Leica Camera AG bricht mit Tradition bei der Linsenherstellung
L'essentiel
- Leica Camera AG in Wetzlar setzt auf ein neues Verfahren zur Linsenherstellung: Glas wird in Wolframkarbid-Formen bei 700 Grad gepresst, um asphärische Formen anzunehmen.
- Das neue Noctilux M-35 Objektiv ist leichter und kompakter.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Traditionally, glass for lenses has been ground, a process unchanged since the 17th century. Leica Camera AG, founded in 1869 as a microscope manufacturer, is now breaking with this tradition.
Wetzlar. Wer Glas zu einer Linse verarbeiten will, muss es schleifen. Daran hat sich seit den ersten Fernrohren des 17. Jahrhunderts wenig geändert – egal ob bei Brillen, Teleskopen oder Kameraobjektiven. Die Leica Camera AG, 1869 als Hersteller von Mikroskopen gegründet, setzt jedoch neuerdings auf ein Verfahren, das mit dieser Tradition bricht.
In einer neuen Produktionslinie am Standort Wetzlar verarbeiten Mitarbeiter Glasrohlinge zu Linsen: In Formen aus dem Hartmetall Wolframkarbid wird das Material gepresst. Bei 700 Grad und unter hohem Druck nimmt das Glas langsam die asphärische Form an, die die Ingenieure am Computer berechnet haben.
Das erste Produkt, bei dem die Technologie voll zum Einsatz kommt, ist das Noctilux M-35, ein lichtstarkes Objektiv. Seit Ende Januar ist es im Handel, für rund 9000 Euro. Es sei deutlich leichter und kompakter als die Vorgängerversion, ohne Einbußen bei der Lichtstärke, berichtet Jan-Helge Staasmeyer, Leiter der Werkzeugfertigung: „Wir reizen das aus, was wir physikalisch beherrschen.“
Questions ouvertes
- What is the long-term impact of this new manufacturing process on Leica's production costs?
- Will this new technology be applied to other Leica lens models in the future?
- How does the performance of the Noctilux M-35 compare to its predecessor in real-world conditions?





