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Putin lehnt Gesprächsangebot Selenskyjs ab
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Spiegel Ausland05.06.2026Politique2 dk okumaGermany

Putin lehnt Gesprächsangebot Selenskyjs ab

Russischer Präsident sieht keinen Sinn in einem Treffen

L'essentiel

  • Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesprächsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgelehnt.
  • Putin sieht keinen Sinn in einem Treffen, da er Selenskyjs Brief als unverschämt und versuchte Bedingungsschaffung für ein unmögliches Treffen wertete.

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Der Ukraine-Krieg begann 2022 und eskaliert weiter.

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Der ukrainische Präsident hat ihm ein Gesprächsangebot via Brief gemacht, Wladimir Putin hat es abgelehnt. Auf der Plenarsitzung des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums sagte der russische Präsident, er habe »heute Morgen kurz« den Brief Wolodymyr Selenskyjs gelesen. Darin habe es nach Putins Darstellung »Elemente von Unverschämtheit« gegeben. Der russische Präsident wertete das Schreiben als Versuch, Bedingungen zu schaffen, unter denen ein Treffen der beiden Staatschefs unmöglich werde. Putin sagte außerdem, Selenskyj habe ihn kürzlich über einen russischen Geschäftsmann um ein Treffen gebeten. Er selbst sei jedoch dagegen, »von leer zu hohl zu gießen«, also substanzlose Gespräche zu führen. Nach Putins Darstellung wolle Kyjiw ein Treffen der Staatschefs nur, um den vermeintlichen Vormarsch der russischen Streitkräfte zu stoppen. An die russischen Militärs gerichtet sagte Putin im Zusammenhang mit Selenskyjs Brief: »Arbeitet, Brüder.« Derzeit sehe er »keinen Sinn« in einem Treffen mit Selenskyj. Selenskyj: Russland wählt erneut den Krieg Der ukrainische Präsident bedauerte die Ablehnung aus Moskau: »Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg«, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Antwort sei schwach und enttäusche sicherlich viele in der Welt. Als Ausweg forderte der Ukrainer erneut stärkere internationale Maßnahmen gegen den Kriegsgegner. »Russland muss weniger Geld haben und der Druck auf Russland muss steigen«, betonte Selenskyj und dankte den Unterstützern seines Landes. Tags zuvor hatte Selenskyj Kremlchef Putin in einem Schreiben direkte Friedensgespräche in einem Drittstaat für ein Ende des seit 2022 währenden Krieges angeboten. »Ich schlage Ihnen ein Treffen vor«, hieß es in dem vom Präsidentenbüro in Kyjiw veröffentlichten Schreiben. Die Staatsführer sollten die »Schlüsselfragen« selbst besprechen. Erst Drohnen, dann ein Gesprächsangebot Der Brief wurde am Donnerstagabend veröffentlicht, just als Putin im Rahmen seines Wirtschaftsforums vor der Presse sprach. Und nur einen Tag nachdem die Ukraine mit Raketen Energie- und Militäranlagen in Sankt Petersburg angegriffen hatte. Selenskyj versucht, die für Moskau bedeutsame Wirtschaftskonferenz zu kapern, militärisch wie diplomatisch. Das Wirtschaftsforum wird seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet. Insgesamt werden bei der bis Samstag andauernden Konferenz rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet. Aus Deutschland nehmen Politiker der in Teilen rechtsextremen AfD daran teil. Deren Reise stieß auf scharfe Kritik, auch bei der Bundesregierung – hier lesen Sie mehr .

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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