»Marine One« kam Passagierflugzeug über Washington zu nah
Während eines Fluges mit US-Präsident Trump an Bord soll der Präsidenten-Helikopter den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zu einer Passagiermaschine unterschritten haben. Das Weiße Haus spielt den Vorfall herunter.
L'essentiel
- Über Washington, D.C. ist der US-Präsidenten-Helikopter »Marine One« mit Donald Trump an Bord einem Passagierflugzeug zu nahe gekommen.
- Die FAA und das NTSB untersuchen den Vorfall, während das Weiße Haus betont, es habe keine Gefahr bestanden.
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Nach einer tödlichen Kollision zwischen einem Verkehrsflugzeug und einem Armeehubschrauber im Januar 2025 wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.
Während US-Präsident Donald Trump in einem Militärhubschrauber über Washington, D.C. flog, kam dieser einem Passagierflugzeug zu nah. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte am Mittwoch, sie untersuche einen Vorfall, »bei dem der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen der ›Marine One‹ und einem vom Washington National Airport (DCA) gestarteten Passagierflugzeug unterschritten worden sein soll«. Das Weiße Haus betonte, der Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.
Laut einem Bericht der »New York Times« habe sich der Hubschrauber mit Trump an Bord am Dienstag über der US-Hauptstadt einem Passagierflugzeug auf weniger als eine Meile (rund 1,6 Kilometer) genähert. Die Vorschriften der FAA verlangen, dass Flugzeuge im Umkreis von Flughäfen einen Abstand von mindestens 1,5 Meilen (2,41 Kilometer) horizontal und 500 Fuß (ca. 152 Meter) vertikal einhalten müssen.
Zuvor sei es zu einer missverständlichen Kommunikation mit der Flugsicherung gekommen. Offenbar haben die Fluglotsen den kommerziellen Flugverkehr am DCA nicht eingestellt, wie es eine im vergangenen Jahr nach der Kollision festgelegte Richtlinie vorschreibt. Dies gaben zwei Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an.
Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Flughafen waren vor gut anderthalb Jahren drastisch verschärft worden. Damit reagierten die Behörden auf die tödliche Kollision zwischen einem anfliegenden Verkehrsflugzeug und einem Armeehubschrauber im Januar 2025, bei der 67 Menschen ums Leben kamen.
Die FAA erklärte nach einer vorläufigen Überprüfung, dass es »zu einem kuurzzeitigen Verlust des Sicherheitsabstands« gekommen sei. Hubschrauber und Flugzeug hätten sich aber direkt danach wieder voneinander entfernt. Ein Sprecher des Weißen Hauses, Kush Desai, sagte der Nachrichtenagentur AFP: »Die Flüge von ›Marine One‹ werden von einigen der weltweit besten Piloten durchgeführt, und der Präsident war zu keinem Zeitpunkt einer Gefahr ausgesetzt.« Die Nationale Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) kündigte an, den Vorfall zu untersuchen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
NTSB untersucht den Vorfall
Très probable · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Warum wurde der kommerzielle Flugverkehr nicht wie vorgeschrieben eingestellt?
- Wie kam es zu der fehlerhaften Kommunikation mit der Flugsicherung?






