Dernière minute
EUMarine Le Pen's French Presidency Bid Hangs in Balance Ahead of VerdictCN聯合國秘書長呼籲建立全球AI治理機制 警告自主武器RUВСУ второй раз за ночь атаковали Белгород и Белгородский округKR신호 위반 사고로 9세 아동 숨지게 한 60대 남성 조사 받아CN菲律賓譴責中國在太平洋試射飛彈為魯莽武力展示CN中國試射潛射洲際彈道飛彈 美國表達強烈警戒CNCarousell Achieves First-Ever Positive EBITDA, Eyes GrowthKR조던 헨더슨, 광고판 사고로 월드컵 4회 연속 출전 무산 위기CNAI晶片需求狂熱 三星第2季營業利益預估飆19倍KR전남광주통합특별시, 영광·인도네시아 발리서 이모빌리티 실증사업 추진EUMarine Le Pen's French Presidency Bid Hangs in Balance Ahead of VerdictCN聯合國秘書長呼籲建立全球AI治理機制 警告自主武器RUВСУ второй раз за ночь атаковали Белгород и Белгородский округKR신호 위반 사고로 9세 아동 숨지게 한 60대 남성 조사 받아CN菲律賓譴責中國在太平洋試射飛彈為魯莽武力展示CN中國試射潛射洲際彈道飛彈 美國表達強烈警戒CNCarousell Achieves First-Ever Positive EBITDA, Eyes GrowthKR조던 헨더슨, 광고판 사고로 월드컵 4회 연속 출전 무산 위기CNAI晶片需求狂熱 三星第2季營業利益預估飆19倍KR전남광주통합특별시, 영광·인도네시아 발리서 이모빌리티 실증사업 추진
Newsgather
BackLeica Camera AG bricht mit Tradition bei der Linsenherstellung
Leica Camera AG bricht mit Tradition bei der Linsenherstellung
Tech
Handelsblatt11.06.2026Tech1 dk okumaGermany

Leica Camera AG bricht mit Tradition bei der Linsenherstellung

L'essentiel

  • Leica Camera AG setzt auf ein neues Verfahren zur Linsenherstellung, bei dem Glas in Formen aus Wolframkarbid gepresst wird.
  • Diese Technologie ermöglicht leichtere und kompaktere Objektive wie das Noctilux M-35, das für rund 9000 Euro erhältlich ist.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Herstellung von Linsen für optische Geräte wie Brillen, Teleskope und Kameraobjektive hat sich seit dem 17. Jahrhundert kaum verändert und erforderte bisher das Schleifen von Glas. Leica Camera AG, ursprünglich ein Mikroskophersteller, bricht nun mit dieser Tradition.

Taille de police

Wetzlar. Wer Glas zu einer Linse verarbeiten will, muss es schleifen. Daran hat sich seit den ersten Fernrohren des 17. Jahrhunderts wenig geändert – egal ob bei Brillen, Teleskopen oder Kameraobjektiven. Die Leica Camera AG, 1869 als Hersteller von Mikroskopen gegründet, setzt jedoch neuerdings auf ein Verfahren, das mit dieser Tradition bricht.

In einer neuen Produktionslinie am Standort Wetzlar verarbeiten Mitarbeiter Glasrohlinge zu Linsen: In Formen aus dem Hartmetall Wolframkarbid wird das Material gepresst. Bei 700 Grad und unter hohem Druck nimmt das Glas langsam die asphärische Form an, die die Ingenieure am Computer berechnet haben.

Das erste Produkt, bei dem die Technologie voll zum Einsatz kommt, ist das Noctilux M-35, ein lichtstarkes Objektiv. Seit Ende Januar ist es im Handel, für rund 9000 Euro. Es sei deutlich leichter und kompakter als die Vorgängerversion, ohne Einbußen bei der Lichtstärke, berichtet Jan-Helge Staasmeyer, Leiter der Werkzeugfertigung: „Wir reizen das aus, was wir physikalisch beherrschen.“

Preis und Anspruch sind typisch für Leica. Die Marke steht für kompakte Kameras mit Gehäusen aus Leder und Metall – und für eine Bildästhetik, die Fotoenthusiasten suchen: hohe Detailtreue, präzise Farbwiedergabe und die charakteristische Unschärfe im Hintergrund. Nostalgie allein reicht jedoch nicht: Um diesen Anspruch zu halten, muss sich der Hersteller technologisch immer wieder erneuern. Erst recht in einer Zeit, in der das Smartphone für viele zur wichtigsten Kamera geworden ist.

Niemand weiß das besser als Andreas Kaufmann. Mit seiner Investmentfirma ACM stieg er 2004 bei Leica ein und rettete die Firma 2005 vor der Insolvenz. Der Mehrheitseigner und Aufsichtsratschef sagt: „Man musste die richtigen Produkte entwickeln, damit die Marke eine Bewandtnis hat.“ Dafür seien von Zeit zu Zeit „Technologiesprünge“ nötig.

Questions ouvertes

  • Wie hoch sind die Investitionskosten für die neue Produktionslinie?
  • Wie lange dauert die Produktion einer Linse mit dem neuen Verfahren im Vergleich zum alten?
  • Welche weiteren Produkte werden von dieser neuen Technologie profitieren?
  • Wie wird sich die neue Technologie auf die Wettbewerbsposition von Leica auswirken?

Sujets liés

This article was originally published by Handelsblatt.

Articles liés

Plus sur ce sujetLeica Camera AG