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Leica Camera AG setzt auf neues Linsenfertigungsverfahren in Wetzlar
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Handelsblattil y a 1 heureBusiness1 min de lectureGermany

Leica Camera AG setzt auf neues Linsenfertigungsverfahren in Wetzlar

L'essentiel

  • Leica Camera AG führt in Wetzlar ein neues Verfahren zur Linsenherstellung ein, bei dem Glasrohlinge bei 700 Grad und hohem Druck in Wolframkarbidformen gepresst werden.
  • Das erste Produkt, das Noctilux M-35 Objektiv, ist leichter und kompakter und seit Ende Januar für 9000 Euro erhältlich.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Leica Camera AG, gegründet 1869, wurde 2005 von Andreas Kaufmann vor der Insolvenz gerettet und setzt auf technologische Erneuerung, um ihren hohen Anspruch zu halten.

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Wetzlar. Wer Glas zu einer Linse verarbeiten will, muss es schleifen. Daran hat sich seit den ersten Fernrohren des 17. Jahrhunderts wenig geändert – egal ob bei Brillen, Teleskopen oder Kameraobjektiven. Die Leica Camera AG, 1869 als Hersteller von Mikroskopen gegründet, setzt jedoch neuerdings auf ein Verfahren, das mit dieser Tradition bricht.

In einer neuen Produktionslinie am Standort Wetzlar verarbeiten Mitarbeiter Glasrohlinge zu Linsen: In Formen aus dem Hartmetall Wolframkarbid wird das Material gepresst. Bei 700 Grad und unter hohem Druck nimmt das Glas langsam die asphärische Form an, die die Ingenieure am Computer berechnet haben.

Das erste Produkt, bei dem die Technologie voll zum Einsatz kommt, ist das Noctilux M-35, ein lichtstarkes Objektiv. Seit Ende Januar ist es im Handel, für rund 9000 Euro. Es sei deutlich leichter und kompakter als die Vorgängerversion, ohne Einbußen bei der Lichtstärke, berichtet Jan-Helge Staasmeyer, Leiter der Werkzeugfertigung: „Wir reizen das aus, was wir physikalisch beherrschen.“

Preis und Anspruch sind typisch für Leica. Die Marke steht für kompakte Kameras mit Gehäusen aus Leder und Metall – und für eine Bildästhetik, die Fotoenthusiasten suchen: hohe Detailtreue, präzise Farbwiedergabe und die charakteristische Unschärfe im Hintergrund. Nostalgie allein reicht jedoch nicht: Um diesen Anspruch zu halten, muss sich der Hersteller technologisch immer wieder erneuern. Erst recht in einer Zeit, in der das Smartphone für viele zur wichtigsten Kamera geworden ist.

Niemand weiß das besser als Andreas Kaufmann. Mit seiner Investmentfirma ACM stieg er 2004 bei Leica ein und rettete die Firma 2005 vor der Insolvenz. Der Mehrheitseigner und Aufsichtsratschef sagt: „Man musste die richtigen Produkte entwickeln, damit die Marke eine Bewandtnis hat.“ Dafür seien von Zeit zu Zeit „Technologiesprünge“ nötig.

Questions ouvertes

  • Wie wird der Markt das neue Objektiv annehmen?
  • Welche weiteren Produkte werden das neue Verfahren nutzen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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