Papst Leo XIV. ehrt Gaudí und segnet höchsten Kirchturm der Welt
L'essentiel
- Papst Leo XIV. feierte in Barcelona eine Messe zu Ehren Antoni Gaudís in der Sagrada Família und segnete den Jesus-Turm, der die Basilika zur höchsten Kirche der Welt macht.
- Ein deutsches Doppelkreuz ziert den Turm.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Papst Leo XIV. besuchte Spanien und feierte eine Messe in der Sagrada Família, um den Architekten Antoni Gaudí zu ehren, der vor 100 Jahren starb. Die Basilika wurde durch den Einbau eines Doppelkreuzes zur höchsten Kirche der Welt.
Mit einer Messe in der Sagrada Família ehrt Papst Leo XIV. den Architekten Gaudí und segnet den Jesus-Turm. Ein Beitrag aus Deutschland hat die Basilika zur höchsten Kirche der Welt gemacht. 10.06.2026 - 22:37 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören
Der Papst bezeichnete die noch unvollendete Kirche als architektonisches Meisterwerk. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa
Barcelona. Papst Leo XIV. hat in Barcelona eine Messe zu Ehren des auf den Tag genau vor 100 Jahren gestorbenen Architekten Antoni Gaudí in der von ihm entworfenen Basilika Sagrada Família gefeiert. Geladen waren rund 4.000 Teilnehmer, darunter König Felipe VI., Königin Letizia sowie Regierungschef Pedro Sánchez. Zuvor hatte der Pontifex am Grab Gaudís in der Krypta der Basilika gebetet.
In seiner Predigt bezeichnete der Papst die 144 Jahre nach Baubeginn immer noch unvollendete Kirche als architektonisches Meisterwerk und als „sichtbares Zeichen des unsichtbaren Gottes“, „zu dessen Ehre ihre Türme emporragen“. Als ein tiefgläubiger Architekt habe Gaudí „diese Räume mit dem Wunsch entworfen, die Geheimnisse des Lebens des Herrn zu erzählen“.
Am fünften Tag seines Spanien-Besuchs sprach sich der Papst erneut gegen Krieg und Gewalt aus sowie gegen die Missachtung des Leids von Menschen auf der Flucht und in Not. „Wir können nicht an Jesus glauben und Krieg führen. Wir können nicht an Jesus glauben und Unschuldige töten. Wir können nicht an Jesus glauben und diejenigen im Stich lassen, die leiden, die weinen, die vor der Not fliehen.“
Höchste Kirche der Welt durch Doppelkreuz aus Bayern
Nach der Messe zum Abschluss seines Barcelona-Aufenthalts segnete der Papst den Hauptturm, der die Basilika zur höchsten Kirche der Welt gemacht hat. Diesen Titel hatte seit 1890 das Ulmer Münster innegehabt. Seine endgültige Höhe von 172,5 Metern hatte der Jesus-Turm im Februar durch das Aufsetzen eines von innen begehbaren Doppelkreuzes erreicht. Es wurde von dem Stahlbauunternehmen Gartner im bayerischen Gundelfingen gefertigt.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der zur Zeremonie angereist war, würdigte das Doppelkreuz in einer Mitteilung als einen „außergewöhnlichen deutschen Beitrag zur Vollendung eines der berühmtesten Bauwerke der Welt“. Orte wie die Sagrada Família erinnerten daran, was Europa kulturell verbinde.
Nach der Segnungszeremonie, die Leo vor der Geburtsfassade abhielt, gab es nach Einbruch der Dunkelheit eine Licht- und Feuerwerkshow. Mit Drohnen wurde am Himmel unter dem Jubel des Publikums in mehreren Farben das Bild von Gaudí gezeichnet. Danach formierten sich die Drohnen für eines der berühmtesten Zitate des Architekten auf Katalanisch: „Zuerst kommt die Liebe und danach die Technik.“
Finanziert durch Spenden und Eintrittsgelder
Die Monumentalbau, dessen Grundstein 1882 gelegt wurde, soll erst in den 2030er Jahren ganz fertiggestellt sein. Das ungewöhnliche und imposante Bauwerk lockt von Jahr zu Jahr mehr Menschen aus aller Welt an, 2025 waren es fast 4,9 Millionen. 134,5 Millionen Euro an Eintrittsgeldern kamen so zusammen. Der Bau wurde von Anfang an nur durch Spenden und inzwischen ganz überwiegend aus den Eintrittsgeldern finanziert.
Verwandte Themen
Afrika
Treffen mit Migranten auf den Kanaren
Am Donnerstag fliegt der Papst zu den Kanarischen Inseln weiter. Auf der letzten Station seiner einwöchigen Spanienreise will sich das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken unter anderem mit Migranten vor allem aus Afrika treffen.
Zehntausende Männer, Frauen und Kinder sind dort in den vergangenen Jahren in kleinen Holzbooten in der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben von Afrika aus über den Atlantik angekommen. Immer wieder wird von Toten während der gefährlichen Überfahrt berichtet. Der Papst hat sich wiederholt für einen humanen Umgang mit Migranten ausgesprochen, denen eine Chance für ein neues Leben gegeben werden müsse.
Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
The Sagrada Família will be fully completed in the 2030s.
Très probable · Long terme
The Pope will continue to advocate for humane treatment of migrants.
Très probable · En cours
Questions ouvertes
- What is the exact date of the Sagrada Família's full completion?
- What are the specific details of the Pope's meetings with migrants on the Canary Islands?
- What is the ongoing financial status of the Sagrada Família's construction?
- What are the specific security measures for the Pope's visit to the Canary Islands?

