Liveblog Ukrainekrieg: Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne
L'essentiel
- Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne für Juni.
- Lettland protestiert gegen russische Desinformation.
- Putin in Peking.
Résumé généré par IA
Liveblog Ukrainekrieg :
Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne
19.05.2026, 22:46Lesezeit: 1 Min.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.dpa
Ukrainischer Präsident: Veränderung der Kriegsdynamik zugunsten der Ukraine +++ Putin in Peking eingetroffen +++ Russland hält Manöver seiner Atomstreitkräfte ab +++ Merz: Führen mit Nachdruck Gespräche über Friedenslösung +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Erhalten Sie werktags den F.A.Z.-Newsletter zum Krieg in der Ukraine (hier kostenlos anmelden). Alle Texte, Hintergründe und Kommentare finden Sie auf unserer Sonderseite.
Irem Yildirim
Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt. Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet. Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Irem Yildirim
Lettland protestiert gegen Desinformation aus Moskau
Lettland wirft Russland massive Desinformation über die jüngsten Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten vor. Demnach behauptet Moskau, Estland, Lettland und Litauen ließen zu, dass ihr Territorium für ukrainische Angriffe gegen Russland genutzt werde. Dies wurde von der lettischen Staatsführung entschieden zurückgewiesen. Das Außenministerium des EU- und NATO-Mitglieds bestellte zudem einen Vertreter der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote.
„Russland verbreitet seit einigen Wochen die Lüge, die baltischen Staaten und Finnland würden unseren Luftraum für ukrainische Angriffe zur Verfügung stellen“, sagte Außenministerin Baiba Braze nach einem Treffen mit ihrer kanadischen Amtskollegin Anita Anand. Dies stimme nicht und sei russischen Vertretern durch Einbestellung ins Außenamt aber auch über andere Quellen mitgeteilt worden. „Heute wurde eine neue Lüge vom russischen Auslandsgeheimdienst verbreitet, die wir entschieden zurückgewiesen und widerlegt haben.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Russischer Diplomat droht baltischen Staaten
Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine vor, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine NATO-Mitgliedschaft werde diese Länder nicht vor Vergeltung schützen, warnt er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes weist die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärt, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren NATO-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Putin in Peking eingetroffen
Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump ist Kremlchef Wladimir Putin zu einem Besuch in China eingetroffen. Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder. Putin sagte in einem vor der Abreise aufgenommenen Video, er freue sich, erneut China zu besuchen. Insbesondere führe auch die noch neue Visafreiheit zu engeren Kontakten zwischen den Menschen. Putin hob zudem hervor, dass das Handelsvolumen auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar gewachsen sei. China ist der wichtigste Handelspartner für die Energiemacht Russland.
Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Xi auf den russischen Staatschef einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“, sagte Merz nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. „Aber wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.“
Russland will über den Bau der neuen Gaspipeline „Sila Sibirii 2“ sprechen, die über die Mongolei nach China führen soll. Russland will seine bisher schon massiven Gaslieferungen durch die „Sila Sibirii 1“ mit einer neuen Leitung noch deutlich ausbauen. China gehört auch zu Russlands wichtigsten Ölkunden.
Orchestrierte Begeisterung am Flughafen: Junge Menschen mit Fähnchen. AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Merz hofft auf Xi
Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Chinas Präsident Xi Jinping bei seinem Treffen mit Wladimir Putin in Peking auf den russischen Staatschef einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“, sagte Merz nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. „Aber wir verbinden natürlich mit diesem Besuch die Hoffnung, dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann.“ Der Kanzler verwies darauf, dass der Krieg jeden Tag „hohe Verluste an Menschenleben“ für Russland bedeute.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kiew bestreitet Russlands Vorwurf, Angriffe von Lettland aus geplant zu haben
Die Ukraine hat russische Behauptungen über die Vorbereitung von Drohnenangriffen auf Russland vom lettischen Staatsgebiet aus zurückgewiesen. Das Außenministerium in Kiew wirft Russland vor, damit „die jüngste Reihe von Unwahrheiten“ zu verbreiten. „Die Ukraine nutzt bei ihren Einsätzen gegen Russland weder das Territorium noch den Luftraum Lettlands und hat dies auch nicht vor“, schrieb Ministeriumssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ukraine greift Raffinerie von Lukoil an
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Weiteres Ziel sei eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gewesen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kampfflugzeuge schießen ukrainische Drohne über Estland ab
NATO-Kampfflugzeuge haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelt es sich um den ersten Abschuss dieser Art. Rumänische F 16 hätten die Drohne über dem Võrtsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte demnach in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. Die estnische Sicherheitspolizei leite die Ermittlungen.
Laut Pevkur soll es sich vermutlich um ein ukrainisches Flugobjekt handeln, das mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.
Die Ukraine entschuldigte sich für den Vorfall bei Estland. „Russland lenkt ukrainische Drohnen mithilfe elektronischer Kriegsführung weiterhin in Richtung des Baltikums um", schrieb Außeninisteriumssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. „Und Moskau tut dies bewusst, begleitet von verstärkter Propaganda."
Estland grenzt im Osten an Russland. Die Streitkräfte hatten zuvor Warnungen über eine mögliche Bedrohung für den Süden des Baltenstaats veröffentlicht. Auch im benachbarten Lettland wurde die Bevölkerung von mehreren Regionen nahe der Grenze zu Russland gewarnt. Nach Armeeangaben drang höchstwahrscheinlich eine Drohne in den lettischen Luftraum ein. Ob es sich dabei um dasselbe Flugobjekt handelte, das über Estland abgeschossen wurde, blieb zunächst unklar.
