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Rheinmetall kooperiert mit südkoreanischem Rüstungskonzern LIG Defence & Aerospace
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Handelsblatt15.06.2026Defense2 dk okumaGermany

Rheinmetall kooperiert mit südkoreanischem Rüstungskonzern LIG Defence & Aerospace

L'essentiel

  • Rheinmetall und LIG Defence & Aerospace gründen ein Joint Venture zur Produktion von Lenkflugkörpern gegen Gleitbomben.
  • Das Gemeinschaftsunternehmen soll die hohe Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen bedienen und Stärken bündeln.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Rheinmetall und LIG Defence & Aerospace gründen ein Joint Venture zur Entwicklung und Produktion von Lenkflugkörpern, um Gleitbomben kostengünstig abzuwehren. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch russische Gleitbomben im Ukraine-Krieg.

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Paris. Zur Abwehr von Gleitbomben und anderen feindlichen Flugkörpern arbeitet Deutschlands größte Waffenschmiede Rheinmetall künftig eng mit einem südkoreanischen Rüstungsunternehmen zusammen.

Man wolle ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Firma LIG Defence & Aerospace aus Yongin gründen und daran die Mehrheit halten, teilte Rheinmetall auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris mit.

Das Joint Venture soll Lenkflugkörper bauen, um damit etwa Gleitbomben recht kostengünstig zu zerstören: So ein Flugkörper kostet einen Betrag im hohen fünfstelligen Euro-Bereich und damit weniger als größere Missiles, die mitunter mehr als eine Million Euro kosten und bislang eher notgedrungen zur Abwehr der Bomben genutzt werden.

Gleitbomben entwickeln im Ukraine-Krieg eine zerstörerische Wirkung. Russische Flugzeuge bringen sie an die Grenze oder an die Front, entkoppeln sie und lassen sie dann die letzte Strecke durch die Luft gleiten. Da sie keine Hitzesignatur haben, sind sie für die Flugabwehr schwer zu erkennen -Flugabwehrgeschütze eignen sich nicht.

Nun sollen Lenkflugkörper entwickelt und gebaut werden, die diese Gefahr entschärfen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis zumindest halbwegs in Einklang bringen können.

LIG D&A kam 2025 mit rund 6000 Beschäftigten auf einen Jahresumsatz von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro und damit etwa ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Rheinmetall kam 2025 auf rund 10 Milliarden Euro Umsatz mit 34.000 Beschäftigten.

Die Südkoreaner stellen nicht nur Missiles her, sondern auch Sonare und Schiffsdrohnen. Ihre Auftragsbücher sind voll, zu ihren Kunden gehören die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Rheinmetall stellt hauptsächlich Munition, Panzer, Artillerie und Flugabwehr-Geschütze her, zudem wird der bisherige Nebenstrang mit Drohnen und Satelliten wichtiger.

Nun wollen die beiden Firmen über ihr Joint Venture an einem Strang ziehen und „die hohe Nachfrage nach mehrschichtigen Luftverteidigungssystemen, Raketen und Munition befriedigen“.

Man biete „ein hervorragend ergänzendes Portfolio an bodengestützten Luftverteidigungslösungen“ an, so Rheinmetall-Manager Oliver Dürr.

Man bündele Stärken und wolle in Europa gemeinsam forschen und entwickeln, werben und verkaufen sowie produzieren, sagte LIG-D&A-Chef Ickhyun Shin. „Europa tritt in eine neue Ära der Verteidigungsmodernisierung ein.“

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Das Joint Venture wird die europäische Luftverteidigung signifikant stärken.

    Probable · Moyen terme

Questions ouvertes

  • Wann beginnt die Produktion?
  • Welche spezifischen Technologien werden integriert?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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