Neues Gesetz: Vermieter müssen sich an Heizkosten fossiler Heizungen beteiligen
Eine Prognos-Berechnung zeigt, dass die Kosten für Vermieter bei Gasheizungen ab 2029 erheblich steigen könnten.
L'essentiel
- Ein neues deutsches Gebäudemodernisierungsgesetz verpflichtet Vermieter, sich an den Heizkosten fossiler Heizungen zu beteiligen.
- Eine Prognos-Berechnung zeigt, dass dies ab 2029 zu erheblichen jährlichen Kosten für Vermieter führen kann, insbesondere bei Gasheizungen.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Das neue deutsche Gebäudemodernisierungsgesetz verpflichtet Vermieter, sich an den Heizkosten fossiler Heizungen zu beteiligen, was das frühere Heizungsgesetz der Ampel-Regierung ersetzt.
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz verpflichtet Vermieter, sich künftig beim Einbau einer fossilen Heizung an den Heizkosten der Mieter zu beteiligen. Und die könnten es in sich haben.
Für Vermieter und Eigentümer könnte es künftig teuer werden, wenn sie weiter auf eine Gasheizung setzen. Dies zeigt eine Berechnung des Beratungsinstituts Prognos, über die der "Spiegel" berichtet. Vermieter müssen demnach für eine mittelmäßig gedämmte 80-Quadratmeter-Wohnung ab 2029 jährliche Kosten in Höhe von 330 Euro tragen, wie das Nachrichtenmagazin berichtet. Das wären 27 Prozent der Gesamtkosten.
Ab 2035 lägen die Kosten laut Berechnung bei 547 Euro im Jahr, der Höhepunkt wäre 2045 bei Kosten von 761 Euro im Jahr erreicht, so der "Spiegel". In einem sehr ungünstigen Szenario betrügen die Kosten sogar etwa 1194 Euro im Jahr, und in ungedämmten Wohnungen käme es zu noch deutlich höheren Summen.
Grund ist das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, laut dem sich Vermieter beim Einbau einer fossilen Heizung an den Heizkosten der Mieter beteiligen müssen. Ab 2028 sollen Vermieter hälftig an den Netzentgelten und den CO2-Kosten beteiligt werden, ab 2029 sollen sie auch die Hälfte der Mehrkosten für die vorgeschriebene Beimischung biogener Brennstoffe tragen. Es gibt eine Härtefallklausel für Vermieter günstiger und alter Wohnungen - sie werden nur an den CO2-Kosten beteiligt.
Der Eigentümerverband Haus & Grund erklärte, "unter diesen Voraussetzungen wird sich für einen Vermieter kaum noch eine neue Gasheizung wirtschaftlich betreiben lassen". Die Geschäftsführerin Energie, Umwelt, Technik bei Haus & Grund, Corinna Kodim, sagte dem "Spiegel", Immobilieneigentümer, die technisch oder wirtschaftlich keine Alternative hätten, würden dann alte Gasheizungen möglichst lange weiterbetreiben, um einen Wechsel hinauszuzögern. Eine Wärmepumpe sei nicht für jedes Gebäude geeignet, betonte sie.
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz hat die schwarz-rote Koalition das sogenannte Heizungsgesetz der Ampel-Regierung ersetzt. Damit bleiben Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen langfristig möglich. Von nun an neu eingebaute fossile Heizungen müssen aber ab 2029 zu zehn Prozent mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben werden, bis 2040 steigt dieser Anteil auf 60 Prozent. Außerdem müssen Anbieter von Heizbrennstoffen bis 2045 vollständig auf alternative Materialien umstellen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Vermieter werden alte Gasheizungen länger betreiben, um einen Wechsel hinauszuzögern.
Probable · Moyen terme
Neue Gasheizungen werden für Vermieter kaum noch wirtschaftlich zu betreiben sein.
Très probable · Court terme
Questions ouvertes
- Wie viele Vermieter werden sich für Alternativen entscheiden?
- Wie werden sich die Kosten für Mieter entwickeln?
- Welche Auswirkungen hat die Härtefallklausel?





