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Mieten steigen im zweiten Quartal deutlich stärker als die Inflation
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Spiegel Wirtschaftil y a 20 heuresReal_estate1 min de lectureGermany

Mieten steigen im zweiten Quartal deutlich stärker als die Inflation

L'essentiel

  • Die Wohnungsmieten in deutschen Städten stiegen im zweiten Quartal um 4,0% gegenüber dem Vorjahr, deutlich über der Inflationsrate von 2,6%.
  • Besonders betroffen sind Großstädte außerhalb der Metropolen.
  • Kaufpreise für Immobilien stiegen nur leicht, während das Angebot aufgrund gesunkener Nachfrage zunahm.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Wohnungsmieten in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 deutlich stärker gestiegen als die Inflation, während die Kaufpreise für Immobilien nur leicht zulegten.

Taille de police

Wer eine Wohnung in deutschen Städten sucht, begibt sich auf einen hart umkämpften Markt: Die Wohnungsmieten sind einer Studie zufolge im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Das zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag trotz des Irankriegs mit rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an.

»Besonders kräftig fällt die Entwicklung derzeit in den Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus«, erklärten die Autoren Pekka Sagner und Michael Voigtländer. Hier habe der Zuwachs bei 4,9 Prozent gelegen. Im Umland dieser Städte fiel das Plus mit 3,9 Prozent ebenfalls kräftig aus. In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit durchschnittlich 2,9 Prozent geringer aus.

Gestiegen sind auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien – aber nur leicht. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit jeweils um 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal legten die Preise um 0,2 beziehungsweise 1,0 Prozent zu. »Von einem neuen kräftigen Preisaufschwung kann damit bislang nicht gesprochen werden«, so die Studienautoren Sagner und Voigtländer.

Regional nimmt die Differenzierung zu. Bei den Kaufpreisen zeigen sich leichte Rückgänge in den Top-7-Städten, während die übrigen Großstädte und ihr Umland moderate Zuwächse verzeichnen.

Das Kaufangebot ist seit der Zinswende deutlich gestiegen, fanden die Forscher heraus: Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 werden bundesweit nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert. »Das ist vor allem Ausdruck gesunkener Nachfrage und längerer Vermarktungszeiten, nicht einer entsprechend starken Zunahme des Wohnungsbestands«, hieß es.

Questions ouvertes

  • Wie werden sich die Mieten in den kommenden Quartalen entwickeln?
  • Welche politischen Maßnahmen könnten ergriffen werden?
  • Wie wirkt sich die Zinswende langfristig auf den Wohnungsmarkt aus?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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