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Papst Leo XIV. besucht Migranten auf den Kanaren
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FAZ11.06.2026Monde2 dk okumaGermany

Papst Leo XIV. besucht Migranten auf den Kanaren

L'essentiel

  • Papst Leo XIV. besuchte Migranten auf den Kanaren und appellierte an die Würde der Ankommenden.
  • Er forderte sichere Wege und kritisierte Europas Umgang mit dem Migrationsdrama.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Papst Leo XIV. besuchte den kleinen Hafen von Arguineguín auf den Kanaren, wo gut tausend Migranten auf ihn warteten. Der Besuch war eine Herzensangelegenheit, um die Würde der Migranten zu betonen und die Spanier für ihre Hilfe zu danken. Sein Vorgänger Franziskus hatte bereits 2013 auf Lampedusa ähnliche Themen angesprochen.

Taille de police

Sofort nach seiner Landung fuhr Leo XIV. am Donnerstag in den kleinen Hafen von Arguineguín, wo gut tausend Migranten auf ihn warteten.

Der Besuch auf den Kanaren war für den Papst eine Herzensangelegenheit: „Ich möchte mich vor eurer Würde verneigen. Ihr seid keine Zahlen und keine Aktennummern. Ihr seid Menschen mit einer Familie und einem Zuhause“, sagte er während des Treffens.

Leo signalisierte damit Kontinuität. Schon sein Vorgänger Franziskus wollte auf die spanischen Inseln reisen, auf denen in den vergangenen Jahren Zehntausende Migranten nach lebensgefährlicher Überfahrt gelandet sind.

Auf der einstigen „Mole der Schande“ dankte der Papst den hilfsbereiten Spaniern. Mit seiner Präsenz wollte er dazu beitragen, sie in eine „Mole der Hoffnung“ zu verwandeln.

Tausende Migranten hatten sich zu Beginn der Pandemie unter chaotischen Bedingungen in den kleinen Atlantikhafen gedrängt. Inseln wie El Hierro, die westlichste der Kanarischen Inseln, seien zwar „klein, aber groß an Menschlichkeit“, sagte der Papst, bevor er sich an die Politiker wandte.

„Es reicht nicht aus, Ankünfte zu verwalten, Zahlen zu verteilen, Grenzen verstärkt zu sichern oder Todesfälle zu beklagen“, sagte Leo vor dem Hintergrund des Hafens auf einer Bühne, die an eine auf ein Kreuz gestützte Welle erinnerte.

„Die Menschenwürde hat keinen Reisepass und verliert ihren Wert beim Überqueren der Grenzen nicht“, mahnte der Papst und verlangte „legale und sichere Wege, Rettung und Hilfe“.

Das Migrationsdrama sei eine Gewissensprüfung für alle: Europa könne nicht die Menschenwürde proklamieren und sich dabei nicht daran gewöhnen, „dass das Mittelmeer und der Atlantik zu Friedhöfen ohne Grabsteine werden“.

Blumen im Gedenken an die zahllosen Ertrunkenen

Wie sein Vorgänger Franziskus 2013 auf Lampedusa warf auch Leo einen bunten Blumenkranz ins Meer, um an die vielen Migranten zu erinnern, die auf dem Weg nach Europa ertrunken sind.

Danach segnete er ein Kreuz aus blauen Holzplanken eines Cayucos; so werden die einfachen, stets überfüllten Boote genannt, auf denen die Migranten manchmal wochenlang unterwegs sind.

Am Freitag wird der Papst auf Teneriffa vor seinem Rückflug nach Rom noch das Aufnahmezentrum „Las Raíces“ besuchen.

Während die meisten erwachsenen Migranten zügig aufs Festland gebracht werden, bleiben die Minderjährigen länger auf den Inseln. Momentan sind es etwa 6000, was die Regionalregierung und Hilfsorganisationen seit Jahren an ihre Grenzen bringt.

Insgesamt kommen deutlich weniger Migranten auf den Kanaren an. In diesem Jahr waren es nur etwa 3100 – also ein Drittel der Zahl, die man 2025 im ersten Halbjahr verzeichnete. Insgesamt waren es 2025 mehr als 17.500 Migranten, nach knapp 44.000 im Jahr davor.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Europäische Länder werden unter dem Druck der öffentlichen Meinung und der Kirche verstärkt über legale und sichere Migrationswege diskutieren.

    Possible · Moyen terme

Questions ouvertes

  • Wie wird Europa auf die Forderungen des Papstes nach sicheren Wegen reagieren?
  • Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um die Aufnahmezentren zu entlasten?
  • Wie wird sich die Situation der Minderjährigen in den Aufnahmezentren weiterentwickeln?

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This article was originally published by FAZ.

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