Russischer Oppositioneller Boris Nadeschdin verlässt nach Festnahme das Land
L'essentiel
- Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin hat nach einer Festnahme in Moskau und der Einstufung als „ausländischer Agent“ Russland verlassen.
- Er hatte zuvor seinen Kampf um die Teilnahme an der Parlamentswahl aufgegeben und wurde wegen der Verbreitung eines Videos von Alexej Nawalny beschuldigt.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Boris Nadeschdin, ein russischer Oppositionspolitiker und Kriegsgegner, wurde nach einer Festnahme in Moskau als „ausländischer Agent“ eingestuft und hat Russland verlassen. Er hatte zuvor versucht, an der Präsidentenwahl 2024 teilzunehmen, wurde aber nicht zugelassen.
Der russische Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Boris Nadeschdin hat nach einer zwischenzeitlichen Festnahme in Moskau nun seine Heimat verlassen. »Es gibt gute Neuigkeiten. Ich bin am Leben und in Freiheit«, sagte er in einem bei Telegram veröffentlichten Video, aufgenommen vor dem Eiffelturm in Paris.
Er wolle sehen, wie es weitergehe, und später über seine Pläne informieren. Dutzende russische Oppositionelle leben wegen politischer Verfolgung in Russland unter Machthaber Wladimir Putin im Exil im Ausland.
Nadeschdin hatte zuletzt auch erklärt, seinen Kampf um die Teilnahme an der Parlamentswahl in Russland im September aufzugeben. Nach einer zeitweiligen Festnahme erklärte er im Juli, dass er seine Anhänger nicht unnötig in Gefahr bringen wolle und deshalb verzichte. Er machte außerdem deutlich, dass er mit dem Gedanken spiele, aus Gründen seiner eigenen Sicherheit Russland zu verlassen.
Nadeschdin hatte das Protokoll seiner jüngsten Vernehmung auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht. Demnach wird ihm vorgeworfen, ein Video mit dem Bild des im Straflager zu Tode gequälten Kremlkritikers Alexej Nawalny weiterverbreitet zu haben. Damit habe der Oppositionelle auf die als extremistisch verbotene Organisation von Nawalny verwiesen, hieß es. »Was mir vorgeworfen wird, habe ich nicht getan«, schrieb Nadeschdin.
Das russische Justizministerium hatte Nadeschdin im Juli als »ausländischen Agenten« eingestuft – der Machtapparat benutzt diese Bezeichnung, um Andersdenkende zu stigmatisieren. »Ausländische Agenten« sind von Wahlen in Russland ausgeschlossen. Das Ministerium warf Nadeschdin vor, er verbreite Falschinformationen über Entscheidungen russischer Behörden und rufe zu nicht genehmigten Demonstrationen und Mahnwachen auf.
Noch bei der Präsidentenwahl 2024 hatten sich lange Warteschlangen in Moskau gebildet beim Sammeln der nötigen Unterschriften von Unterstützern für ihn. Die Wahlleitung ließ Nadeschdin, der offen Position gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine bezieht, aber nicht zur Wahl zu.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Boris Nadeschdin wird später über seine Pläne informieren.
Probable · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Was sind Nadeschdins konkrete Pläne im Exil?
- Wie wird die russische Regierung auf seine Ausreise reagieren?







