Скала» заставляло пожилых солдат ходить в броне по шесть часовKR이재명 대통령, 캐나다 잠수함 사업 좌절에 "멈추지 않고 나아가는 것이 중요"KR캐나다, TKMS를 초계 잠수함 사업 우선협상 대상자로 선정…나토 상호운용성·대규모 투자 유치 배경KR사회보험 취지 환기한 탈모 건보 적용 논란RUPoland to Investigate Leak of Secret Patriot Missile Deliveries to UkraineCN国际足联上诉委员会驳回比利时足协就巴洛贡禁赛申诉
Newsgather
BackKölner Dom: Eintrittsdebatte unter Prominenten
Kölner Dom: Eintrittsdebatte unter Prominenten
En développement
Die Zeit02.06.2026Other5 dk okumaGermany

Kölner Dom: Eintrittsdebatte unter Prominenten

L'essentiel

  • Ab Juli soll der Kölner Dom Eintritt kosten, um die Unterhaltskosten zu decken.
  • Diese Ankündigung hat eine Debatte unter Kölner Prominenten ausgelöst, deren Meinungen stark auseinandergehen.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Kölner Dom, ein UNESCO-Weltkulturerbe, muss ab Juli Eintritt kosten, um seine enormen Unterhaltskosten zu decken. Diese Entscheidung hat eine breite Debatte ausgelöst, insbesondere unter Kölner Prominenten.

Taille de police

Der Kölner Dom soll ab Juli Eintritt kosten. Denn es verschlingt enorme Summen, den «kolossalen Gesellen», wie ihn der Dichter Heinrich Heine nannte, zu unterhalten. Am Dienstag (11.00 Uhr) will das Domkapitel nun mitteilen, wie hoch der Eintritt ausfallen soll.

Die Ankündigung einer Besichtigungsgebühr hat eine heftige Debatte ausgelöst. Auch unter Kölner Promis gehen die Meinungen weit auseinander, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

Hape Kerkeling hält Eintritt für «unmöglich»

Hape Kerkeling (61) hat eine ganz klare Haltung zu der Eintrittsfrage: «Unmöglich! Das geht nicht», findet der Entertainer und Schauspieler. «Die Zeiten ändern sich - aber Eintrittsgeld für den Dom? Wer hat sich das denn ausgedacht?» Kerkeling, der in dem Bestseller «Ich bin dann mal weg» über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg erzählte, hat den Kölner Dom auch in seinen jüngsten Film «Horst Schlämmer sucht das Glück» eingebaut.

Karl Lauterbach kritisiert Eintritt als «falsches Zeichen»

Karl Lauterbach (63), Kölner Bundestagsabgeordneter für die SPD und Ex-Bundesgesundheitsminister, sieht die Entscheidung des Domkapitels ebenfalls kritisch. «Es ist ein falsches Zeichen, Eintritt zu verlangen», ist seine Meinung. «Die Kirche sollte gerade den Armen offen stehen. Es muss in dieser Gesellschaft auch noch schöne Dinge geben, die nichts kosten.» Während der Kölner Dom von außen durch die Luftverschmutzung schwarz geworden ist, ist er von innen dank der riesigen Fenster strahlend hell - ein enormer Kontrast, den man nur erlebt, wenn man auch hineingeht.

Günter Wallraff hat gemischte Gefühle

Günter Wallraff (83) hat gemischte Gefühle bei dem Gedanken, dass ein kurzer Abstecher in den Dom bald nicht mehr so ohne weiteres möglich sein soll. «Ich gehe manchmal spontan in den Dom, um innezuhalten», berichtet der Enthüllungsjournalist («Ganz unten»). Das sei dann kein klassisch touristischer Besuch, aber auch kein Beten im strengen Sinne, wie es auch in Zukunft kostenlos bleiben soll. Für Wallraff stellt sich die Frage, wie man da die Grenze ziehen und beide Gruppen auseinanderhalten will. Er sehe aber ein, dass der Unterhalt viel Geld koste, sagt er. «Und ich betrachte es auch als problematisch, wenn da Touristen reinschneien wie in jede andere Attraktion, zum Beispiel ins Schokoladen-Museum oder Disneyland.»

