Krankheitsausfälle im Job leicht gesunken, psychische Erkrankungen häufigste Ursache
L'essentiel
- Die DAK-Gesundheit meldet für das erste Halbjahr 2024 einen leichten Rückgang der Krankheitsausfälle im Job auf durchschnittlich 9,6 Tage pro Erwerbstätigen.
- Psychische Erkrankungen sind nun die häufigste Ursache, während Atemwegserkrankungen deutlich abnahmen.
- Zur Senkung des Krankenstands sind strengere Krankschreibungsregeln geplant.
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Pourquoi c'est important
Die DAK-Gesundheit meldet für das erste Halbjahr 2024 einen leichten Rückgang der Krankheitsausfälle, wobei psychische Erkrankungen die häufigste Ursache sind. Die Bundesregierung plant strengere Krankschreibungsregeln und eine Präventionsoffensive.
Krankheitsausfälle im Job sind nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit in der ersten Hälfte dieses Jahres leicht zurückgegangen. Im Schnitt waren Erwerbstätige 9,6 Tage arbeitsunfähig geschrieben, teilte die Kasse mit. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 9,9 Tage gewesen. Die häufigste Ursache für Fehlzeiten waren demnach nun psychische Erkrankungen, während es bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen eine deutliche Abnahme gab.
»Der leichte Rückgang beim Krankenstand ist erfreulich«, sagte Kassenchef Andreas Storm. Die Analyse zeige, wie schnell sich Fehlzeiten durch das reale Krankheitsgeschehen nach oben oder unten entwickeln könnten. »Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen.«
Psychische Erkrankungen häufigste Ursache
Der Krankenstand sank der DAK-Auswertung zufolge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent. An jedem Tag von Januar bis Ende Juni waren also im Schnitt 53 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse wertete das Berliner Iges-Institut den Angaben zufolge Daten von rund 2,2 Millionen Erwerbstätigen aus, die bei der Kasse versichert sind.
Ursache Nummer eins für Krankschreibungen waren mit einem Plus von neun Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen mit 184 Fehltagen je 100 Versicherten. Bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe, die im ersten Halbjahr 2025 an der Spitze gelegen hatten, gab es ein Minus von 21 Prozent auf 175 Fehltage je 100 Versicherte. Damals waren die Fehltage wegen einer Erkältungswelle im Januar und Februar deutlich hochgegangen.
DAK-Vorstandschef Storm sagte mit Blick auf Langzeiterkrankungen, er begrüße die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gestartete Offensive für mehr Vorbeugung auch für die Arbeitswelt. Zielführend sei ebenso die geplante Einführung einer Teilkrankschreibung. »Das sind geeignete Instrumente, um den Krankenstand nachhaltig senken zu können.«
Bald höhere Hürden für Krankmeldungen
Um Fehlzeiten im Job zu verringern, plant die schwarz-rote Koalition strengere allgemeine Regeln für Krankschreibungen. So soll die verpflichtende Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Krankheitstag zur gesetzlichen Regel werden – statt wie bisher am vierten Tag, wobei Arbeitgeber schon eine frühere Vorlage verlangen können. In Firmen sollen abweichende Regeln vereinbart werden können. Wegfallen soll zudem die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne extra Praxisbesuch.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Die verpflichtende Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag wird zur gesetzlichen Regel.
Très probable · En quelques mois
Die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne Praxisbesuch wird wegfallen.
Très probable · En quelques mois
Questions ouvertes
- Wann treten die neuen Krankschreibungsregeln in Kraft?
- Wie wird die geplante Teilkrankschreibung konkret umgesetzt?
- Welche Auswirkungen hat die Präventionsoffensive auf Langzeiterkrankungen?