Nach einem Bericht des estnischen Rundfunks wurde die nordwestliche Region Russlands am Morgen wiederholt von Drohnenangriffen getroffen. Bei ukrainischen Angriffen waren in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte.
Seit März dringen immer wieder ukrainische Militärdrohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden NATO-Staaten Finnland, Lettland, Litauen und Estland ein. Wegen des Umgangs mit diesen Vorfällen ist in der vergangenen Woche die lettische Regierung zurückgetreten. Eine Stellungnahme der NATO liegt zunächst nicht vor.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ukraine will Eckstein für Europas Energiesicherheit werden
Die Ukraine bietet sich als Eckstein eines künftigen widerstandsfähigen Energiesystems in Europa an. „Die ukrainische Energieerfahrung muss jetzt über die Ukraine hinausgehen“, sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in Berlin. Es gehe um die Fähigkeit in Europa, Schocks abzufangen und in Krisen entschieden zu handeln. „Das bedeutet, die Ukraine in die Planung des europäischen Energiesystems einzubeziehen als Resilienz-Hub für den Kontinent“, sagte er bei einer Konferenz über Energiesicherheit im Auswärtigen Amt.
Als Beispiel für die beginnende grenzüberschreitende Kooperation nannte Schmyhal die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit den EU-Nachbarn. „In diesem Winter, als unsere Stromerzeugung attackiert wurde, haben Stromimporte aus der EU an kritischen Tagen bis zu 20 Prozent des Verbrauchs ausgemacht. Das Gleiche gilt für Gas“, sagte er. Die Ukraine leite kein russisches Gas mehr durch, sondern stelle ihr Pipeline- und Speichersystem den europäischen Partnern zur Verfügung.
Europas Energiesystem habe in Friedenszeiten nach drei Grundsätzen funktioniert: Markt, Effizienz und Integration, sagte der frühere Ministerpräsident der Ukraine. Wegen der Zerstörungen, die Russland in seinem Angriffskrieg an der Energieversorgung der Ukraine verursache, baue die Ukraine ihr System um. Es gehe um Dezentralisierung, Ersatzkapazitäten, den physischen Schutz von Energieanlagen vor Angriffen. Wichtig sei die Erfahrung, Schäden schnell zu reparieren, bevor sie sich ausweiten.
Dies wurde bestätigt von Maksym Tymtschenko, dem Chef des ukrainischen Stromversorgers DTEK. In den fünf Kraftwerken seiner Firma seien in den Kriegsjahren viermal 80 bis 90 Prozent der Kapazität vernichtet worden. Viermal habe man 90 Prozent wiederherstellen können, sagte Tymtschenko.
Auf der Konferenz kommen Vertreter von der G7-Runde wirtschaftsstarker Demokratien, EU, Nato, Wirtschaftsverbänden sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aus den Erfahrungen der Ukraine Lehren für die Energieinfrastruktur zu ziehen. Zu den G7-Ländern gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mindestens vier Tote bei russischem Raketenangriff in der Nordukraine
Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Bei einem Angriff mit ballistischen Raketen auf das Zentrum von Pryluky rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew seien zwei Menschen getötet worden, teilten die Behörden der Region Tschernihiw am Dienstag mit. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind. Ein Einkaufszentrum und ein Supermarkt seien beschädigt worden.
Im Dorf Hluchiw nahe der Grenze zu Russland seien zwei Männer im Alter von 52 und 58 Jahren durch einen Drohnenangriff getötet worden, gaben die Behörden der nordöstlichen Region Sumy in Onlinediensten bekannt. Vier weitere Menschen seien verletzt worden. Bei dem Angriff sei „zivile Infrastruktur“ getroffen worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Russland und Belarus üben für Atomwaffeneinsatz
Das russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistische Raketen und Marschflugkörpern geübt werden.
Am Montag hatte auch das mit Moskau Verbündete Belarus mitgeteilt, Atomwaffenübungen abzuhalten. Die Ukraine kritisierte das scharf. Die Stationierung taktischer Atomwaffen in dem Land sei eine „beispiellose Herausforderung“ für die globale Sicherheit, teilte das Außenministerium in Kiew mit. „Indem der Kreml Belarus zu seinem nuklearen Aufmarschgebiet an den Grenzen der NATO macht, legitimiert er de facto die weltweite Verbreitung von Atomwaffen und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für andere autoritäre Regime.“
Die Regierung in Kiew fordert ihre westlichen Verbündeten zudem auf, die Sanktionen gegen Moskau und Minsk zu verschärfen. Solche Handlungen müssten von allen Staaten, die das Regime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen respektieren, unmissverständlich und entschlossen verurteilt werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wadephul: Können von der Ukraine lernen
Außenminister Johann Wadephul sieht das Krisenmanagement in der Ukraine angesichts russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur als Vorbild. „Erfolglos versucht Russland die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben. Das Gegenteil ist seither eingetreten“, sagte der CDU-Politiker vor einer internationalen Konferenz zur Energiesicherheit in Berlin laut gemeinsamer Mitteilung von Auswärtigem Amt und Bundeswirtschaftsministerium.
Die Ukraine habe unter Druck eine beeindruckende Anpassungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt, sagte Wadephul. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte laut Mitteilung, Russlands grausames Vorgehen gegen die Ukraine zeige, wie Angriffe auf die Energieversorgung gezielt gegen die Bevölkerung gerichtet werden können. Die Ukraine beweise täglich ihre Entschlossenheit, die Widerstandsfähigkeit ihrer Infrastruktur zu stärken.
Bei der Konferenz kommen heute unter anderem Vertreter von G7, EU, Nato, Wirtschaftsverbänden sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aus den Erfahrungen der Ukraine Lehren für die Energieinfrastruktur zu ziehen. Auch der ukrainische Ener





