Mexiko reicht 20 Strafanzeigen wegen Todesfällen von Migranten in den USA ein
L'essentiel
- Mexiko hat 20 Strafanzeigen in den USA wegen Todesfällen mexikanischer Migranten bei Einsätzen oder in Gewahrsam von US-Einwanderungsbehörden eingereicht.
- Präsidentin Sheinbaum kündigte den Schritt an, und Außenminister Velasco forderte zudem den Uno-Hochkommissar Türk zur Informationsbeschaffung und Formulierung von Empfehlungen auf.
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Mexiko hat 20 Strafanzeigen in den USA wegen Todesfällen mexikanischer Migranten eingereicht, die im Zusammenhang mit Einsätzen oder im Gewahrsam von US-Einwanderungsbehörden seit Anfang 2025 starben, nachdem Präsidentin Sheinbaum dies angekündigt hatte.
Mexiko geht in den USA rechtlich gegen zahlreiche Todesfälle mexikanischer Migranten vor, die im Zusammenhang mit Einsätzen oder im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden gestorben sind. Das mexikanische Außenministerium teilte am Mittwoch mit, dass es insgesamt 20 Strafanzeigen bei den zuständigen Staatsanwaltschaften der USA eingereicht habe. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte den Schritt Anfang Juli angekündigt.
Die Todesfälle im Zusammenhang mit den Einsätzen der US-Behörden ereigneten sich in den acht Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Florida, Georgia, Illinois, Louisiana, Missouri und Texas. Der Mitteilung zufolge reichte Mexikos Regierung acht Strafanzeigen bei den Staatsanwaltschaften der Bundesstaaten und zwölf bei den Bezirksstaatsanwälten ein.
Mexikos Botschafter in den USA, Roberto Lazzeri, habe bei Treffen mit dem US-Heimatschutzministerium und der Einwanderungsbehörde ICE gefordert, »dass jeder Fall aufgeklärt wird«, hieß es in der Erklärung weiter. Zudem habe der Chefdiplomat die »Bedenken« Mexikos hinsichtlich der Bedingungen in den Haftanstalten für Migranten »vorgebracht«.
Mexikos Außenminister Roberto Velasco forderte überdies den Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, auf, von Washington Informationen zu diesem Thema einzuholen und »technische Empfehlungen zum Verhindern solcher Vorfälle« zu formulieren.
Trump ordnete härteres Vorgehen an
Laut Velasco kamen seit Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump Anfang 2025 mindestens 17 mexikanische Staatsbürger bei Razzien oder in Gefängnissen der Einwanderungsbehörde ICE oder anderer US-Behörden zu Tode. Sheinbaum hatte bei einer Pressekonferenz Anfang Juli gesagt, sie werde die privaten Betreiber von Haftanstalten in den USA dazu drängen, die »Menschenrechte der Mexikaner zu achten«.
US-Präsident Trump hatte nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 ein deutlich verschärftes Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen irreguläre Migranten angeordnet. Tödliche Schusswaffeneinsätze von ICE-Mitarbeitern heizten im Januar die Proteste gegen Massenabschiebungen der Trump-Regierung an. Der US-Präsident entließ daraufhin Heimatschutzministerin Kristi Noem.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Die US-Staatsanwaltschaften werden die 20 Strafanzeigen Mexikos prüfen.
Très probable · En quelques mois
Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte wird Informationen von Washington einholen und technische Empfehlungen formulieren.
Probable · En quelques mois
Questions ouvertes
- Wie werden die US-Staatsanwaltschaften auf die Strafanzeigen reagieren?
- Welche konkreten Maßnahmen wird der Uno-Hochkommissar ergreifen?
- Werden die Bedingungen in den US-Haftanstalten verbessert?





