Krankenstand in Deutschland: Wie oft 'machen' Arbeitnehmer wirklich 'blau'?
Daten zeigen hohe Fehlzeiten, Studien legen Missbrauch nahe – Rechtliche Maßnahmen gegen 'Krankfeierer'
L'essentiel
- Der Krankenstand in Deutschland bleibt hoch, mit durchschnittlich 18,6 Tagen pro Arbeitnehmer im Jahr 2025.
- Studien deuten auf Missbrauch hin, wobei bis zu 60% der Beschäftigten zugeben, sich gesund gemeldet zu haben.
- Rechtsexperten erläutern Maßnahmen gegen wiederholte Missbräuche.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Der Krankenstand in Deutschland ist ein aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema.
Berlin. Der Krankenstand in Deutschland ist zuletzt zwar leicht gesunken. Laut Daten der Techniker Krankenkasse bleibt die Summe der Fehlzeiten von Arbeitnehmern aber weiter hoch. Demnach meldeten sich deutsche Beschäftigte zwischen Januar und November 2025 im Schnitt rund 18,6 Tage krank. Im gesamten Jahr 2021 fielen deutsche Arbeitnehmer wegen Krankheit nur rund 13 Tage aus. Doch wie viele davon sind wirklich krank und wie viele „machen blau“ – geben also nur vor, krank zu sein? Genau weiß das niemand, aber es gibt Indizien: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov aus dem vergangenen Jahr hat mehr als jeder Vierte schon einmal unter falschen Angaben gefehlt. Eine aktuelle Studie der Krankenkasse Pronova BKK kam zu dem Ergebnis, dass sich 60 Prozent der Beschäftigten schon einmal krankgemeldet haben, obwohl sie sich eigentlich fit genug für die Arbeit gefühlt haben. Sieben Prozent tun dies „häufig“. Bei rund der Hälfte der Befragten kommt dies „manchmal“ oder „selten“ vor. Meldet sich ein Arbeitnehmer wiederholt krank, obwohl er eigentlich arbeitsfähig ist, muss der Arbeitgeber das nicht hinnehmen. Zwei Fachanwälte für Arbeitsrecht erklären, welche rechtlichen Möglichkeiten Unternehmen haben, gegen solche „Krankfeierer“ vorzugehen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Erhöhte Kontrollen und mögliche Gesetzänderungen
Probable · En quelques mois
Questions ouvertes
- Präzise Missbrauchsstatistiken
- Zukünftige Regelungsänderungen







