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Kritik an Zahlen zur Resonanz des neuen Wehrdienstkonzepts
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FAZ25/06/2026Politique1 min de lectureGermany

Kritik an Zahlen zur Resonanz des neuen Wehrdienstkonzepts

L'essentiel

  • Eine Zwischenerhebung zu Verteidigungsminister Pistorius' neuem Wehrdienstkonzept zeigt, wie Zahlen irreführend interpretiert werden können.
  • Während Kritiker die geringe Rekrutierungszahl hervorheben, präsentiert das Ministerium ein höheres Interesse, das bei genauerer Betrachtung ebenfalls begrenzt ist.
  • Dies deutet auf die Herausforderungen bei der Gewinnung von Freiwilligen hin.

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Die Zwischenerhebung über die Resonanz des neuen Wehrdienstes, wie Verteidigungsminister Pistorius sein Konzept nennt, ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Zahlen Irreführung betreiben kann. Die einen setzen die 300.000 Fragebögen, die je zur Hälfte an junge Männer und Frauen an der Schwelle zum Erwachsensein verschickt worden sind, ins Verhältnis mit 530, die von ihnen bislang rekrutiert worden sind.

Das klingt nach lächerlich wenig. Dabei geht es hier um diejenigen, die wenige Monate nach Beginn der Fragebogenaktion und Rücksendung ihrer Antwort bereits für das laufende Jahr „fest eingeplant“ werden konnten. Die also nicht in Ausbildung sind, schon tauglich gemustert wurden und einen Vertrag unterschrieben haben.

Das könnten zu diesem Zeitpunkt schlicht kaum mehr sein. Wer Stimmung gegen die Bundeswehr machen will, für den ist diese Zahl aber eine Einladung zum gezielten Missverständnis.

Irreführend ist aber auch die Angabe des Ministeriums, jeder fünfte Mann, der geantwortet hat, habe ein Interesse am Wehrdienst oder an einem Dienst als Soldat auf Zeit bekundet. Schaut man genauer hin, sieht man eine Skala von null bis zehn.

Null haben 20 Prozent angeklickt und damit bekundet: Bleibt mir weg, ich verweigere. Aber von den übrigen 80 Prozent hat die Hälfte eins bis vier angeklickt. Auf einer Skala bis 10 ist auch das nur ein überschaubares Interesse. Will man alle gewinnen, die nicht verweigern, kommt man an der Pflicht nicht vorbei.

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