Gerhard Richter findet Eintritt angemessen

Der Maler Gerhard Richter (94) gehört zu den Befürwortern einer Eintrittsgebühr. Bei Sehenswürdigkeiten wie dem Mailänder Dom werde das bereits praktiziert, argumentiert der in Köln lebende Künstler. Richter hat 2007 eines der Fenster des Doms gestaltet, es gilt heute als eine der Hauptattraktionen der Kathedrale. Die Gegend um den Dom herum ist Richters Lieblingsort in Köln, zusammen mit den romanischen Kirchen.

Alice Schwarzer bezeichnet Eintritt als «bedauerlich»

Alice Schwarzer (83) kann einer Eintrittsgebühr nichts Positives abgewinnen. «Ich finde es bedauerlich, dass man für den prächtigen Dom Eintritt zahlen soll», sagt die in Köln lebende Frauenrechtlerin. «Er gehört uns allen.» Für sie selbst hat die Regelung allerdings keine Folgen: «Ich bin als Kölnerin Mitglied des Dombauvereins und muss gewiss nicht zahlen.» Für Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins, die mit ihren Beiträgen sowieso zum Erhalt des Doms beitragen, bleibt der Besuch der Kathedrale kostenfrei. Schwarzer ist als große Dom-Freundin bekannt, ihr Lieblingsort in Köln ist der sogenannte Vierungsturm, der kleinere dritte Turm auf dem Dach des Doms.

Carolin Kebekus: Schade, aber verständlich

Carolin Kebekus (45) hat Verständnis für die Entscheidung. Dabei fiel ihr erster Reflex ganz anders aus: «Meine erste Reaktion war: Was? Nein! Das geht nicht!», erinnert sich die Komikerin und Entertainerin. «Ich bin in meiner Jugend immer in den Kölner Dom gegangen, um für jeden Blödsinn, jede Matheklausur, jeden Liebeskummer eine Kerze anzuzünden.» Auf der anderen Seite sei ihr aber auch klar, dass der Unterhalt des Doms viel Geld koste. «Und andere große Kirchen - Sagrada Família in Barcelona zum Beispiel - nehmen auch Eintritt. Also, es ist schwierig. Ich hätte es natürlich lieber anders, aber ich finde es verständlich.»

Wolfgang Niedecken hat Ehrfurcht vor der Dombauhütte

Wolfgang Niedecken (75) findet eigentlich, dass die katholische Kirche genug Geld haben müsste, um den laufenden Betrieb des Doms zu bezahlen. «Etwas anderes ist die Instandhaltung der Bausubstanz, die von der Dombauhütte gestemmt wird», sagt der BAP-Sänger. «Dieser Dom - während ich spreche, sehe ich ihn gerade vor mir - ist in der Instandhaltung natürlich unheimlich teuer. Und wie die Fachleute von der Dombauhütte das hinbekommen, da erstarre ich in Ehrfurcht. Von den filigranen Skulpturen über dem Eingangsportal bis zum Wasserspeier hoch oben am Turm. Das ist eine unfassbare Arbeit.» Der Dom gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe.

Für Guido Cantz ist der Schritt nachvollziehbar

Komiker und TV-Moderator Guido Cantz (54) zeigt ebenfalls Verständnis. «Um die Betriebs- und Erhaltungskosten zu bewältigen, ist dieser Schritt nachvollziehbar. Unser Kölner Dom muss definitiv erhalten bleiben», meint der praktizierende Katholik. Allerdings habe er auch gemischte Gefühle bei dem Gedanken, künftig am Hauptportal zur Kasse gebeten zu werden: «Ich habe schon in diversen Gotteshäusern im europäischen Ausland Eintritt bezahlt, in Salzburg, London oder Barcelona. Das fühlt sich immer merkwürdig an.»

Questions ouvertes

  • Wie hoch wird die genaue Eintrittsgebühr sein?
  • Wie wird zwischen Touristen und Gläubigen unterschieden?
  • Welche Auswirkungen hat die Gebühr auf die Besucherzahlen?
  • Gibt es alternative Finanzierungsmodelle, die geprüft wurden?

Sujets liés

This article was originally published by Die Zeit.

Articles liés

Plus sur ce sujetKölner Dom