Nahost-Konflikt: Ölpreise steigen, DAX startet im Minus
L'essentiel
- Die neue Eskalation im Nahostkonflikt lässt die Ölpreise deutlich steigen und belastet die Börsen.
- Der DAX startet am Montag im Minus unter der 25.000-Punkte-Marke.
- Sorge vor neuer Inflation wächst.
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Die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Eskalation im Nahostkonflikt wurden enttäuscht. Die Spannungen im Nahen Osten sorgten bereits am Freitag für maue Stimmung an den europäischen Börsen.
Düsseldorf. Hoffnungen auf ein schnelles Ende der neuen Eskalation im Nahostkonflikt wurden über das Wochenende enttäuscht. Zum Wochenstart eröffnet der deutsche Leitindex leicht im Minus bei 24.963 Punkten und liegt damit wieder unter der Marke von 25.000 Punkten.
Am letzten Freitag hatte der deutsche Leitindex nahezu unverändert bei 25.067 Punkten geschlossen. Für maue Stimmung an den europäischen Börsen sorgten zum Wochenausklang ebenfalls die Spannungen im Nahen Osten.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist am Wochenende erneut eskaliert. Beide Seiten griffen sich mit Raketen und Drohnen an. Zuvor hatte der Iran die erneute Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus angekündigt. Zudem wurde eine Reihe von Handelsschiffen angegriffen. US-Präsident Donald Trump betonte am Sonntag in einem NBC-Interview dennoch, dass die Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet sei.
Das US-Militär hat seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran nach mehreren Stunden für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit.
Die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran und die Sorge, dass der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus beeinträchtigt werden könnte, treibt die Ölpreise zum Wochenauftakt deutlich nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September verteuert sich um vier Prozent auf 79 Dollar. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI zur Lieferung im August steigt ebenfalls um vier Prozent auf 74 Dollar.
„Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios“, schreibt Thomas Altmann, Marktbeobachter beim Vermögensverwalter QC Partners. Mit dem steigenden Ölpreis wachse erneut die Sorge vor einer neuen Inflationswelle. Das lasse die Renditen steigen, während Anlegerinnen und Anleger vorsichtiger würden und Risikoanlagen wie Aktien und den Bitcoin verkauften.
Questions ouvertes
- Wie wird sich die Eskalation weiterentwickeln?
- Welche weiteren Auswirkungen hat dies auf den globalen Ölmarkt?
- Wie reagieren andere internationale Akteure?






