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Ostasiens Börsen erholen sich nach Kursstürzen – KI-Aktien treiben Erholung

L'essentiel

  • Ostasiens Börsen erholten sich am Donnerstag nach zwei Wochen Kursverlusten, angetrieben von steigenden US-Technologieaktien, insbesondere im KI- und Chipsektor.
  • Der japanische Nikkei-225-Index legte um 2 Prozent zu, während der südkoreanische Kospi zeitweise über drei Prozent stieg.
  • Positive Nachrichten von Nvidia und SK Hynix stützten die Kurse.

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Ostasiens Börsen erlebten nach zwei Wochen Kursstürzen eine Erholung, angetrieben von positiven Entwicklungen an der US-Technologiebörse Nasdaq. Geopolitische Spannungen im Iran trübten die Stimmung nur leicht.

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Am Donnerstag legten Ostasiens Ausstatter des KI-Booms nach zwei Wochen an Kurstürzen wieder zu. Auslöser waren steigende Kurse der Nasdaq. Martin Kölling 09.07.2026 - 05:11 Uhr Artikel anhören

Börse in Seoul: Der Kospi notiert höher. Foto: AP

Tokio. Ostasiens Börsen legen am Donnerstag angetrieben von einem leichten Anstieg von US-Technologie-Aktien deutlich zu. Nicht einmal die Ankündigung von US-Präsident Trump, das die Waffenruhe mit dem Iran für ihn „vorbei“ sei, konnte nach Wochen teilweise hoher Kursverluste eine vorläufige Kurswende verhindern.

Der japanische Nikkei-225-Index, der 225 Großunternehmen umfasst und damit technologielastig ist, legte angefeuert von Werten aus Bereichen um Künstliche Intelligenz (KI) und der Chipindustrie bis zu seiner Mittagspause um 2 Prozent auf 68.180 Punkte zu.

Der breiter gewichtet Topix stieg bis dahin lediglich um 0,5 Prozent auf 4024 Punkte.

In Südkorea stieg der Leitindex Kospi sogar zeitweise um mehr als drei Prozent, verlor danach jedoch etwas an Schwung. Um 11:24 Uhr wurde er mit 7.392 Punkten zwei Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag gehandelt. Ein wichtiger Grund war ein fünfprozentiger Kursanstieg des Speicherchiphersteller SK Hynix. Die Anleger hoffen offenbar darauf, dass das für Freitag angekündigte Zweitlisting von Aktien am amerikanischen Nasdaq ein Erfolg werden wird.

Märkte, die weniger mit der amerikanischen Chipindustrie verbunden sind, entwickelten sich hingegen schwach: Der Straits-Times-Index in Singapur sowie der Hongkonger Hang-Seng-Index stiegen in ihrer ersten Handelsstunde um 0,4 Prozent. Der Shanghai Composite schwankte um den Vortagskurs.

Steigende Kurse für US-Halbleiterwerte machen Asiens Anlegern Mut

Als Auslöser der Marktbewegung identifizierte die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei die steigende Nachfrage nach US-Hightech-Werten. Während der Dow-Jones-Index nachgab, gewann der technologielastige Nasdaq 0,2 Prozent hinzu. Der Philadelphia Semiconductor Stock Index (SOX), der wichtige Unternehmen aus der Chipindustrie umfasst, stieg sogar um 2,2 Prozent.

Der japanische Speicherchiphersteller Kioxia gewann im Vormittagshandel 8,5 Prozent an Wert. Das Unternehmen wurde damit 31 Prozent unter seinem Rekordhoch von 112.700 Yen am 22. Juni gehandelt. Diese Korrektur könnte Anleger reizen, nun wieder in Halbleiteraktien einzusteigen. Denn Analysten sagen weiterhin hohe Preise und Verkäufe voraus.

Der Kurs von Advantest, einem Hersteller von Testanlagen für die Halbleiterherstellung, stieg um fast acht Prozent. Damit belohnten die Anleger die Nachricht, das China dem US-Chipriesen Nvidia eine Verkaufsgenehmigung für eine KI-Chip-Plattform erteilt hat. Dies könnte den Verkauf von Messanlagen des japanischen Unternehmens erhöhen.

Der Kurs von Tokyo Electron, Japans führende, Hersteller von Produktionsanlagen für die Chipherstellung, stieg immerhin noch um mehr als fünf Prozent an.

Devisen, Bonds und Öl

Der Yen setzte am Donnerstag seinen Wertverlust fort. Ein Dollar wurde vor der Mittagspause mit 162,46 Yen gehandelt, 0,2 Prozent stärker als am Vortag. Auch der Euro legte ähnlich leicht auf 185,61 Yen zu.

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Währenddessen näherte sich die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen (JGBs) weiter der Drei-Prozent-Marke, ein Wert, den Japan zuletzt Mitte der 1990er Jahre erlebt hatte. Ihre Rendite stieg um 0,02 Punkte auf 2,885 Prozent. Kazuhiko Sano, Anleihestratege vom Broker Tokai Tokyo, sagt voraus, dass die Marke bald übersprungen wird und die Rendite der Benchmark-Bonds bis März 2027 auf 3,5 Prozent steigen könnte.

Am Ölmarkt kann man allerdings die wachsende Verunsicherung über den Fortgang des Iran-Konflikts spüren. Die Ölpreise liegen zwar weiterhin weit unter Werten aus der Anfangszeit des Kriegs. Aber der Preis für ein Fass Western Texas Intermediate stieg weiter um 1,2 Prozent auf 74,39 Dollar.

Mehr: Nur eine Atempause bei der Rekordjagd an den Börsen? Sechs Blasen-Signale im Kennzahlencheck

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  • Rendite der Benchmark-Bonds steigt bis März 2027 auf 3,5 Prozent.

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Questions ouvertes

  • Wie wird sich die Iran-Situation weiterentwickeln?
  • Werden die Kursgewinne nachhaltig sein?

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